Obst und Gemüse: Äpfel stärken die Gesundheit
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Dass ein Apfel pro Tag den Arzt fernhält, ist nicht nur ein altes Sprichwort. Wir Ärzte wissen heute, wie wirksam Äpfel sind, wenn es darum geht, Ihre Gesundheit zu stärken. Dennoch gehören die Früchte zum vernachlässigten Obst - rund 50 Gramm verzehrt jeder Deutsche pro Tag im Durchschnitt. Ein Apfel wiegt aber rund 170 Gramm. Und den sollten Sie mindestens essen - Ihr Körper wird sich darüber freuen.
Heute kennen die Wissenschaftler immerhin 300 verschiedene Wirkstoffe, die in einem Apfel stecken. Und längst sind noch nicht alle erforscht. Was wir aber wissen: Es ist das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe, das den Apfel so gesund macht. Allerdings ist die Zusammensetzung von Vitaminen und Pflanzenstoffen von Sorte zu Sorte verschieden. Wechseln Sie daher ab und zu einmal die Apfelsorte, dann versorgen Sie sich optimal.
Bringen Sie Abwechslung in Ihren Obstkorb
Rotbackige Äpfel zum Beispiel sind bekannt für Ihren Gehalt an Anthozyanen. Diese Farbpigmente in roten (und blauen) Früchten fangen freie Radikale und tragen damit dazu bei, dass Ihre Körperzellen nicht angegriffen und zerstört werden. Das bietet Ihnen Schutz vor Herzinfarkt und Krebs. Wählen Sie zum Beispiel einen Red Delicious, dann wirkt er sich vor allem auf Ihre Darm- und Lebergesundheit aus: Er reduziert Darmkrebszellen um 43 % und Leberkrebszellen um 57 %. Und das viele Vitamin C, das in jedem Apfel enthalten ist, stärkt Ihr Immunsystem, verhindert aber auch schädliche Oxidationsprozesse in Ihrem Körper.
Die Sorten Braeburn oder Boskop dagegen haben den höchsten Vitamin-C-Gehalt.
Der Kalziumgehalt ist bei allen Apfelsorten gleich hoch. Da es aber, wie schon gesagt, gerade beim Apfel auf die Zusammenwirkung aller Stoffe ankommt, möchte ich Ihnen keinen besonders empfehlen. Probieren Sie sich durch das rot-, gelb- und grünbackige Angebot, und stellen Sie sich Ihr persönliches Apfelsortiment zusammen mit den Sorten, die Ihnen am besten schmeckt.
Dennoch ein spezieller Tipp von mir: Essen Sie gezielt „alte“ Apfelsorten. Diese haben so schöne und ungewöhnliche Namen wie Purpurroter Cousinot, Schafsnase oder Schöner aus Herrenhut. Sie erhalten diese Sorten im Bioladen. Sie enthalten nicht nur die wertvollen Apfelinhaltsstoffe, sondern schmecken auch besonders gut.
Geriebener Apfel: Nicht nur bei Durchfall zu empfehlen
Kinder bekommen bei Durchfall geriebene Äpfel zu essen. Mein Tipp: Das sollten Sie als Erwachsener auch öfter einmal auf Ihren Speiseplan setzen, auch wenn es nicht gerade appetitlich aussieht. Denn so können die Ballaststoffe Pektin und Zellulose, die im Apfel enthalten sind, erst richtig aktiv werden. Gerade Pektin macht sich dann im Darm nützlich, quillt dort auf und nimmt giftige Stoffe, Schlacken und auch Bakterien auf. Diese werden dann rasch dem Ausscheidungsprozess zugeführt. Geben Sie einen Spritzer Zitrone über den Apfel, wird er auch nicht so unansehnlich braun.
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