Öle/Fette: Rapsöl auch als Margarine
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Verglichen mit anderen Pflanzenölen enthält Rapsöl am wenigsten gesättigte Fettsäuren. Der Verzehr von gesättigten Fettsäuren, die einen negativen Einfluss auf die Herz- und Kreislaufgesundheit ausüben, liegt in der Bundesrepublik nach einhelliger Meinung von Ernährungexperten viel zu hoch. Darüber hinaus bringt Rapsöl noch einen hohen Anteil an Vitamin E und sekundären Pflanzenstoffen mit. Ein Esslöffel Rapsöl – etwa am Salat – kann bereits ein Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin E decken. Vitamin E gehört zu den wichtigsten Antioxidanzien, die die so genannten freien Radikale in Schach halten, die unter anderem für den Alterungsprozess und die Entstehung von Zellentartungen verantwortlich gemacht werden. Die im Rapsöl enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe – die Phytosterine – wirken sich positiv auf die Blutfettwerte aus.
Im Gegensatz zum ebenso wertvollen Olivenöl wird Rapsöl auch zu Rapsölmargarine verarbeitet und kann bereits als Brotaufstrich den Frühstückstisch bereichern. In Deutschland wird Pflanzenmargarine sehr häufig mit Rapsöl hergestellt, was aber nicht deklariert werden muss. In der so genannten Lyon-Heart-Studie konnten französische Forscher nachweisen, dass Menschen, die einen Herzinfarkt erlitten hatten, durch eine Umstellung ihrer Ernährung - etwa von Butter, Sahne auf Oliven- oder Rapsöl - das Risiko eines erneuten Herzinfarktes um rund 70 % senken konnten.
Kaltgepresstes Rapsöl eignet sich besonders gut als Salatöl und zum sanften Dünsten von Gemüse. Zum Braten und Frittieren muss allerdings das raffinierte Öl verwendet werden. Denn wegen des hohen Anteils an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sollte das kaltgepresste Rapsöl weder stark erhitzt noch lange gelagert werden. Probieren Sie doch einfach einmal aus, ob das „gesunde Öl“ Ihnen mundet.
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