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Säfte - das Gesunde aus der Frucht

Sie gelten als gesund und vitaminreich: Säfte. Ob Obst- oder Gemüsesaft, sie alle stecken voller Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und anderer wichtiger Nährstoffe. Die verschiedenen Säfte glänzen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen, die alle dem Körper gut tun.

Einige Säfte haben sogar ganz spezielle Heilwirkungen wie zum Beispiel der Cranberrysaft, der hervorragend gegen Blasenentzündungen wirkt oder wie Heidelbeersaft, der sich gegen Verdauungsbeschwerden bewährt hat.

Gesunde Inhaltsstoffe in Säften

Die meisten Obst- und Gemüsesäfte enthalten beachtliche Mengen Vitamin C, das unser Immunsystem stärkt und vor freien Radikalen schützt. Und das steckt nicht nur in Orangensaft, sondern zum Beispiel auch in Johannisbeersaft oder in Karotten- und Tomatensaft.

Diese Gemüsesäfte glänzen außerdem mit viel Provitamin A (Beta-Carotin), das wichtig für Haut und Augen ist. Grundsätzlich stecken in Obst- und Gemüsesäften alle gesunden Nährstoffe, die im frischen Obst und Gemüse auch stecken. Einziger Nachteil: Beim Pressen gehen die Ballaststoffe, die in den Fasern und in der Schale stecken, komplett verloren.

Auch wer auf die Figur achten möchte, sollte nicht zu viel Obstsaft trinken. Obst enthält sehr viel Fruchtzucker, der mit vielen Kalorien zu Buche schlägt, sodass selbst Obst- und Gemüsemuffel nicht komplett auf Säfte umsteigen sollten.

Übrigens: Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung kann ein Glas Saft (0,2 Liter) zwei der fünf empfohlenen Portionen Obst oder Gemüse ersetzen. Die restlichen Portionen sollten Sie aber essen statt sie zu trinken.

Auf die Qualität kommt es an

Wenn Sie die positiven Wirkungen von Obst- und Gemüsesäften für Ihre Gesundheit nutzen möchten, achten Sie darauf, was im Einkaufskorb landet. In vielen, gerade günstigen Flaschen und Paketen steckt nur ein geringer Anteil an Saft, der mit viel Wasser und Zucker gemischt ist.

Auch Farbstoffe und Aromen sind keine Seltenheit. Greifen Sie stattdessen zu Direktsaft ohne Zusätze. Auch ein extra Vitaminzusatz, wie er auf vielen Säften angepriesen wird, ist vollkommen unnötig. Das beste Ergebnis erhalten Sie, wenn Sie Ihre Säfte aus Bio-Obst und –Gemüse selbst pressen oder mit dem Entsafter herstellen.

Trotz der vielen guten Eigenschaften von Säften sind sie keinesfalls ein Ersatz für frisches Obst und Gemüse! Zwar kann ein Glas Saft eine Portion Obst ersetzen, doch sollten Sie zusätzlich täglich 4 Portionen Obst oder Gemüse essen, um eine ausreichende Versorgung mit Ballaststoffen zu gewährleisten.

So bleibt auch die Kalorienbilanz im grünen Bereich denn auch mit Obstsäften aus Direktpressung nehmen Sie deutlich mehr Fruchtzucker zu sich als mit der knackig-frischen Variante zum Reinbeißen.

Darauf sollten Sie bei Säften achten

Auch Fruchtsäfte zählen, wenn es um die empfohlene tägliche Portion an frischem Obst und Gemüse geht. Auf jeder Saftpackung finden Sie eine Tabelle mit einer Übersicht über die verschiedenen Vitalstoffe, die Sie mit dem Saft zu sich nehmen, sowie über den benötigten Tagesbedarf.

Dieser ist als „Gehalt pro 100 ml“ angegeben. Trinken Sie ein Glas à 200 ml, decken Sie damit den minimalen Tagesbedarf. Ausschlaggebend für wirklich gesunden Saft ist der Fruchtgehalt. Er muss unbedingt 100 Prozent betragen. Das ist ausschließlich bei Fruchtsaft der Fall, denn dieser enthält keinen Zuckerzusatz.

Nektar enthält 20 bis 50 Prozent Frucht, der Rest sind Zucker und Wasser. Besonders schlimm sind Fruchtsaftgetränke, die in praktischen Portionen für unterwegs erhältlich sind. Sie enthalten 6 bis 30 Prozent Fruchtanteil: Bis zu 94 Prozent können aus Zucker und Wasser bestehen.

Multivitaminsaft gegen Herzinfarkt

Multivitaminsaft ist der Saft mit der meisten Folsäure. Je nach Sorte sind bis zu 100 Mikrogramm pro 100 ml enthalten. Folsäure gilt als Mangelvitamin in Deutschland, das über 90 Prozent der Menschen in zu geringen Dosen zu sich nehmen.

Das Vitamin baut in Zusammenarbeit mit den B-Vitaminen Homocystein ab, welches das Herzinfarkt-und Schlaganfall-Risiko erhöht. Untersuchungen aus Schweden und Amerika ergaben, dass der Genuss eines großen Glases Multivitaminsaft pro Tag bis zu 30 Prozent aller Herzinfarkte und Schlaganfälle pro Jahr verhindern könnte.

Das Plus fur Vegetarier: Menschen mit einer fleischlosen Ernährung mangelt es häufig an Vitamin B12. Dieses Vitamin kommt am meisten in Fleisch vor. Schnell entwickelt sich ein B12-Mangel. Multivitaminsaft hilft Ihnen in dieser Situation, denn mit ihm decken Sie Ihren B12-Tagesbedarf von 5 ug mühelos.

Holen Sie das Beste aus Fruchtsäften heraus!

Am besten trinken Sie verschiedene Säfte: Nicht nur zur Abwechslung, sondern um ein breites Spektrum an Nährstoffen zu bekommen. Bedenken Sie dabei Folgendes:

  • Um den Gegenwert einer Portion Obst oder Gemüse in Nährstoffen zu erhalten, sind etwa 180 ml eines 100-prozentigen Saftes notwendig.
  • Die Bezeichnung „Saft“ trifft auf Produkte zu, die 100 Prozent Saft enthalten. Bei diesen ist kein Wasser oder Süßungsmittel enthalten. Bezeichnungen wie „Cocktail“, „Nektar“ oder „Fruchtsaftgetränk“ deuten auf einen verdünnten Saft hin, dem Süßungsmittel zugemischt sind.
  • Saft „aus Konzentrat“ ist 100-prozentiger Saft. Dem Konzentrat mischt man Wasser zu, um das Produkt auf eine Standardflüssigkeitsmenge zu bringen.
  • „Nicht aus Konzentrat“ zeigt an, dass es sich um frisch gepressten, 100-prozentigen Saft handelt, falls kein Zucker oder Wasser hinzugefügt wurde. Frisch gepresste Säfte benötigen in Deutschland ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Eventuell zugesetzte Konservierungsmittel muss man deklarieren.
  • Um Ihre tägliche empfohlene Portion an Obst und Gemüse zu bekommen, sollten Sie nicht nur Säfte trinken.

Tomatensaft kann sogar Ihr Krebsrisiko senken

Tomatensaft ist eines der meist-verlangten Getränke im Flugzeug. Auf der Erde dagegen bleibt er oft unbeachtet im Regal stehen. Dabei enthält der Saft immerhin neun Karotinoide, also effektive Pflanzenschutzstoffe. Einer davon ist Lycopin.

Er gilt als stärkster Radikalenfänger, ist doppelt so kraftvoll wie Beta-Karotin und genauso stark wie Vitamin E. Eine Auswertung von 35 Studien zum Thema Tomaten und Krebs hat ergeben, dass der regelmäßige, am besten tägliche, Verzehr von Tomaten das Krebsrisiko um bis zu 40 % senkt.

Das gilt vor allem für Lungen-, Prostata-, Magen und Darmkrebs. Diese Risikosenkung ist vor allem dem Lycopin zu verdanken. Darüber hinaus halbieren hohe Lycopinwerte das Herzinfarktrisiko. Lycopin lagert sich an den Blutfetten an und wird so durch den Körper transportiert.

Durch den Pflanzenstoff können die Blutfette nicht mehr durch freie Radikale gespalten werden. Es entstehen so keine Abfallprodukte, die sich an den Arterien anlagern und diese verstopfen. Übrigens: Lycopin aus Tomatensaft kann Ihr Körper besser aufnehmen, als wenn Sie frische Tomaten essen, ist also echter Zellschutz zum Trinken.

Säfte Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Frisch gepresste Frucht- und Gemüsesäfte: Mixen Sie sich Ihre Spezialmedizin gegen Verstopfung und Blutarmut

In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, was alles in frisch gepressten Frucht- und Gemüsesäften steckt und warum bei Verstopfung und Blutarmut helfen.