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Natürliche Herzmedizin: Auf das richtige Öl kommt es an!

Wir essen zu viel Fett und trotzdem empfehlen Ernährungsexperten immer wieder Öl für Ihre Herzgesundheit. Wie passt das zusammen? Fett verstopft doch die Arterien, sorgt für Herzinfarkt und Schlaganfall? Das stimmt. Dennoch profitiert Ihre Gesundheit von Fett bzw. Öl; es muss nur das richtige sein.

Ein Salat und ein Löffel Speise-Öl© Oligo - Fotolia

Was das falsche Öl im Körper anrichtet

Viele Menschen greifen im Supermarkt immer noch automatisch zum Sonnenblumenöl. Es kostet nur ein paar Cent und hat sich doch in der Küche schon über Jahre hinweg bewährt. Dabei ist dieses Öl gesundheitlich betrachtet nicht empfehlenswert, ebenso wenig wie Maiskeim- oder Distelöl. Diese Öle enthalten viel Linolsäure. Ein Zuviel dieser Säure schadet Ihrem Körper: Die Arterien verengen sich auf Dauer und Ihr Blutdruck steigt deutlich an.

Genauso gefährlich sind tierische Fette wie Schweineschmalz oder Butter. Ersteres brauchen Sie noch nicht einmal als Brotaufstrich zu sich zu nehmen. Es ist unter anderem auch (für Sie unsichtbar) in Leberwurst enthalten. Je mehr Sie davon essen, umso mehr schlechtes LDL-Cholesterin ist in Ihrem Blut enthalten. Außerdem sorgen die tierischen Fette dafür, dass sich unerwünschte Pfunde an Hüften und Bauch anlagern. Und Übergewicht ist auf Dauer Gift für Ihr Herz.

Im Gegensatz dazu: Das richtige Öl

Dennoch dürfen Sie natürlich nicht ganz auf Fett und Öl verzichten. Wir wissen heute, dass die Praxis der 70er- und 80er-Jahre falsch war. Damals wurde Herzkranken nahegelegt, sich so fettarm wie möglich zu ernähren. Viel wichtiger ist es, dass Sie die richtigen Fette zu sich nehmen. Folgen Sie der Mittelmeer-Ernährung, also ein sparsamer Gebrauch von Olivenöl, dazu Fisch und gedünstetes Gemüse, können Sie Ihr Herzinfarkt-Risiko um bis zu 40 Prozent senken.

Grund dafür sind die einfachen ungesättigten Fettsäuren, die nicht nur in Olivenöl, sondern auch in Raps- und Walnussöl enthalten sind. Diese schützen nicht nur vor Infarkten, sondern auch vor dem vorzeitigen Herztod.

Hierauf sollten Sie beim Einsatz von Öl achten

  •  Auf die richtige Menge kommt es an. Insgesamt sollten Sie nicht mehr als 60 Gramm Fett pro Tag zu sich nehmen. Über die Hälfte können Sie durch Pflanzenöle Ihrer Mahlzeit hinzufügen. Wissen Sie nicht, woran Sie sparen sollen? Hier bieten sich die tierischen Fette an. Drei Teelöffel Butter entsprechen rund 20 Gramm Fett. Achten Sie auch auf versteckte Fette aus Schokolade, feiner Wurst oder Eiern.
  • Die Variation ist wichtig. Bleiben Sie nicht stur bei einem Öl. Wechseln Sie zum Beispiel zwischen Raps-, Oliven- und Walnussöl.
  • Power für Ihr Herz. Jeden Tag sollten Sie rund 10 Gramm (einen Teelöffel) Leinöl zu sich nehmen. Es enthält viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die Ihr Herz schützen. Zudem ist in Pflanzenölen viel Vitamin E enthalten. Das lagert sich in Ihrem Körper an. Hier vertreibt es Sauerstoff-Radikale und schützt Sie so vor Zellschäden.
  • Achten Sie auf die Qualität. Kaufen Sie kaltgepresste Öle. Nur in diesen sind unzählige Stoffe enthalten, zum Beispiel Vitamine und Antioxidantien. Bei den anderen Ölen sind sie durch die Wärmeeinwirkung verloren gegangen. Sie können das Fett, das in Ihrem Blut zirkuliert, davor schützen, dass es ranzig wird. Zudem verhindern sie, dass sich Kalk an den Arterienwänden ablagert.
  • Pflanzenöle gleichen kleine Sünden aus. Tierische Fette sind eine ergiebige Quelle für schlechtes LDL-Cholesterin. Vermeiden Sie sie daher, wo Sie nur können. Greifen Sie lieber zu pflanzlichen Ölen. Wenn Sie Oliven-, Raps- oder Walnussöl verzehren, können Sie übrigens gelassen mit kleinen Fehltritten umgehen.
  • Öl und Fettsäuren einmal anders. Es muss nicht immer das pure Öl sein, denn auch manche Lebensmittel liefern Ihnen echten Herzschutz. So können Sie gerne einmal auf Nussöl verzichten. Streuen Sie sich stattdessen rund 20 Gramm Nüsse über Ihr Müsli oder über Ihren Obstsalat. Auch wenn Sie Wild auf Ihren Speiseplan setzen, tun Sie Ihrem Herzen etwas Gutes. Wild enthält die gleichen herzschützenden Omega-3-Fettsäuren wie Leinöl. Dadurch werden Gewebehormone produziert, die Ihre Gefäße gesund erhalten.

Sie sollten Öle nicht nur innerlich als Nahrung anwenden. Gerade Olivenöl schützt nicht nur die Zellen Ihres Herzens, sondern auch die Ihrer Haut. Probieren Sie es aus: Ersetzen Sie Ihre normale Gesichts- und Körperpflege durch ein paar Tropfen Olivenöl. So wird Ihre Haut weich, glatt und weniger empfindlich gegen Krebs erregendes UV-Licht.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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