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Optimal für Ihre Gesundheit: Rapsodie in Öl

Rapsöl gilt heute als der Shooting-Star unter den gesunden Ölen. Lange Zeit fristete es ein Schattendasein und wurde nicht richtig ernst genommen. Es kam allenfalls vermischt mit anderen Ölen auf unseren Tisch. Nun hat die Stiftung Warentest analysiert: Rapsöl hat ein mustergültiges Fettsäuremuster.

Im späten Frühjahr beschert uns die Rapspflanze leuchtend gelbe Blütenmeere, die sich leise im Wind kräuseln. Ganze Landschaftsstriche sehen dann aus wie ein gelb-grünes Schachbrett. Doch als Öl für den Küchengebrauch ist uns Rapsöl weniger bekannt, obwohl es bereits seit vierhundert Jahren in unseren Breiten gewonnen wird. Es fand ursprünglich vor allem als Lampenöl, dann als Biokraftstoff und Hydraulik-Öl Verwendung. Deutschland ist der größte Rapserzeuger in der Europäischen Union, der viertgrößte weltweit.

Die Bezeichnung Raps ist auf das lateinische „rapum“ für Wurzel zurückzuführen. Raps entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung aus Rüben und Kohl. Die älteren und bekannten Rapssorten brachten noch verschiedene Inhaltstoffe mit, die sich als unerwünscht und schädlich entpuppten. Die Erucasäure beispielsweise führte in Tierversuchen zur Verfettung und Schädigung des Herzmuskels. In neueren Züchtungen konnte diese unerwünschte Fettsäure durch eine andere ersetzt werden.

In der Küche ist Rapsöl noch weitgehend unbekannt

Das Rapsspeiseöl wird zurzeit hauptsächlich zur Herstellung von Margarine verwendet. Den Rest teilen sich Hersteller von Backwaren, Fischkonserven, Süßwaren und Privathaushalte.

Aus den schwarzbraunen Samenkörnern werden Speiseöle gewonnen, die jetzt als besonders wertvoll „entlarvt“ wurden.

Feines Rapsöl ist hellgelb, geschmacks- und geruchsneutral und schon von daher vielseitig verwendbar. Es eignet sich zum Kochen, Dünsten, Braten oder Frittieren – je nachdem, ob es raffiniert oder kaltgepresst ist. Wegen seines nicht sehr eigenwilligen Geschmacks soll das raffinierte Öl ganz dezent die eigenen Aromen der anderen, frischen Zutaten unterstützen.

Kaltgepresste Rapsöle dagegen sind eher honiggelb, haben ein ausgeprägtes Nussaroma. Bislang sind die Rapsöle unter dem Begriff „Pflanzenöle“ aufgetreten.

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