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Popcorn: Butteraroma kann Atemwegserkrankungen auslösen

Popcorn gibt es in allen möglichen Varianten zum Selbermachen aus der Mikrowelle. Bei uns in Deutschland ist das süße, gezuckerte Popcorn die Sorte, die am meisten verkauft wird. In anderen Ländern, zum Beispiel in den USA, steht Butterppopcorn hoch im Kurs. Es schmeckt wirklich sehr stark nach frischer Butter.

Schuld an diesem Geschmack ist aber eben keine Butter, sondern Pentandion-(2,3) (PD). Dabei handelt es sich um eine Substanz, die das Butteraroma Diacetyl ersetzt hat. Diacetyl hatte sich als gesundheitsschädlich für die Lunge erwiesen. Arbeiter, die die Chemikalie eingearbeitet hatten, waren aufgrund dessen an Bronchiolitis obliterans erkrankt. Dabei handelt es sich um eine schwere Atemwegserkrankung. In Amerika wird sie auch als Popcornarbeiterlunge bezeichnet. Sie hat zur Folge, dass die feinen Atemwege zerstört werden.

Nun haben Wissenschaftler des Centers for Disease Control and Prevention in West Virginia entdeckt, dass PD genauso gefährlich ist wie sein Vorgängerstoff. Ratten, die diese Chemikalie mit der Atemluft aufnahmen, zeigten ebenso gravierende Lungenschäden wie solche, die über die Atemluft Diacetyl einatmeten.

Die Wissenschaftler zeigten sich entsetzt, dass hier ein giftiger Stoff durch einen nicht minder giftigen ersetzt wurde, ohne ihn ausreichend zu prüfen. Fraglich aber auch, ob Popcorn unbedingt aus der Mikrowelle kommen muss. Mit etwas Butter und Maiskörnern in der Pfanne lässt sich – meiner Meinung nach sogar schmackhafteres – Popcorn herstellen.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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