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Kirschen: Ein leckerer und gesunder Sommergenuss

Kirschen zählen zum Steinobst und gehören zur Familie der Rosengewächse. Sie haben ihren Ursprung im kleinasiatischen Küstengebiet des Schwarzen Meeres und wurden von römischen Soldaten nach Mitteleuropa gebracht.

Die Sortenvielfalt der Kirschen ist groß und man kann grob Süß- und Sauerkirschen unterscheiden. Süßkirschen gibt es von gelb über hellrot bis hin zu fast schwarzem Rot. Als erstes sind ab Juni die Herzkirschen reif, später dann die festfleischigeren Knorpelkirschen.

Wenn die letzten Süßkirschen geerntet sind, werden die Sauerkirschen reif. Die bekanntesten Sorten sind die Schattenmorellen und die Weichselkirschen. Die gesunden Inhaltsstoffe sind bei allen Kirschsorten gleich, der Unterschied liegt lediglich im Fruchtsäuregehalt.

Die entzündungshemmende Wirkung ist nachgewiesen

Forscher der Oregon Health and Science Universität in Portland im US-Bundesstaat Oregon fanden heraus, dass Sauerkirschen chronische Entzündungen lindern können. Zu dieser Erkenntnis kamen die Wissenschaftler nach einer kleinen Studie mit 20 Frauen, die an entzündlicher Arthrose litten.

Über drei Wochen tranken diese Frauen täglich zwei Gläser Weichselkirschsaft. Anschließende Untersuchungen im Labor zeigten, dass sich die Entzündungsmarker im Blut verringert hatten. Am meisten hatten die Frauen von dem Kirschsaft profitiert, deren Entzündungswerte zu Beginn der Studie sehr hoch waren.

Die entzündungshemmende Wirkung führen die Forscher auf die Anthocyane in den Kirschen zurück. Diese Farbstoffe hemmen unter anderem auch die Ausschüttung der entzündungsfördernden Prostaglandine.

Studie belegt: Weniger Gichtanfälle durch Kirschen

Gichtanfälle kommen unerwartet und sind für die Betroffenen mit qualvollen Schmerzen verbunden. Forscher der Universität in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts konnten nun nachweisen, dass schon eine Handvoll Kirschen am Tag die Anfallhäufigkeit bei Gicht-Patienten senken kann.

An der Bostoner Studie hatten 633 Patienten teilgenommen. Die Auswertung der Daten zeigte, dass sich das Risiko für eine Gichtattacke um 35 Prozent senken ließ, wenn die Probanden an den zwei vorangegangenen Tagen Kirschen gegessen hatten. Als optimal hatte sich hier eine Menge von 10 bis 12 Kirschen pro Tag erwiesen.

Die Forscher meinen nun, dass die vor Gicht schützende Wirkung zum einen ebenfalls auf dem entzündungshemmenden Effekt der Anthocyane beruhe. Darüber hinaus würden die Kirschen aber auch die Produktion von Harnsäure hemmen, die ja die Ursache für die schmerzhaften Attacken ist.

Eine spezielle Sauerkirsche hilft gegen Schlafprobleme

Wissenschaftler der Northumbria Universität in Newcastle (Großbritannien) haben die Wirkung der Montmorency-Sauerkirsche auf das Schlafverhalten in mehreren Studien untersucht.

Dabei zeigte sich, dass Probanden, die den Saft dieser Sauerkirsche oder einen Extrakt daraus getrunken hatte, länger schliefen (durchschnittlich 40 Minuten) und einen erholsameren Schlaf hatten als die Placebo-Gruppen. Die schlaffördernde Wirkung der Montmorency-Kirsche liegt in ihrem recht hohen Gehalt an Melatonin. Dieses Hormon wird auch als „Schlafhormon“ bezeichnet, denn es regelt unsere Schlafdauer und -tiefe.

Wenn Sie auf natürliche Weise Ihren Schlaf verbessern möchten, sollten Sie den Sauerkirschsaft einmal ausprobieren. Ein bis zwei Esslöffel von dem Konzentrat eine Stunde vor dem Zubettgehen eingenommen, hat sich hier bewährt. Den Saft erhalten Sie für etwa 30 Euro in der Apotheke oder über den Internethandel.

Kirschen können auch beim Abnehmen helfen

Kirschen sind zwar kein Wundermittel zum Abnehmen, aber sie bremsen den Appetit und machen satt. Schon eine Handvoll Kirschen reicht aus, um ein Sättigungsgefühl zu erzielen. Außerdem werden Stoffwechselschlacken schneller aus dem Körper ausgeschieden.

Gleichzeitig binden die Farbstoffe in den Kirschen die mit der Nahrung aufgenommenen Fette im Magen und im Darm. Dadurch gelangen weniger Fette über die Magen- und Darm-Schleimhaut ins Blut. Wenn Sie ein paar Pfunde abspecken oder Ihr Gewicht stabilisieren möchten, sind Kirschen eine gute Unterstützung und ein gesunder, kalorienarmer Snack.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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