MenüMenü

Sommerobst: Schmeckt lecker und stärkt Ihre Verdauung

Im Frühsommer wird es wieder bunt auf dem Markt und in den Obst-Abteilungen: Das Sommerobst ist da. Es ist nicht nur lecker, sondern auch besonders gesund und es kann Ihnen bei einem häufigen Alltagsproblem helfen: Es regt gezielt Ihre Verdauung an und stärkt Ihren Darm.

Sommerobst© Arthur Braunstein - Fotolia

Sommerobst ist besonders reich an Ballaststoffen

Verdauungsprobleme treffen jeden Menschen einmal. Gerade nach falschem oder ungewohntem Essen kann es leicht zu Verstopfung kommen. Auch im Alter kommt es öfter mal zu Verdauungsproblemen, denn der Darm wird im Alter naturgemäß träger. Dennoch sollten Sie in keinem Fall eigenhändig zu Abführmitteln greifen. Damit manövrieren Sie sich in einen Teufelskreis: Ihr Darm wird dadurch noch träger und ohne die Mittel haben Sie dann überhaupt keinen Stuhlgang mehr. Dabei liegt die Lösung für Ihre Verdauungsprobleme direkt vor Ihrer Nase: an der Obsttheke.

Es gibt kein besseres Mittel gegen Verdauungsprobleme als Sommerobst. Denn es ist besonders reichhaltig an Ballaststoffen im Gegensatz zu anderen Obstsorten. Quellstoffe regen die Darmbewegungen an und befördern so den verdauten Nahrungsbrei weiter. Aber Vorsicht: Das funktioniert nicht von selbst. Damit die Ballaststoffe auch wirken können, müssen Sie regelmäßig und viel trinken. Nur dann können die Stoffe auch aufquellen.

Vor allem rotes Obst stärkt Ihren Darm

Ein weiterer Verdauungshelfer ist die rote Farbe vieler Sommerobstsorten. Hierbei handelt es sich nämlich um bestimmte Farbstoffe, die dafür sorgen, dass das Vitamin C im Darm zu einem antioxidativ wirksamen Stoff umgebaut wird. Er kann hier Zellschäden und Veränderungen an der Darmflora verhindern.

Ähnlich wichtig sind auch die Anthocyane; sekundäre Pflanzenstoffe, die zum Beispiel besonders viel in Kirschen enthalten sind. Auch sie wirken antioxidativ. Sie sorgen für eine rasche Neubildung von Leberzellen und regen den Leberstoffwechsel an. Indem sie die Produktion von Galle fördern, wird durch sie die Darmtätigkeit ebenfalls verbessert. Hinzu kommen zahlreiche Enzyme aus dem Sommerobst, die die Verdauung anregen und den Abtransport von Giftstoffen verbessern. Außerdem noch Vitamine und Stoffe wie Gerbsäure, die ebenfalls Ihre Verdauung fördern.

Kirschen

Ihre wichtigsten Verdauungshelfer aus dem Obstgarten

Im Folgenden finden Sie die wichtigs­ten Sommerobstsorten, die Ihnen neben verdauungsfördernden Stoffen auch viele Vitalstoffe liefern. Diese, wie zum Beispiel Mangan oder Kalium, eignen sich gerade im Sommer perfekt zum Ausgleich des Wasserhaushalts in Ihrem Körper und schützen Sie so vor Austrocknung.


Was Sie bei Gicht essen und trinken dürfen!

Prima Checkliste gibt einen schnellen Überblick . . .

Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


  • Kirschen: Sie sind reich an Ballaststoffen und Vitamin C. Daneben enthalten sie Kalium, Eisen und Molybdän sowie die antioxidativ wirkenden Anthocyane. Vorsichtig sollten Sie sein, wenn Sie sehr viele Kirschen essen, denn die Ballaststoffe können zu Blähungen führen. Wählen Sie aber immer frische Kirschen; verarbeitete Früchte weisen nicht so viel Vitamin C auf. Kennen Sie noch den alten Satz, dass Sie nach dem Genuss von Kirschen kein Wasser trinken sollen? Das ist überholt. Die Beschwerden, die damals auftraten, rührten daher, dass das Wasser nicht sauber war; die Kirschen hatten damit nichts zu tun.
  • Marillen: Marillen liefern in ihrer Schale sehr viele Ballaststoffe. Außerdem hat dieses Obst den Vorteil, dass Sie es lange lagern können: Gepflückte Marillen reifen noch nach, ohne dabei den Gehalt an Vitaminen zu verlieren. Das Gleiche gilt für getrocknete Marillen, auch die sind noch sehr vitaminreich.
  • Erdbeeren: Die roten Früchtchen bringen Ihnen viel Vitamin C, das Ihre Darmflora schützt. Kleine, aber positive Nebenwirkung: Durch die große Menge an Folsäure, die sie enthalten, machen die Erdbeeren gute Laune. Allerdings gilt das nur für frische Erdbeeren. Nach bis zu zwei Tagen verlieren sie sowohl Aroma als auch Vitamingehalt. Das Gleiche gilt für eingefrorene Erdbeeren. Aber Achtung: Sind Sie Allergiker, probieren Sie Erdbeeren vorsichtig aus. Die Früchte enthalten viel Histamin und können schnell eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hervorrufen.
  • Heidelbeeren: Die Früchte, die tatsächlich auch Beeren sind (Erdbeeren und Himbeeren sind dagegen Samenfrüchte), enthalten viele Gerbstoffe und Phenolsäure, beides gute Verdauungshelfer. Ihr großer Vorteil: Sie lassen sich bis zu drei Wochen im Kühlschrank aufbewahren, ohne dass sie ihre Inhaltsstoffe verlieren.
  • Johannisbeeren: Sie sind reich an Vitamin C, aber auch an Kalium, Eisen und Mangan. Geht es Ihnen um die verdauungsfördernde Wirkung durch Vitamin C, sollten Sie zur schwarzen Johannisbeere greifen. Ihr Gehalt ist deutlich höher als bei den roten. Generell sind Johannisbeeren leckeres Obst für warme Tage. Sie sind nicht so süß wie anderes Sommerobst und daher sehr erfrischend.
  • Himbeeren: Auch sie enthalten viel Vitamin C, Eisen und Mangan. Ihr Geschmack ist sehr süß und saftig. Der Nachteil aber ist, dass sie sehr empfindlich auf Druck reagieren und rasch verderben. Daher sollten Sie sie möglichst noch am Ernte- oder zumindest Einkaufstag essen. Allerdings können Sie Himbeeren sehr gut einfrieren. Nutzen Sie dafür das Obst-Tablett, über das eigentlich jeder Gefrierschrank verfügt, oder aber ein Tortenboden-Backblech. Erst wenn die Früchte gefroren sind, geben Sie sie in einen Becher. So vermeiden Sie, dass sie nicht verklumpen.

Leckere Säfte bewahren das Sommeraroma

Wollen Sie sich das Sommeraroma längerfristig bewahren? Dann nutzen Sie doch den Entsafter. Beeren können Sie im Ganzen verwenden, größere Früchte sollten Sie halbieren oder vierteln. Dann kochen Sie das Obst so lange, bis sich im unteren Teil des Entsafters Saft befindet. Diesen können Sie in Flaschen abfüllen und einige Wochen aufbewahren. Hier gehen die Vitamine nicht komplett verloren. Aus den Säften können Sie dann Gelee bereiten oder sie pur trinken. Füllen Sie sie in dunkle Flaschen und lagern Sie sie kühl. Sie können den Saft auch in Portionen einfrieren.

Der Vorteil Ihres selbst gemachten Saftes: Er enthält nur den Fruchtanteil, keinerlei Zuckerzusatz oder Konservierungsmittel. Der selbstgemachte Saft hält sich ungeöffnet im Kühlschrank bis zu vier Wochen. Tipp: Frieren Sie den Saft ein. So hält er sich bis zu zwei Jahren.

Fruchtsäfte

Holen Sie sich die Kraft des Sommers ins Glas

Im Sommer sind die Früchte des Sommers richtig reif für das Glas. Das Haltbarmachen respektive das Einkochen von Obst und Gemüse beschert Ihnen nicht nur gesunde Vorräte. Diese schmecken auch besser als Gekauftes, Sie wissen, was drin steckt und sparen auch noch Geld dabei. In Zeiten wie diesen ist das nicht zu unterschätzen.

Beeren, Steinobst, Kräuter, Gemüse und Fleisch zu konservieren, beherrschten die Generationen vor uns noch aus dem Effeff. Auch heute gibt es keine bessere Art, preiswerte Angebote des Marktes sinnvoll zu nützen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen mehreren Methoden und Hilfsmitteln. Außerdem können Sie mehr denn je Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ob süß oder herzhaft: Durch eine ungewöhnlich Zutat verleihen Sie Großmutters traditionellen Rezept eine pfiffige moderne Note.

Früchte einkochen: So geht’s

Besonders geeignet zum Einkochen sind:

  • alle Früchte, die Sie nicht einfrieren können
  • Reineclauden, Mirabellen, Pfirsiche, Aprikosen, frühe, dicke und weichfleischige Pflaumen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen
  • alle Süßkirschen, Sauerkirschen, Stachelbeeren, Preiselbeeren

Essen ohne Kohlenhydrate?

Diese Lebensmittel sollten Sie dann meiden . . .

Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


Die wichtigsten Regeln des Einkochens: Die vorbereiteten Lebensmittel werden in Gläser, Flaschen oder Dosen (heute sehr selten, außer beim Wurstmachen) gefüllt, verschlossen und im Wasserbad erhitzt, sodass im Gefäß ein kurzer Überdruck entsteht. Die Luft entweicht, der Deckel mit der Gummidichtung saugt sich fest.

Eingekochtes Obst© zoryanchik - Fotolia

Weitere Vorteile:

  • Einmal geschlossene Gläser gehen so gut wie nie auf.
  • Das Einmachgut kann im eigenen Saft eingekocht werden.
  • Eingekochtes hält sich ohne Kühlung und kann prima transportiert werden.
  • Vieles hält sich jahrelang.
  • Das Eingemachte ist meist sofort verzehrfertig.

Ein Muss: Sauberkeit

Hygiene ist beim Einmachen das A und O. Verwenden Sie zum Einkochen und Einlegen nur säurebeständige Edelstahltöpfe, keine Alutöpfe. Alle Gläser, Einkochringe und Glasdeckel in heißem Spülwasser gründlich reinigen. Danach mit klarem kochenden Wasser abspülen, etwa indem Sie das saubere Spülbecken mit kochendem Wasser füllen und die Gläser kurz eintauchen.

Sie können die Gläser aber auch sterilisieren: Dazu lassen Sie die Gläser in einem Topf komplett mit Wasser bedeckt zehn Minuten lang sprudeln kochen. Dann mit der Öffnung nach unten auf einem sauberen Geschirrtuch austrocknen lassen. Danach die Gläser auf einem Geschirrtuch aus dem Backblech mit der Öffnung nach oben bei 80 Grad im Backofen trocken. Die Einkochringe kochen Sie zwei bis drei Minuten in sprudelndem Essigwasser. Heiß abspülen und bis zum Gebrauch im Wasser liegen lassen. Die Twist-off-Deckel werden für ein paar Sekunden in kochendes Wasser getaucht.

Diese Einmachhilfen stehen zur Verfügung

Wenn Sie selbst einmachen, entscheiden Sie, welchen Zucker, welches Süßungsmittel und vor allem wie viel davon Sie verwenden wollen. Das reduziert nicht nur die Kalorien, sondern ist vor allem auch für Diabetiker von allergrößtem Nutzen. Voraussetzung dafür ist der Einsatz von Geliermitteln und Einmachhilfen, die Sie auch im Bioladen oder Reformhaus erhalten. Die Entwicklung von Einmachprodukten hat das Einmachen wesentlich vereinfacht. Mit den verschiedenen Gelierhilfen können Sie viel schneller arbeiten als früher und damit die gesunden Inhaltsstoffe schonen. Sie brauchen zum Beispiel Marmelade nur noch einmal kurz aufzukochen. Früher musste sie stundenlang eingekocht wurde und von den Vitaminen blieb dann nicht mehr viel übrig.

Die Basis der Gelierhilfe in die natürliche Substanz Pektin. Sie ist in fast allen unreifen Früchten enthalten. Je unreifer die Früchte sind, desto mehr Pektin enthalten sie. Das Pektin in den Einmachhilfen stammt aus Äpfeln oder Zitrusfrüchten. Ebenso bahnbrechend war die Entwicklung von Gelierhilfen, mit denen sich der generelle Zuckeranteil senken lässt. Wenn Sie den Früchten beim Einkochen Gelierzucker oder Gelierpulver zufügen, verbindet sich das Pektin mit den Früchten zu einem Frucht-Zucker-Säure-Gemisch, das beim Erkalten immer fester wird, also geliert. Um festzustellen, ob beispielsweise Ihre Marmelade fest genug wird, sollten Sie die klassische Gelierprobe machen: Dafür geben Sie ein bis zwei Löffel Ihres Kochguts auf eine saubere, gut gekühlte Untertasse. Wird Ihre Fruchtmasse zäh und fest, haben Sie die richtige Zusammensetzung getroffen. Auch der Rest der Fruchtmasse wird die richtige Konsistenz bekommen. Bleibt die Masse dünn, müssen Sie diese länger kochen oder noch etwas Gelierzucker beziehungsweise Zitronensäure hinzugeben.

Heutige Angebote

  • Klassisches Gelierpulver oder Gelierzucker, bei denen Früchte und Zucker im Verhältnis 1:1 verwendet werden.
  • Gelierpulver oder Gelierzucker 2:1 und 3:1, mit denen Sie den Zuckeranteil entsprechend reduzieren können. Bei Gelierpulver können Sie nach Geschmack auch unterschiedliche Zuckersorten verwenden. Gelierpulver 3:1 eignet sich beispielsweise für eine Zubereitung mit Fruchtzucker, Sorbit oder Flüssigsüße, ist also für Diabetiker geeignet.
  • Diät-Gelierpulver kann mit Fruchtzucker verarbeitet werden und ist für Diabetiker gedacht.
  • Zitronensäure dient der geschmacklichen Abrundung und unterstützt den Geliervorgang.
  • Einmachhilfe verhindert vorzeitiges Verschimmeln und Gären von eingelegten Lebensmitteln.
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

Regelmäßig Informationen über Ernährung erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Dr. med. Michael Spitzbart. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!