MenüMenü

Die Vor- und Nachteile von Milchprodukten auf einen Blick

Milch stärkt die Knochen und macht müde Männer munter. Aber was ist wirklich dran und welche Nachteile bringt die Milch mit sich?

Vorteile

Milch liefert Ihnen essentielle Aminosäuren, Kalzium und als Sauermilchprodukt heilsame Milchsäurebakterien. In den folgenden Fällen sind Milchprodukte unbedingt sinnvoll:

  • bei Untergewicht
  • bei Verzicht auf Fleisch
  • bei gestörter Darmflora
  • bei Unverträglichkeit von Soja
  • zur Osteoporosevorbeugung

Wählen Sie fettarme Sauermilchprodukte wie beispielsweise Joghurt, Dickmilch und Hartkäse. Diese spaltet Ihr Darm besser auf und resorbiert sie im Vergleich zu den fetten Vollmilchzubereitungen.

Nachteile

Milch enthält viel Fett und eventuell krebsfördernde Wachstumsfaktoren. Darüber hinaus kann das Milcheiweiß Allergien auslösen. Verzichten Sie in folgenden Fällen besser auf Milchprodukte:

  • bei Übergewicht
  • bei Laktose-Unverträglichkeit
  • bei Mangel an Verdauungssäften
  • bei Krebs
  • bei Allergien gegen Eiweiß
  • bei Autoimmunerkrankungen

In der Regel können Sie nach einer mehrwöchigen strengen Milchpause fettarme Sauermilchprodukte probieren, die Sie anfangs nur löffelweise verzehren.

Übermäßige Schleimproduktion durch Milch?

Wenn Sie unter bösartigen Asthmaattacken leiden, sollten Sie alles vermeiden, was zu einer Verschlimmerung des asthmatischen Zustandes führt – auch Milch. Es trifft nicht zu, dass Milch allein für eine erhöhte Schleimproduktion verantwortlich ist. Milch enthält jedoch den Eiweißstoff Casein, der zu einer leichten Schleimverdickung beiträgt. Während eines Asthmaanfalls oder einer Erkältung ruft diese beträchtliche Atembeschwerden hervor.

Meiden Sie Milchzucker ohne Milch

Viele Fertigprodukte enthalten Milchzucker, selbst die, von denen Sie es wahrscheinlich nicht erwarten: manche eingedoste Mahlzeiten (Eintöpfe, Nudelgerichte), Wurst, manche Sorten von Ketchup oder Senf. In der Regel sind die darin enthaltenen Mengen an Milchzucker immer noch verträglich. Weisen Sie überhaupt keine Laktase auf, tun Sie sich selbst einen Gefallen, wenn Sie bei den Angaben auf der Verpackung nach „Laktose” oder „Milchzucker” fahnden. Beobachten Sie nach dem Verzehr Ihre Reaktionen. Milchzucker findet sich aufgrund seiner abführenden Eigenschaften als Präparat in Apotheken, Reformhäusern und Drogerien gegen Obstipation (Verstopfung).

Bei Laktoseintoleranz verursacht er schmerzhafte Blähungen und eine drastische Abführung. Er ist also tabu für Sie, zumal die Durchfälle Ihr Verdauungssystem durcheinanderbringen und die nützlichen Darmbakterien mit fortschwemmen. Bei Medikamenten sind Tabletten auf der Basis von Milchzucker als Trägersubstanz hergestellt. Die geringe Menge jedoch, insbesondere bei homöopathischen Mitteln, fällt meist nicht ins Gewicht und wird ohne weiteres toleriert. Wenn Sie zum Beispiel mit Mineralstoff-Präparaten als Nahrungsergänzung Ihrem Körper teelöffelweise Milchzucker zumuten, leiden Sie. Nicht nur das: Die gesamte Mineralstoffergänzung macht sich für Sie überflüssig, weil die beschleunigte Darmpassage die wertvollen Substanzen unausgenützt durchsausen lässt.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten