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Gemüse einmal anders: Grüne Smoothies

Ein neuer Trend zur gesunden Ernährung setzt sich immer mehr durch: Grüne Smoothies sind eine Kombination aus püriertem grünem Blattgemüse und Früchten. Grüne Blattgemüse sind besonders reich an Mikronährstoffen und haben dadurch viele positive gesundheitliche Auswirkungen.

Was können die grünen Smoothies?

Die „Entdeckerin“ der grünen Smoothies, die Russin Victoria Boutenko, heilte alleine durch die kluge Wahl der Blattgemüse die verschiedensten Erkrankungen von Arthrose bis hin zu Asthma. Sie fand heraus, dass grüne Blattgemüse:

  • besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sind
  • eine basische Wirkung auf den Organismus haben
  • viele unlösliche Ballaststoffe enthalten
  • einen hohen Gehalt an Chlorophyll haben

Aufgrund dieser Eigenschaften und Inhaltsstoffe wirken die grünen Blattgemüse entsäuernd, entzündungshemmend, darm- und blutreinigend und stärken unser Immunsystem. Um von den positiven Wirkungen zu profitieren, sollten Sie pro Tag 500 g grünes Blattgemüse zu sich nehmen und eine komplette Mahlzeit durch einen grünen Smoothie ersetzen.

Die Zubereitung eines grünen Smoothies

Folgende Blattgemüse können Sie dazu verwenden:

  • Wildgemüse wie Löwenzahn oder Giersch
  • grünes Kulturgemüse wie Spinat, Mangold, Grünkohlblätter, Ruccola und alle Freilandsalate
  • Blätter von u. a. Karotten, Kohlrabi, Radieschen, Blumenkohl, Rote Beete
  • Kräuter wie Petersilie, Dill, Basilikum etc.

Pro Smoothie benötigen Sie etwa 150 g von den kleingeschnittenen Blättern des von Ihnen ausgewählten Gemüses. Diese pürieren Sie anschließend mit 200 ml Wasser oder frisch gepresstem Fruchtsaft ein bis zwei Minuten lang in einem Mixer. Durch das Pürieren werden wie beim sehr gründlichen Kauen die Mikronährstoffe besonders gut aufgeschlossen und werden so vom Organismus optimal verwertet.  Wenn Sie mögen, können Sie auch noch eine Banane oder einen kleingeschnittenen Apfel mit in den Mixer geben. Werden Sie einfach kreativ und probieren Sie immer wieder neue Mischungen aus.

Endlich schlank und fit mit grünen Smoothies?

Für die grünen Smoothies wandert vieles, was sonst auf dem Kompost landet, in Ihren Mixer: Schalen, Kerne und die Blätter von Kohlrabi oder Möhren. Das ist zunächst durchaus gesund für Ihren Körper. Aber wie so oft, kommt es auch hier auf die Menge an, die Sie verspeisen.

Inzwischen entwickelte sich der grüne Smoothie zu einem weltweiten Trend: Das Getränk ist unbestritten eine Vitaminbombe. Aber lässt es auch Ihre überflüssigen Pfunde purzeln? Schließlich enthält der Drink ja kein Fett, so die Befürworter der Smoothie-Diät. Es gibt Diäten, die Ihnen vorschreiben, dass Sie über zehn Tage nur grüne Smoothies trinken. Aber Vorsicht: Jede Form von einseitiger Ernährung hat auch ihre Risiken: Sie setzen sich der Gefahr einer Mangelernährung aus.

Vorsicht vor Eiweißmangel beim Abnehmen

Allein durch Grüne Smoothies decken Sie beispielsweise Ihren täglichen Eiweißbedarf nicht. Die Gefahr: Ihr Körper baut Muskelmasse ab, um seinen Eiweißbedarf zu sichern. Das möchte man beim Abnehmen aber unbedingt vermeiden. Schließlich soll es ja den Fettpölsterchen an den Kragen gehen. Außerdem sind Muskeln ein aktives Gewebe, das reichlich Energie verbraucht.

Schwinden Ihre Muskeln, sinkt auch der Kalorienverbrauch Ihres Körpers und das hemmt Ihren Abnehm-Erfolg. Wenn Sie sich nur von grünen Smoothies ernähren, fehlen Ihrem Körper lebenswichtige Fette, die Ihr Körper nicht selbst herstellen kann.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Heidi TölkeWeitzel schrieb am 27.02.2013, 09:17 Uhr

    Ich kann das nur unterstützen. Habe jahrelang starke Schmerzen gehabt, hammerharte Medikamente genommen. Täglich habe ich dann grüne smoothies, teils Wildkräuter, teils Gartenkräuter, Salate, Kohl etc. getrunken. Nach ca. einem Monat keine Schmerzen mehr in meinen entzündeten Fingergelenken mehr gehabt.Die Schmerzmittel habe ich seit über einem Jahr nicht mehr benötigt. Nehme seit dem regelmäßig smoothies zu mir und konnte inzwischen Freunde und Verwandte überzeugen.

    • Heike Grätz antwortete am 27.02.2013, 10:19 Uhr

      Hallo, mich würde interessieren, wie Sie darauf gekommen sind, dass die grünen smoothies helfen. War es ein Buch, der Arzt...? Und haben Sie Tipps für Rezepte? Kann man Spinat und Grünkohl roh verarbeiten? Ich würde mich über eine Antwort freuen. Herzliche Grüße Heike

    • Heidi TölkeWeitzel antwortete am 27.02.2013, 11:14 Uhr

      Ich habe das Buch Grüne Smoothies gelesen, aber auch Erfahrungen aus einer Heilpraktikerausbildung und der Biochemie mit herangezogen.....

  • Dieter Weber schrieb am 27.02.2013, 12:10 Uhr

    Auch als hoch betagter Rentner und immer noch kerngesund, finde ich diese Anregung höchst interessant und nachahmenswert. Nur schade, dass auch dafür - und schon wieder - ein englisches Wort her muss ! ! !

    • erika lösch antwortete am 27.02.2013, 16:38 Uhr

      Auch ich kann das nur bestätigen. Grüne Smoothies sind das beste, ich fühle mich so gut wie lange nicht mehr und habe ganz leicht mal 8kg abgenomen. Glaube der engl.Name kommt daher dass es im USA schon weiter bekannt ist als in Deutschland :)

  • Rainer Seifert schrieb am 28.02.2013, 02:08 Uhr

    Ist ja gut und schön, aber dass grüne Blattgemüse einen hohen Chlorphylgehalt haben, war sicher , genau wie Punkt 1, auch schon vorher bekannt.

  • Heike Grätz schrieb am 28.02.2013, 11:10 Uhr

    Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass roher Spinat oder Grünkohl gut verträglich sein soll. Und 500g am Tag ist vermutlich ein halber Eimer voll. Das sind für mich Mengen, die kaum täglich frisch zu beschaffen und zu bezahlen sind. Kann mich jemand vom Gegenteil überzeugen? Bei Kommentaren, die grüne smoothies als Wundermittel hinstellen, nach jahrelangen Schmerzen in einem Monat alles vergessen, erscheinen mir doch fragwürdig.

  • Ines Kaiser schrieb am 01.03.2013, 17:06 Uhr

    Kannte zwar, daß wilder Spinat aus gleichen Teilen Löwenzahn, Giersch, junge Brennesseln(Sauerampfer) mit Zwiebeln in Butter gedünstet besser schmeckt als gekaufter Spinat im Frühjahr, so werde ich das mit den grünen smothihies auch probieren , wenn es doch endlich mal Frühling wird und im Garten alles wieder grünt. Von Schmerzmitteln halte ich auch nichts, versuche es lieber mit Natürlichen Mitteln, Ringelblumensalbe und Tinktur mache ich auch selber. Für jedes Übel ist ein Kraut gewachsen...