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Vorsicht: Schadstoffe im Reis

Was können wir heutzutage noch ohne Bedenken essen? Ökotest testete verschiedene Reissorten. Bei dieser Untersuchung stellte sich heraus, dass in allen 20 untersuchten Sorten Arsen enthalten war. Es handelte sich dabei um Parboiled Langkornreis, sowohl naturbelassen als auch mit heißem Wasser vorbehandelt. Hinzu kommt, dass die Reissorten aus Kartonpackungen fast immer mit Mineralöl belastet sind. Dieses geht vom Karton auf den Reis über. Besonders belastet sind Verpackungen aus Recyclingpapier.

Mögliche Alternativen

Patienten, die aufgrund einer Unverträglichkeit (Zöliakie / Gluten-Unverträglichkeit, Weizenallergie, Weizensensitivität) oder einer anderen Erkrankung auf Getreide wie Weizen, Roggen und Gerste verzichten, sollten ihren Speiseplan nicht allein auf der Basis von Reis gestalten.

Wichtig sei ein vielfältiger Speiseplan, der auch Mais, Hirse, Buchweizen, Kartoffel, Quinoa und/oder Amaranth enthält. Dies empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Hintergrund: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) berichtet über eine Belastung von Reis mit Arsenverbindungen.

Vorsicht vor giftigem Arsen!

Durch einen hohen Konsum von Reisprodukten steigt Ihre Aufnahme von anorganischen Arsenverbindungen, und das ist eine besonders giftige Form. Das hochgradig giftige Halbmetall Arsen gilt als krebsauslösend (z. B. Lungenkrebs). Ab und zu eine Portion Reis ist keine Gefahr für Ihre Gesundheit. Nach den aktuellen Untersuchungen ist er aber keine gute Basis für Ihre Ernährung.

Achten Sie als Eltern darauf, dass Ihre Kinder Reisprodukte wie Reiswaffeln, -flocken oder -milch nur in kleine Mengen zu sich nehmen. Ausgerechnet in diesen Produkten kommen besonders hohe Konzentrationen von anorganischen Arsenverbindungen vor. Bereiten Sie Reis immer so zu, dass Sie das Kochwasser nach dem Garen weggießen. Der Grund: Die Arsenverbindungen gehen auch in die Flüssigkeit über, in der Sie den Reis kochen. Wenn Sie Milchreis oder Risottogerichte zubereiten und dabei den Reis nur ausquellen lassen, bleibt die Gefahr im Topf.

 

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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Alte Kommentare
  • Elisanna Lennert schrieb am 30.08.2010, 20:10 Uhr

    Sehr geehrte Frau Hahn-Hübner, mich interessiert: Gilt diese Belastung bei Reis auch für Bioreis? Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Danke und freundliche Grüße, Elisanna Lennert

  • Monika Paul schrieb am 30.08.2010, 20:36 Uhr

    Es ist unverständlich, daß bis heute noch nicht sichergestellt ist, daß gerade für Lebensmittel die dafür vorgesehenen Verpackungen noch nicht standardmäßig mikrobiologisch überprüft werden. Mikroorganismen sind mit dem menschlichen Auge nicht zu erkennen und können sich überall einnisten. Nur klare Hygieneüberwachungsmaßnahmen für nationale und Importware von der Herstellung des Produktes, der zugehörigen Verpackungsmaterialien über die gesamte Logistikkette bis hin zum Einzel-und Großhandel können solche Vorfälle eindämmen. Zusätzliche Stichproben im Handel können die Sicherheit der Qualität der Lebensmittel für den Endverbraucher nur noch erhöhen. Man braucht nicht lange zu überlegen wenn solche Probleme in der Pharma-Industrie auftauchen würden, welche Konsequenzen dies nach sich ziehen könnte. Die letzten Horrormeldungen, sprich Gammelfleisch oder Frischfleisch, sauerstoffbedampft in Kunststoffboxen verpackt. Wie kann man heute noch sicher sein gute Qualität zu kaufen und wenn wo? Hier kann der Handel sowie der Verbraucher Einfluss nehmen.

  • Brigitte schrieb am 31.08.2010, 16:42 Uhr

    Leider fehlt ein Hinweis, welchen Reis man denn dafür kaufen kann, Ich hatte gerne Naturreis in Schnellkochbeuteln gekauft

  • Uwe Ketels schrieb am 01.09.2010, 13:45 Uhr

    Sehr geehrte Frau Dr. Hahn-Hübner, beziehen sich die Tests nur auf parboiled Langkorn-Reis oder auf alle Reissorten? Ich habe mir gestern Bio-Reis aus dem Reformhaus geholt, dort war man bereits über die diese Erkenntnisse informiert, konnte mir aber auch nichts Weiteres sagen. Wir beziehen z.B. hochwertiges Hundefutter von Boswelia mit Reis! Bedenklich? Worauf muss man achten? Würde mich über eine kurze Stellungsnahme sehr freuen. Viele Grüße von der Nordsee/Uwe Ketels P.S. Wie verhält es sich mit Milchreis?

  • Rosi Backhaus schrieb am 21.09.2010, 17:22 Uhr

    Mehr eine ironische Frage: wie kann ich dann noch gesund bleiben? R.B