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Kokosöl: Inhaltsstoffe und Wirkung des alternativen Fettes

Kokosöl gilt als der neue Geheimtipp, wenn es um Schönheit und eine schlanke Linie geht. Manche Sternchen und Models verkünden bereits, dass sie sich einen Tag ohne das alternative Öl nicht vorstellen können.

In den USA ist es inzwischen schon ein Trend, „Fat Water“ zu trinken. Dabei handelt es sich um Wasser mit Kokosöl in verschiedenen Geschmacksvarianten. Das soll, so verspricht es Ihnen die die Werbung, „gesund sein und die Fettpölsterchen purzeln lassen“. Dass das wirklich so ist, bezweifeln Ernährungswissenschaftler allerdings.

Was steckt wirklich in Kokosöl?

Das weiße Fleisch der Kokosnuss ist sehr fetthaltig und besteht zu rund 60 Prozent aus Fett. Ihr Öl ist reich an mittelkettigen Fettsäuren (MCT; middle chain triglycerides). Dazu zählt auch die Laurinsäure, die im Fokus der Wissenschaft steht: Inzwischen gibt es einige Studien, welche die positiven Wirkungen der Laurinsäure aus dem Kokosöl bestätigen. Unter anderem soll sie antibakteriell wirken und einen positiven Einfluss auf das Herzkreislaufsystem sowie erhöhte Cholesterinwerte haben.


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Allerdings: Der Forschungsbedarf ist noch groß. Das gilt vor allem auch für die Frage, ob Kokosöl schlank macht, denn auch das wird immer wieder behauptet. Wenn Sie mögen, können Sie es ab und zu bei der Zubereitung Ihrer Speisen einsetzen. Aber erwarten Sie nicht, dass der Zeiger Ihrer Waage dadurch weiter nach links wandert. Und Achtung: Von zu viel MCT muss man viel: auf die Toilette. Trinken Sie weder MCT- noch andere Fette. Greifen Sie bei Durst einfach zu Wasser: Das ist billiger und hat null Kalorien, während das „Fettwasser“ ähnlich zu Buche schlägt wie eine Schorle, die zur Hälfte aus Saft besteht. Sollen Ihre Pfunde purzeln, dann hilft nur eins: Kalorien sparen und mehr bewegen.

So wirkt Kokosöl auf die Blutfettwerte

Kokosöl enthält sehr viele gesättigte Fettsäuren, der Anteil liegt bei 90 Prozent. Genau diese Fettsäuren erhöhen Ihr Risiko für Fettstoffwechselstörungen. Ein hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren wirkt sich nachteilig auf Ihre Blutfettwerte und den Cholesterinspiegel aus. Kokosöl wird aufgrund seines hohen Anteils an Laurinsäure gelobt. Tatsächlich führt die Laurinsäure zu einer Erhöhung des HDL-Cholesterins, des „guten“ Cholesterins. Kokosöl enthält aber auch andere Fettsäuren, die das LDL-Cholesterin erhöhen, was wiederum ungünstig für die Blutfettwerte ist.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bewertet das Verhältnis der Fettsäuren im Kokosöl als ungünstig. Die Ernährungsexperten raten Ihnen dazu, Kokosfett ähnlich wie tierische Fette oder Palmfett nur in Maßen zu genießen. Wissenschaftlich konnte Kokosöl bisher nicht abschließend bewertet werden. Es ist also noch nicht geklärt, ob ein regelmäßiger Genuss die Gesundheit fördert.

So greifen Sie in die gesunden Fetttöpfchen

Auf Ihren gesunden Speiseplan gehören besonders die „ungesättigten Fettsäuren“. Das sind zum Beispiel Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Omega-3-Fette stecken in Rapsöl, Nüssen, Leinsamen, Feldsalat, fettreichem Fett (beispielsweise Makrele, Hering oder Lachs) und Eigelb. Gute Quellen für Omega-6-Fettsäuren sind zum Beispiel in Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl. Die Omega-Fettsäuren sind gesund und lebensnotwendig. Kokosöl können Sie ohne Bedenken auch ab und zu in Ihren Speiseplan einbauen, jedoch ist der tägliche und ausschließliche Konsum nicht optimal.

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