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Im Sommer frisch auf den Tisch: Dieses Obst regt Ihre Verdauung an und schützt Ihren Darm

Jetzt im Frühsommer wird es wieder bunt auf dem Markt und in den

Eine Schale mit Erdbeeren und ein Glas Joghurt© PhotoSG - Fotolia
Obst-Abteilungen. Das Sommerobst ist da. Es ist nicht nur lecker, sondern auch besonders gesund – und es kann Ihnen bei einem häufigen Alltagsproblem helfen: Es regt gezielt Ihre Verdauung an und stärkt Ihren Darm. Ich stelle Ihnen hier einige dieser leckeren Verdauungshelfer vor und erkläre Ihnen, was das Obst so wertvoll für Sie macht.

Verdauungsprobleme treffen jeden Menschen einmal. Gerade nach falschem oder ungewohntem Essen kann es leicht zu Verstopfung kommen. Auch im Alter kommt es öfter mal zu Verdauungsproblemen. Denn der Darm wird im Alter naturgemäß träger. Dennoch sollten Sie in keinem Fall eigenhändig zu Abführmitteln greifen. Damit manövrieren Sie sich in einen Teufelskreis: Ihr Darm wird dadurch noch träger, ohne die Mittel haben Sie dann überhaupt keinen Stuhlgang mehr. Dabei liegt die Lösung für Ihre Verdauungsprobleme direkt vor Ihrer Nase: an der Obsttheke.

Sommerobst – besonders reich an Ballaststoffen

Es gibt kein besseres Mittel gegen Verdauungsprobleme als Sommerobst. Denn es ist besonders reichhaltig an Ballaststoffen – im Gegensatz zu anderen Obstsorten. Quellstoffe regen die Darmbewegungen an und befördern so den verdauten Nahrungsbrei weiter. Aber Vorsicht: Das funktioniert nicht von selbst. Damit die Ballaststoffe auch wirken können, müssen Sie regelmäßig und viel trinken. Nur dann können die Stoffe auch aufquellen.

Vor allem rotes Obst stärkt Ihren Darm

Ein weiterer Verdauungshelfer ist die rote Farbe vieler Sommerobst-Sorten. Hierbei handelt es sich nämlich um bestimmte Farbstoffe, die dafür sorgen, dass das Vitamin C im Darm zu einem antioxidativ wirksamen Stoff umgebaut wird. Er kann hier Zellschäden und Veränderungen an der Darmflora verhindern. Ähnlich wichtig sind auch die Anthocyane, sekundäre Pflanzenstoffe, die zum Beispiel besonders viel in Kirschen enthalten sind. Auch sie wirken antioxidativ. Sie sorgen für eine rasche Neubildung von Leberzellen und regen den Leberstoffwechsel an. Indem sie die Produktion von Galle fördern, wird durch sie die Darmtätigkeit ebenfalls verbessert.

Hinzu kommen zahlreiche Enzyme aus dem Sommerobst, die die Verdauung anregen und den Abtransport von Giftstoffen verbessern. Außerdem noch Vitamine und Stoffe wie Gerbsäure, die ebenfalls Ihre Verdauung fördern.

Ihre wichtigsten Verdauungshelfer aus dem Obstgarten

Ich möchte Ihnen hier die wichtigs­ten Sommerobstsorten vorstellen, die Ihnen neben verdauungsfördernden Stoffen auch viele Vitalstoffe liefern. Diese, wie z. B. Mangan oder Kalium, eignen sich gerade im Sommer perfekt zum Ausgleich des Wasserhaushalts in Ihrem Körper und schützen Sie so vor Austrocknung.

  • Kirschen. Sie sind reich an Ballaststoffen und Vitamin C. Daneben enthalten sie Kalium, Eisen und Molybdän sowie die antioxidativ wirkenden Anthocyane. Vorsichtig sollten Sie sein, wenn Sie sehr viele Kirschen essen – die Ballaststoffe können zu Blähungen führen. Wählen Sie aber immer frische Kirschen – verarbeitete Früchte weisen nicht so viel Vitamin C auf. Übrigens: Kennen Sie noch den alten Satz, dass Sie nach dem Genuss von Kirschen kein Wasser trinken sollen? Das ist überholt. Denn die Beschwerden, die damals auftraten, rührten daher, dass das Wasser nicht sauber war – die Kirschen hatten damit nichts zu tun.
  • Marillen. Marillen liefern in ihrer Schale sehr viele Ballaststoffe. Außerdem hat dieses Obst den Vorteil, dass Sie es lange lagern können: Gepflückte Marillen reifen noch nach, ohne dabei den Gehalt an Vitaminen zu verlieren. Das Gleiche gilt für getrocknete Marillen, auch die sind noch sehr vitaminreich.
  • Erdbeeren. Die roten Früchtchen bringen Ihnen viel Vitamin C, das Ihre Darmflora schützt. Kleine, aber positive Nebenwirkung: Durch die große Menge an Folsäure, die sie enthalten, machen die Erdbeeren gute Laune. Allerdings gilt das nur für frische Erdbeeren. Nach bis zu zwei Tagen verlieren sie sowohl Aroma als auch Vitamingehalt. Das Gleiche gilt für eingefrorene Erdbeeren.Aber Achtung: Sind Sie Allergiker, probieren Sie Erdbeeren vorsichtig aus. Die Früchte enthalten viel Histamin und können schnell eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hervorrufen.
  • Heidelbeeren. Die Früchte, die tatsächlich auch Beeren sind (Erdbeeren und Himbeeren sind dagegen Samenfrüchte), enthalten viele Gerbstoffe und Phenolsäure, beides gute Verdauungshelfer. Ihr großer Vorteil: Sie lassen sich bis zu drei Wochen im Kühlschrank aufbewahren, ohne dass sie ihre Inhaltsstoffe verlieren.
  • Johannisbeeren. Sie sind reich an Vitamin C, aber auch an Kalium, Eisen und Mangan. Geht es Ihnen um die verdauungsfördernde Wirkung durch Vitamin C, sollten Sie zur schwarzen Johannisbeere greifen. Ihr Gehalt ist deutlich höher als bei den roten. Generell sind Johannisbeeren leckeres Obst für warme Tage. Sie sind nicht so süß wie anderes Sommerobst und daher sehr erfrischend.
  • Himbeeren. Auch sie enthalten viel Vitamin C, Eisen und Mangan. Ihr Geschmack ist sehr süß und saftig. Der Nachteil aber ist, dass sie sehr empfindlich auf Druck reagieren und rasch verderben. Daher sollten Sie sie möglichst noch am Ernte- oder zumindest Einkaufstag essen. Allerdings können Sie Himbeeren sehr gut einfrieren. Mein Tipp: Nutzen Sie dafür das Obst-Tablett, über das eigentlich jeder Gefrierschrank verfügt, oder aber ein Tortenboden-Backblech. Erst wenn die Früchte gefroren sind, geben Sie sie in einen Becher. So vermeiden Sie, dass sie nicht verklumpen.

Leckere Säfte bewahren das Sommeraroma

Wollen Sie sich das Sommeraroma längerfristig bewahren? Dann nutzen Sie doch den Entsafter. Beeren können Sie im Ganzen verwenden, größere Früchte sollten Sie halbieren oder vierteln. Dann kochen Sie das Obst so lange, bis sich im unteren Teil des Entsafters Saft befindet. Diesen können Sie in Flaschen abfüllen und einige Wochen aufbewahren. Im Gegensatz zum Einkochen gehen hier die Vitamine nicht komplett verloren. Aus den Säften können Sie dann Gelee bereiten oder sie pur trinken. Füllen Sie sie in dunkle Flaschen und lagern Sie sie kühl. Sie können den Saft auch in Portionen einfrieren.

Der Vorteil Ihres selbst gemachten Saftes: Er enthält nur den Fruchtanteil, keinerlei Zuckerzusatz oder Konservierungsmittel. Der selbstgemachte Saft hält sich ungeöffnet im Kühlschrank bis zu 4 Wochen. Mein Tipp: Frieren Sie den Saft ein. So hält er sich bis zu zwei Jahren.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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