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Hollywoodtrend „Green Smoothies“ – Was Sie über die Gemüse­getränke wissen sollten

Hollywood trinkt grün. Nein, nicht Pfefferminzlikör oder gar Absinth. Viele Stars und Sternchen schwören auf die so genannten „Green Smoothies“: vitalstoffreiche Gemüsegetränke. Sie schmecken nicht nur lecker, sondern sind auch sehr gesund. Allerdings sollten Sie dazu nicht einfach Fertiggetränke mit fragwürdigen Inhaltsstoffen wählen, sondern selbst zum Mixer greifen. Was Sie rund um diese leckeren Vitalstoff-­Getränke wissen sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.

Green Smoothies aus Gemüse© Marc Nicke - Fotolia

  1. In Hollywood gelten die „Green Smoothies“, also die grünen, cremigen Getränke, als wahres Schönheitselixier. Grund dafür sind die Inhaltsstoffe. Es handelt sich eben nicht, wie bei den Obst­- Smoothies, um stark gesüßte Getränke. Vielmehr enthalten sie mindestens 50 Prozent Gemüse. Dadurch sind sie reich an Vitalstoffen. Welche Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind, richtet sich natürlich ganz nach den verwendeten Gemüsesorten. Hinzu kommen Enzyme und Ballaststoffe, die Ihre Verdauung anregen, satt machen und den Körper in seinen Funktionen unterstützen. Noch ein Plus der Green Smoothies: Dadurch, dass sie maximal zur Hälfte aus Obst bestehen, ist der Fruchtzuckeranteil deutlich geringer als bei den Obst-Smoothies. So vermeiden Sie Heißhungerattacken und regen die Fettverbrennung Ihres Körpers an.
  2. Smoothies ohne Obst schmecken allerdings nicht. Dann haben Sie nur ein fades, langweiliges Getränk im Glas. Als Green-Smoothie-Neulinge sollten Sie die ersten Getränke aus 60 Prozent Obst und 40 Prozent Gemüse zusammenmischen. Nach und nach erhöhen Sie dann den Gemüseanteil und verringern die Menge Obst, die enthalten ist. So gewöhnen Sie sich an den Geschmack der Gemüse­drinks. Denken Sie übrigens an eines: Sie sollten nicht zu viele Zutaten in die Getränke geben. Je weniger Zutaten Sie wählen, desto weniger belasten Sie Ihren Darm.
  3. Green Smoothies sind sehr verträgliche Getränke – und genau das unterscheidet sie zum Beispiel von normaler Rohkost. Viele Menschen haben Probleme damit, rohes Gemüse zu verzehren. Magenschmerzen oder Verdauungsbeschwerden sind die Folge. Bei Green Smoothies ist das nicht der Fall. Grund dafür ist, dass Sie die Pflanzenbestandteile fein püriert zu sich nehmen. Dadurch werden sie viel schneller vom Körper aufgenommen, als wenn Sie sie in Normalform und -größe verzehren würden. So vermeiden Sie, dass es zu Völlegefühl oder Blähungen kommt. Vorsicht aber bei Gemüse, das Sie erst kochen müssen, bevor Sie es in den Mixer geben! Hierzu gehören unter anderem Kartoffeln, Artischocken, Auberginen, Brokkoli, Hülsenfrüchte und Spargel. Bei diesen Sorten kann es trotz Pürierens zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.
  4. Beim Herstellen eines Green Smoothies sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sie können Salate, Blattgemüse, Kräuter und grüne Kohlsorten verwenden. Da­rüber hinaus eignen sich auch die Blätter von Knollen- oder Wurzelgemüse für Ihr Getränk. Geben Sie doch einmal Möhren- oder Kohlrabiblätter mit in den Mixer. Sie schmecken nicht nur sehr gut im Getränk, sie liefern auch viel mehr Nährstoffe als die dazugehörigen Wurzelpflanzen, die wir eigentlich verzehren. Ein Beispiel: die Blätter der Roten Beete. Sie enthalten dreimal mehr Magnesium, neunmal so viel Kalzium, sechsmal so viel ­Vitamin C und sogar 40-mal so viel Vitamin E wie die Rote Beete selbst.
  5. Entscheidend ist, dass Sie zur Zubereitung das richtige „Werkzeug“ verwenden. Viele Menschen greifen automatisch zum Pürierstab. Natürlich können Sie hiermit Obst und Gemüse zu feinen Stückchen verarbeiten. Allerdings dauert das recht lange. Dabei entsteht durch den Pürierstab Wärme – und die bleibt nicht folgenlos. Sie strahlt auch auf die Zutaten ab. Dadurch kann ein Teil der durchaus hitzeempfindlichen Vitamine verloren gehen. Sie sollten daher auf jeden Fall zu einem guten Standmixer greifen. Damit können Sie die Pflanzenbestandteile in Sekundenschnelle zerkleinern. Füllen Sie den Mixbehälter ungefähr zur Hälfte mit Obst und Gemüse und gießen Sie einen halben Liter Wasser dazu.
  6. .Hartnäckig hält sich die Behauptung, dass auch in einen Green Smoothie Öl hineingehört. Ohne Öl können Sie angeblich die fettlöslichen Vitamine A, E, D und K nicht aufnehmen. Das stimmt so aber nicht. Sie verwenden für die Herstellung des Smoothies ganze Pflanzenbestandteile, je nach Sorte mit Schalen und Kernen. Hierin steckt genügend Fett, das Ihrem Körper die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine erleichtert. Je nach Obstanteil brauchen Sie Ihren Smoothie auch nicht zu süßen. Schmeckt er Ihnen dennoch zu bitter, greifen Sie nicht zu Zucker oder Süßstoff, sondern geben etwas Honig, Agavendicksaft oder Steviablätter mit in den Mixer.
  7. Sie können einen Green Smoothie theoretisch drei Tage lang im Kühlschrank aufbewahren. Allerdings hat das den Nachteil, dass er im Laufe dieser Zeit deutlich an Vitalstoffen verliert. Daher rate ich Ihnen von einer so langen Aufbewahrungszeit ab. Am besten wäre es, Sie bereiten Ihren Green Smoothie jedes Mal frisch vor dem Trinken zu. Wenn Sie wenig Zeit haben, können Sie auch morgens eine größere Menge Smoothie herstellen und über den Tag verteilt trinken.
  8. Ein Green Smoothie ist kein Getränk im eigentlichen Sinn. Vielmehr handelt es sich um eine kleine, vollwertige Obst- und Gemüsemahlzeit. Trinken Sie ihn daher nicht nebenbei zu einem Essen. Sie können ihn aber durchaus statt einer Mahlzeit zu sich nehmen – zum Beispiel indem Sie das zweite Frühstück durch den Smoothie ersetzen. Zwischen einem Green Smoothie und einer gekochten Mahlzeit sollten auf jeden Fall mindestens 30 Minuten liegen.
  9. Zur Herstellung eines Green Smoothie verwenden Sie nicht nur die Blätter bzw. das Fruchtfleisch. Vielmehr landen auch Strunk, Schale, Kerngehäuse und Stiel mit im Mixer. Daher sollten Sie das verwendete Obst und Gemüse sorgfältig auswählen sowie auf jeden Fall Bioware kaufen. Wählen Sie zudem einen Händler, der aus Ihrer Region kommt, und greifen Sie zu saisonalem Gemüse. So können Sie sicher sein, dass es relativ viele Vitamine und Mineralstoffe enthält. Jetzt im Winter ist es natürlich schwieriger, Obst und Gemüse frisch einzukaufen. Daher können Sie ersatzweise auf Tiefkühlprodukte zurückgreifen. Sie enthalten ebenfalls Vitalstoffe – wenn auch nicht ganz so viele wie frisches Obst.
  10. Sie können Ihren Smoothie so zusammenstellen, dass seine Inhaltsstoffe einen Zweck erfüllen. So können Sie Avocado zugeben, deren Inhaltsstoffe zu einer zarten Haut beitragen. Gurken regen die Entwässerung an, Paprika stärkt Ihre Abwehrkräfte, und Chili enthält Stoffe, die die Produktion von Glückshormonen im Körper ankurbeln. Stehen Sie unter Stress? Dann nehmen Sie Pfefferminz- und Lavendelblätter, Minze, Ingwer oder Rosmarin. Weichen Sie die Gewürze eine Viertelstunde lang in einem halben Liter Wasser ein, und geben Sie das Wasser und die Blätter an­schließend mit in den Mixer.
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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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