Säftemedizin: Heilgetränke gegen Schlafstörungen und Ekzeme
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Säfte
Säfte sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. So gut wie jede leichtere gesundheitliche Beeinträchtigung können Sie durch die Wahl der richtigen Sorte rasch selbst kurieren – von Halsschmerzen über Harnwegsinfekte bis hin zu Verstopfung. Wir raten Ihnen, Ihre Säfte selbst zu pressen. Was es dabei zu beachten gilt, welches Obst und Gemüse sich am besten eignet und wann Sie Ihren Saft trinken sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.
GNL5356
Nur mit 5 Portionen Obst und Gemüse täglich können Sie sicher sein, wirklich genügend Vitalstoffe aufzunehmen. Doch frisches Obst und Rohkost sind nicht jedermanns Sache. Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen vertragen sie nicht immer. Andere können rohes Gemüse schlecht kauen oder haben einfach nicht mehr den Appetit auf größere Portionen. Für sie ist ein tägliches Glas selbst gepresster Saft eine ideale Quelle für Vitamine und Mineralstoffe. Säfte enthalten wenig Ballaststoffe, und das macht sie so leicht verdaulich. Die enthaltenen Vitalstoffe werden vom Körper zum Teil doppelt so gut aufgenommen wie aus ganzen Früchten.
Der Begründer der „Säftemedizin“ wurde 115 Jahre alt
Dass frische Säfte gesund sind, zeigen auch immer mehr wissenschaftliche Studien. So konnten Mediziner der Vanderbilt Universität in Nashville/USA im Jahr 2006 nachweisen, dass Menschen, die mindestens dreimal wöchentlich frischen Obstsaft trinken, ihr Risiko für Alzheimer um fast 70 % reduzieren. Im selben Jahr zeigten Forscher der Universität Vermont in Burlington/USA, dass regelmäßig getrunkener Kirschsaft Muskelschmerzen nach großen körperlichen Anstrengungen deutlich reduziert.
Diese aktuellen Beispiele zeigen, wie Sie sich mit Säften gesund halten. Am beeindruckendsten ist jedoch immer noch die Geschichte des amerikanischen Mediziners Dr. Norman Walker. Er erreichte das Alter von 115 Jahren (1869 – 1984) und wurde nicht müde, Frischsäfte zu propagieren. Noch mit 110 Jahren schrieb er ein Buch über die von ihm begründete „Säftemedizin“.
In der Tat lassen sich viele leichtere gesundheitliche Beschwerden mit einem geeigneten Saft sehr gut in den Griff bekommen. Bewährt haben sich z. B. Sauerkrautsaft gegen Verstopfung oder Cranberrysaft gegen Harnwegsinfektionen. Weitere Empfehlungen finden Sie in der Tabelle auf Seite 9. Aber bitte beachten Sie: Nicht alles, wo heute „Saft“ draufsteht, ist ein gesundes Naturprodukt!
Medizin aus dem Saftglas

Säfte sind leicht verdaulich und sehr gesund. Vitalstoffe werden daraus wesentlich besser aufgenommen als aus Rohkost. Allerdings: Es sollte mindestens ein Direktsaft sein, besser noch ein frisch gepresster.
Billige Säfte sind oft nicht viel mehr als Zuckerwasser
Die meisten Säfte werden heute aus Konzentrat hergestellt. Enzyme bauen wertvolle Inhaltsstoffe ab (z. B. Pektine), um einen klaren Saft zu erhalten. Durch Erhitzen (Pasteurisieren) wird der Saft zwar haltbar – aber viele Vitamine überleben diese Prozedur nicht. Zu allem Überfluss werden die meisten Säfte mit industriellem Zucker nachgesüßt. In „Fruchtnektaren“ beträgt der Fruchtsaftanteil lediglich 25 bis 30 %. Der Rest ist mehr oder weniger Zuckerwasser. Bei „Fruchtsaftgetränken“ ist der reine Fruchtgehalt noch geringer.
Wenn Sie daher wirklich etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, sollten Sie „Direktsäfte“ kaufen (z. B. aus dem Reformhaus oder Bioladen. Sie werden nicht aus Konzentrat hergestellt (aber pasteurisiert). Noch besser ist es, selbst zur Saftpresse zu greifen.
Das sind die Vorteile frisch gepresster Säfte:
- keine Hitzebehandlung (voller Nährstoffgehalt)
- keine Konservierungsstoffe
- keine Zusätze von Zucker und Süßstoffen
- Vitalstoffe können leichter aufgenommen werden.
- Magen und Darm werden geschont (wenig Ballaststoffe)
Was Sie beim Auspressen unbedingt beachten sollten, haben wir im Kasten auf Seite 8 für Sie zusammengestellt. Allerdings: Auch Ballaststoffe sind wichtig. Sie fördern eine gesunde Darmflora, binden Giftstoffe im Darm und senken sogar den Cholesterinspiegel. Daher sollten Sie Obst und Gemüse möglichst nicht ausschließlich als Saft zu sich nehmen. 1 bis 2 Portionen täglich als Ergänzung zu Rohkost und gekochtem Gemüse sind jedoch eine ideale Vitalstoffquelle.
So heilen Sie sich selbst – mit frischen Säften | |
|---|---|
| Saft | Krankheit |
| Ananas | Halsschmerzen |
| Apfel | Durchfall, Schlaflosigkeit |
| Birne | Darmentzündungen |
| Cranberry, Preiselbeere | Harnwegsinfekte |
| Gurke | Ekzeme |
| Karotten | Sehstörungen |
| Kohl | Magenschleimhautentzündung |
| Pflaume | Verstopfung |
| Rote Bete | Blutarmut (Anämie) |
| Sauerkraut | Verstopfung, Verdauungsbeschwerden |
| Sellerie | Appetitmangel, Kopfschmerzen |