Rohkost: Im Alter eher ungeeignet
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Die meisten Früchte kann unsere Verdauung grundsätzlich zwar aufschließen. Doch bei vielen Menschen lässt die Leistungsfähigkeit der Verdauungsorgane mit den Jahren einfach nach: Was in jüngeren Jahren noch überhaupt keine Probleme bereitete, führt mit über 50 Jahren, manchmal sogar schon mit 40 Jahren plötzlich zu Völlegefühl, Blähungen und Durchfall.
Neben dem Nachlassen der Verdauungssäfte spielen Störungen der Darmflora, das heißt der Zusammensetzung der Bakterien im Dickdarm, eine Hauptrolle bei der Unverdaulichkeit von Rohkost.
Gründe für die Unverdaulichkeit von Rohkost sind:
Bei einer gestörten Darmflora kommt es leicht zu Gärungsprozessen, die durch den Fruchtzuckergehalt von Obst und manchen Gemüsearten kräftig angeheizt werden. Schmerzhafte Blähungen und wässrige Durchfälle sind recht zuverlässige Anzeichen dafür. Bei dieser Gärung entstehen auch Fuselalkohole, die von der Leber abgebaut werden müssen. Diese Leberbelastung ist oft ein Grund dafür, dass Sie sich trotz reichlichen Rohkostkonsums nicht frischer, sondern eher müder und schlapper fühlen!
Diese Faktoren können Ihre Darmflora (zer)stören:
- Magen-Darm-Infektionen und Autoimmunentzündungen
- Antibiotikatherapie
- Alkohol- und Nikotinmissbrauch
- Pilzbefall im Darm
- hohe Zufuhr von Weißmehlprodukten bzw. Zucker und dadurch bedingte Gärung
Selbst wenn Sie Rohkost gut vertragen, sollten Sie nach 17 Uhr kein rohes Gemüse und Obst mehr zu sich nehmen, um nächtliche Gärungsprozesse im Darm zu vermeiden.
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