Mittelmeerdiät: Was macht sie so gesund?
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Worin besteht die traditionelle mediterrane Kost? Ernährungswissenschaftler stellten interessante Fakten zusammen:
Thema: Olivenöl ...
Olivenöl prägt nicht nur den Geschmack der Mittelmeerküche, es liefert auch besondere Fettbausteine: die einfach ungesättigten Fettsäuren. Tierische Fette wie Butter oder Schmalz und die in Deutschland beliebten pflanzlichen Öle, beispielsweise Sonnenblumen-, Maiskeim-, und Distelöl, enthalten diese Fettbausteine nur in geringen Mengen. Doch gerade die einfach ungesättigten Fettsäuren schützen Herz und Gefäße. Die Ölsäure des Olivenöls wirkt senkend auf den Gesamtcholesterinspiegel und insbesondere auf das herz- und gefäßschädigende LDL. Für LDL-Cholesterin besteht stets die Gefahr, im Körper schnell von aggressiven Sauerstoffverbindungen (freien Radikalen) oxidiert zu werden. So verändert, lagert es sich leicht an die Wände der Blutgefäße an. Es kommt zu Arteriosklerose. Mit einer Kost, reich an Olivenöl und seiner schützenden Ölsäure, kann das LDL-Cholesterin dem Angriff von Sauerstoff-Radikalen besser widerstehen.
... Fisch ...
Die Mittelmeerküche nutzt die Ressourcen des Meeres: Fisch und andere Meeresfrüchte. Sie sind wie Olivenöl Zutaten, aber nicht Hauptbestandteil der Speisen. Damit erhält der Körper Jod, Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Diese Fettbausteine wirken günstig auf die Fließeigenschaften des Blutes.
... und Gemüse …
Obst und Gemüse liefern Vitamine und Mineralstoffe sowie wichtige sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffe der Pflanzen sind für den Menschen nicht lebensnotwendig wie Vitamine und Mineralstoffe. Aber sie machen freie Radikale unschädlich. Auch sekundäre Pflanzenstoffe verhindern, dass Cholesterinverbindungen oxidiert werden und sich in den Gefäßen ablagern. Der reichliche Gehalt der mediterranen Kost an Obst und Gemüse unterstützt somit die herz- und gefäßschützende Kraft des Olivenöls. Und umgekehrt: Zum Gemüse gehört immer ein kleiner Schuss Olivenöl.
Außerdem hindern die pflanzlichen Schutzstoffe die aggressive Form des Sauerstoffs daran, Körperzellen anzugreifen und zu Krebszellen entarten zu lassen. Hier sehen Experten den Grund für die krebsvorbeugende Wirkung der Mittelmeerkost. Besondere Bedeutung messen sie den roten, gelben und grünen Obst- und Gemüsesorten bei, die reichlich Beta-Carotin enthalten. Die Gewürze der Mittelmeerküche – frische Kräuter und Knoblauch – sind das Pünktchen auf dem i der schützenden sekundären Pflanzenstoffe.
... Nüsse und Käse ...
In Gegenden, in denen Oliven nicht gedeihen, gehörten zur Hausmannskost Nüsse (Hasel- und Walnüsse, sowie Erdnüsse) und Samen (Pistazien, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne). Wie eine amerikanische Ernährungsstudie zeigte, wirkt der Verzehr von etwa 30 Gramm Nüssen an fünf Tagen pro Woche positiv auf Herz und Gefäße.
Die vorwiegend pflanzliche Mittelmeerkost mit vielen Ballaststoffen aus Getreideprodukten wird durch Milchprodukte wie Käse und Joghurt ergänzt. Hieraus beziehen die Bewohner der Mittelmeerländer einen großen Anteil der notwendigen Eiweißstoffe und des knochenschützenden Kalziums. Den Milchsäurebakterien im Joghurt, den vor allem die Griechen verzehren, wird ebenso wie den Ballaststoffen eine Schutzfunktion für den Darm zugeschrieben.
... ein bisschen Fleisch und wenig Eier
Fleisch dient in der traditionellen Küche der Mittelmeerländer nicht als Hauptgericht. Es bildet die Ergänzung zu Gemüse, Getreideprodukten, Kartoffeln und Hülsenfrüchten. Und wenn es Fleisch gab, handelte es meist um Geflügel, Kaninchen oder auch einmal Lamm oder Ziege, aber kaum um Rind oder Schwein. (Das hat natürlich mit dem Boden und den Weiden zu tun.) Ebenso selten wie Fleisch werden Eier und Süßigkeiten verzehrt.