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Grapefruitsaft und Medikamente – Diese Mischung kann tödlich sein

Zitrusfrüchte haben jetzt wieder Hochkonjunktur. Bei uns gelten sie als Winterobst, dass uns nun das dringend benötigte Vitamin C liefert. Dieses hält das Immunsystem stark – nötig gerade jetzt, wo überall Infekte lauern.

Aber Zitrusfrüchte, gerade auch Grapefruits, sind nicht ungefährlich: Sie haben Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten. Diese können sogar lebensbedrohlich sein. Die Anzahl der betroffenen Medikamente hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Von 2008 bis 2012 stieg ihre Anzahl deutlich – inzwischen sind fast 100 Medikamente auf dem Markt, die zu Wechselwirkungen mit Grapefruits bzw. Grapefruitsaft führen können. Es handelt sich dabei um Krebsmittel, Infektionshemmer, Schmerzmittel oder Herz-Kreislauf-Medikamente.

Die Folgen der Wechselwirkungen sind teilweise sehr gefährlich. Es kann zu Herzrhythmusstörungen, aber auch Schäden des Knochenmarks oder Nierenproblemen kommen, auch Ödeme und Thrombosen sind möglich.

Der Grund dafür sind Furanocoumarine. Dabei handelt es sich um Stoffe der Grapefruit, die mit einem körpereigenen Enzym in Interaktion treten. Dies hat eigentlich zur Aufgabe, Medikamentenwirkstoffe zu zersetzen, so dass diese nicht in vollem Umfang in den Körper gelangen. Die Furanocoumarine der Grapefruit beschäftigend dieses Enzym aber so stark, dass mehr Wirkstoff als normal üblich aufgenommen wird. Gefährliche Überdosierungen sind die Folge.

Wenn Sie Medikamente nehmen müssen, sollten Sie auf Nummer sicher gehen, denn der Effekt kann auch noch nach Stunden eintreten. Verzichten Sie dann besser ganz auf Grapefruits.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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Alte Kommentare
  • Ilse Urschler schrieb am 28.11.2012, 12:38 Uhr

    Ich darf auch keine Grapefruit essen,da ich ein Medikament gegen Nierenabstoßung essen muß. Das wurde mir nach der Nierentransplantation geraten aber ohne sonstigen Kommentar.