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Kokosöl: Inhaltsstoffe und Wirkung des alternativen Fettes

Kokosöl gilt als der neue Geheimtipp, wenn es um Schönheit und eine schlanke Linie geht. Manche Sternchen und Models verkünden bereits, dass sie sich einen Tag ohne das alternative Öl nicht vorstellen können. In den USA ist es inzwischen schon ein Trend, „Fat Water“ zu trinken. Dabei handelt es sich um Wasser mit Kokosöl in verschiedenen Geschmacksvarianten. Das soll, so verspricht es Ihnen die die Werbung, „gesund sein und die Fettpölsterchen purzeln lassen“. Dass das wirklich so ist, bezweifeln Ernährungswissenschaftler allerdings.

Kokosöl ist das Pflanzenöl aus der Frucht der Kokospalme. Gewonnen wird das Öl aus dem zerkleinerten, getrockneten und in Ölmühlen gepressten Fruchtfleisch der Kokosnuss. Das so gewonnene Öl besteht zu 99 Prozent aus in Triglyceriden gebundenen, gesättigten Fettsäuren. Außerdem enthält es Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Aminosäuren.

Was steckt wirklich in Kokosöl?

Das weiße Fleisch der Kokosnuss ist sehr fetthaltig und besteht zu rund 60 Prozent aus Fett. Ihr Öl ist reich an mittelkettigen Fettsäuren (MCT; middle chain triglycerides). Dazu zählt auch die Laurinsäure, die im Fokus der Wissenschaft steht: Inzwischen gibt es einige Studien, welche die positiven Wirkungen der Laurinsäure aus dem Kokosöl bestätigen. Unter anderem soll sie antibakteriell wirken und einen positiven Einfluss auf das Herzkreislaufsystem sowie erhöhte Cholesterinwerte haben.


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Allerdings: Der Forschungsbedarf ist noch groß. Das gilt vor allem auch für die Frage, ob Kokosöl schlank macht, denn auch das wird immer wieder behauptet. Wenn Sie mögen, können Sie es ab und zu bei der Zubereitung Ihrer Speisen einsetzen. Aber erwarten Sie nicht, dass der Zeiger Ihrer Waage dadurch weiter nach links wandert. Greifen Sie bei Durst einfach zu Wasser: Das ist billiger und hat null Kalorien, während das „Fettwasser“ ähnlich zu Buche schlägt wie eine Schorle, die zur Hälfte aus Saft besteht. Sollen Ihre Pfunde purzeln, dann hilft nur eins: Kalorien sparen und mehr bewegen.

Kann Kokosöl Ihnen beim Abnehmen helfen?

Worauf basiert die Annahme, mit Kokosöl könne man an Gewicht verlieren? Die mittelkettigen Triglyceride des Kokosöls werden anders vom Organismus verarbeitet als alle anderen Fette. Sie werden von der Leber aufgenommen, benötigen für ihre Verdauung keine Gallenflüssigkeit und werden schließlich in Ketone umgewandelt. Diese Ketone geben dem Organismus Energie und werden nicht in den Fettdepots des Körpers eingelagert. Gleichzeitig wird die Funktion der Schilddrüse angekurbelt, wodurch der gesamte Energiestoffwechsel auf Trab gebracht wird. Wenn Sie auf mehr Bewegung achten und sich kalorienbewusst ernähren, kann Kokosöl Sie durchaus dabei unterstützen, ein Zuviel an Gewicht zu reduzieren. Es ist allerdings kein Wundermittel.

Kokosöl vertreibt Viren, Bakterien und Pilze

Die keimtötende Wirkung verdankt das Kokosöl in erster Linie seinen mittelkettigen Fettsäuren (Triglyceriden). Dabei können Sie das Öl sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Die Laurinsäure, die mit etwa 50 Prozent der stärkste Vertreter der Fettsäuren im Kokosöl ist, bekämpft speziell Herpesviren und Kariesbakterien. Dazu löst die Fettsäure die äußere Hülle auf, wodurch die Keime inaktiv werden. Die Caprinsäuren haben sich besonders gegen Pilze wie Candida albicans oder gegen Chlamydien bewährt. Hierzu wird das Öl auf die infizierten Stellen aufgetragen.

Profitieren Sie bei grippalen Infekten von den Wirkungen

Erkältungen und grippale Infekte haben kaum eine Chance, wenn Sie sich mit Kokosöl schützen. Schon ein Teelöffel pro Tag stärkt Ihre Immunabwehr und hält die Viren fern. Wenn es Sie schon erwischt hat und der Hals schmerzt, hilft Ihnen das Öl, Halsschmerzen zu lindern und sich schneller von der Erkältung zu erholen. Rühren Sie dazu einen Teelöffel Kokosöl in eine Tassen warmen Tee ein und fügen Sie etwas Honig hinzu. Trinken Sie davon pro Tag ein bis zwei Tassen in kleinen Schlucken.


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Die Wirkung auf Ihre Blutfettwerte

Kokosöl enthält sehr viele gesättigte Fettsäuren und genau diese Fettsäuren erhöhen Ihr Risiko für Fettstoffwechselstörungen. Ein hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren wirkt sich nachteilig auf Ihre Blutfettwerte und den Cholesterinspiegel aus. Kokosöl wird aufgrund seines hohen Anteils an Laurinsäure gelobt. Tatsächlich führt die Laurinsäure zu einer Erhöhung des HDL-Cholesterins, des „guten“ Cholesterins. Kokosöl enthält aber auch andere Fettsäuren, die das LDL-Cholesterin erhöhen, was wiederum ungünstig für die Blutfettwerte ist.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bewertet das Verhältnis der Fettsäuren im Kokosöl als ungünstig. Die Ernährungsexperten raten Ihnen dazu, Kokosfett ähnlich wie tierische Fette oder Palmfett nur in Maßen zu genießen. Wissenschaftlich konnte Kokosöl bisher nicht abschließend bewertet werden. Es ist also noch nicht geklärt, ob ein regelmäßiger Genuss die Gesundheit fördert.

Das bewirkt das gesunde Öl

  • Immunsystem: Die Laurinsäure des Kokosöls wird im Körper zu Monolaurin umgewandelt. Diese Substanz schützt vor Viren und Bakterien, gleichzeitig wird das Immunsystem gestärkt.
  • Gehirn: Die mittelkettigen Fettsäuren (MTC von medium chain triglycerides) nutzt das Gehirn als Energiequelle nachdem sie in der Leber zu Ketonen umgewandelt worden sind. Dadurch liefert das Kokosöl dem Gehirn schnell verfügbare Ennergie.
  • Herz-Kreislauf-System: Die ungesättigten Kokosöl-Fettsäuren erhöhen das schädliche LDL-Cholesterin nicht und wirken erhöhten Cholesterinwerten entgegen. Schäden an den Gefäßwänden werden durch die Fette repariert.
  • Haut: Kokosöl liefert Feuchtigkeit und hält die Haut geschmeidig. Äußerlich angewendet unterstützt es die Behandlung bei Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne und Ekzemen.
  • Haare: Regelmäßig in die Kopfhaut einmassiert, fördert das Öl ein gesundes Haarwachstum, wirkt Schuppenbildung entgegen und repariert Haarschäden.
  • Infektionen: Das Öl bildet bei Infektionen der Haut eine schützende Schicht, die Entzündungen schneller heilen lässt. Bei Halsentzündungen, Grippe oder Herpes-Infektionen kann es die verursachenden Keime abtöten.
  • Zähne und Zahnfleisch: Aufgrund seiner keimtötenden Wirkung kann Kokosöl der Entstehung von Karies und Parodontitis entgegenwirken. Mischen Sie dazu beim Zähneputzen einfach ein paar Tropfen Öl mit Ihrer Zahncreme.

So greifen Sie in die gesunden Fetttöpfchen

Auf Ihren gesunden Speiseplan gehören besonders die „ungesättigten Fettsäuren“. Das sind zum Beispiel Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Omega-3-Fette stecken in Rapsöl, Nüssen, Leinsamen, Feldsalat, fettreichem Fett (beispielsweise Makrele, Hering oder Lachs) und Eigelb. Gute Quellen für Omega-6-Fettsäuren sind zum Beispiel in Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl. Die Omega-Fettsäuren sind gesund und lebensnotwendig. Kokosöl können Sie ohne Bedenken auch ab und zu in Ihren Speiseplan einbauen, jedoch ist der tägliche und ausschließliche Konsum nicht optimal.

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