Milch: Probiotischer Joghurt
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Eine neue Generation von Lebensmitteln erobert unsere Supermärkte. Ihnen sind Wirkstoffe zugesetzt, die Sie schön, fit, leistungsfähig und ordentlich gesund machen sollen. Sie versprechen Ihrem Immunsystem Stärkung, Ihrer Darmflora rege Aktivität und sie sollen vorzeitigen Alterserscheinungen die rote Karte zeigen.
Immer mehr Lebensmittel enthalten nachträglich zugesetzte Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe, Antioxidantien, bioaktive Eiweißstoffe, einzelne Pflanzenstoffe. Da finden sich mit speziellen Bakterien angereicherte Joghurts, Säfte mit Kalzium, Frühstücksflocken mit Folsäure, Brot mit Omega-3-Fettsäuren oder vitaminierte Süßigkeiten. In der Forschung werden diese Nahrungsmittel Design Food, Functional Food, Nutraceuticals, Medical oder Pharma Food genannt.
Ihre Wirkungen sind ebenso umstritten wie ihre Nebenwirkungen. In erster Linie ist das im Lebensmittellabor designte Menschenfutter als Frontalangriff auf Ihren Geldbeutel gedacht. Die natürlichen Nahrungsmittel liefern alles, was Sie zum Leben brauchen, und sind Ihre beste Medizin.
So kann auch ein probiotischer Joghurt der Konkurrenz mit einem natürlich hergestellten Öko-Joghurt nicht standhalten. „Dem Vergleich mit Roggenvollkorn ist er schon gar nicht gewachsen, wenn es um die probiotische Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt geht“, ist sich Richard Fuch, Autor des Buches „Functional Food“, sicher.
Angeboten werden heute vor allem Milchprodukte mit pro- oder prebiotischen Kulturen. Sie sollen das Immunsystem stärken, die Darmflora im Gleichgewicht halten sowie das allgemeine Wohlbefinden steigern. Deshalb finden sie reißenden Absatz. Zudem schmecken sie auch nicht schlecht, dafür gibt der Verbraucher sein Geld gern aus.
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