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Kefir: Werden Sie fit und gesund mit dem Trank der Hundertjährigen

aus „Ganzheitlich leben“

Kefir ist ein dickflüssiges, kohlensäure- und alkoholhaltiges Milchgetränk. Er ist vergleichbar mit Buttermilch: cremig und säuerlich im Geschmack. Kefir entsteht aus dem Gärungsprozess des Kefirpilzes in Milch. Kefir wird nicht umsonst als Getränk der Hundertjährigen bezeichnet: Im Kaukasus wurde er jeden Tag getrunken und die Menschen dort waren bekannt für ihre Gesundheit und ihre starke Widerstandskraft, beides angeblich Folgen des Kefirgenusses. Russische Forscher berichteten, dass die Kaukasusbewohner zum Teil über 100 Jahre alt wurden.

Kefir hilft Ihnen bei:

  • Magenschleimhautentzündung,
  • Durchfall,
  • Verstopfung,
  • Lebererkrankungen,
  • Nierenerkrankungen,
  • Gallenproblemen,
  • Osteoporose,
  • inneren und äußeren Geschwüren.

Zudem wirkt das Milchgetränk blutdruckregulierend, entzündungshemmend und es stärkt Ihr Immunsystem. Neben den Vitaminen A, D und allen B-Vitaminen enthält es auch Kalzium, Eisen und Jod. Durch die spezielle Struktur des Getränks ist es dem Verdauungstrakt zudem möglich, diese Vitamine besser aufzunehmen als aus normaler Milch. Je nachdem, ob Sie ihn 12 oder 48 Stunden lang in der Milch gären lassen, wirkt der Trank verstopfungslösend oder stuhlfestigend. Einen weiteren Vorteil hat Kefir für Allergiker. Der Milchzucker, enthalten in jeder Milch, wird während der Gärungszeit in Milchsäure umgewandelt. So können auch Menschen, die unter einer Lactoseunverträglichkeit leiden, die positiven Wirkungen des Kefirs genießen.

Sie sollten schon 1 bis 1,5 l Kefir pro Tag zu sich nehmen, um diese gesundheitlichen Vorteile zu haben. Kefir können Sie pur genießen, über Ihr Müsli geben oder mit Obst vermischt essen.

Verzichten Sie auf Fertigprodukte

Kefir finden Sie mittlerweile auch im Supermarkt. In normaler und milder Variante, sogar mit Geschmack erhalten Sie ihn dort. Aber er hat nicht die gleichen positiven Wirkungen wie frisch angesetzter Kefir. Im Supermarkt kaufen Sie ein Getränk, das aus speziellen Kulturen angesetzt wurde, die extra für die Großproduktion gezüchtet wurden. Sie halten sich länger, die Kohlensäure fehlt – und leider auch ein Teil der wichtigen Inhaltsstoffe. Dabei ist es gar nicht schwierig, Kefir selbst anzusetzen.

Machen Sie Ihren Kefir selbst

Sie brauchen 4 Dinge, um ein selbstgemachtes Kefirgetränk zu erhalten:

  1. eine Kefirkultur
  2. einen Behälter
  3. H-Milch oder frische Milch, möglichst vom Bio-Bauern
  4. ein Sieb.

Eine Kefirkultur können Sie auf verschiedenen Wegen bekommen. Entweder Sie bestellen eine im Naturkostladen. Sie können sich aber auch bei Freunden umhören – da eine Kultur mit jedem Ansetzen wächst, teilt sicherlich ein Kulturbesitzer seinen Pilz mit Ihnen. Die Finger sollten Sie aber von so genannten „Starterkulturen“ lassen. Sie haben nichts mit den ursprünglichen Kefirkulturen zu tun, wachsen nicht weiter oder aber Sie können die Pilze nur für eine bestimmte Anzahl von Ansatz-Vorgängen verwenden.

Als Gefäß eignet sich am besten ein großes Jogurtglas mit Schraubverschluss. Die Öffnung des Behälter sollte groß genug sein, dass Sie bequem das Glas reinigen können. Eine Flasche eignet sich daher nicht so gut.

In 3 Schritten kommen Sie zum eigenen Kefir

  1. Legen Sie 1 Teelöffel der Kefir-Kultur in das Gefäß und geben Sie die Milch dazu. Möchten Sie frische Milch benutzen, sollten Sie sie vorher abkochen. Füllen Sie das Glas nicht ganz bis zum Rand – lassen Sie circa 1 cm Luft oben, da der Pilz wächst.
  2. Nun lassen Sie den Kefir 12 bis 48 Stunden an einem dunklen, zimmerwarmen Ort stehen. Ihr Kefir ist fertig, wenn die Milch dickflüssig geworden ist. Das ist in der Regel nach 12 Stunden soweit. Dann schmeckt der Kefir nur leicht säuerlich. Je länger Sie ihn gären lassen, desto dickflüssiger, saurer, kohlensäure- und alkoholhaltiger wird er. Wie lange Sie den Kefirpilz in der Milch gären lassen, hängt also ganz von Ihrem persönlichen Geschmack ab.
  3. Ist Ihr Kefirgetränk fertig, dann schütten Sie es durch ein Sieb ab. Stellen Sie es bis zum endgültigen Verbrauch kalt – der Kefir hält sich im Kühlschrank bis zu 48 Stunden. Danach bildet sich eine feste Masse, die in einer gelblichen Flüssigkeit schwimmt – dann ist er nicht mehr genießbar.

Alle 7 bis 10 Tage sollten Sie Ihren Kefirpilz unter kaltem Wasser abspülen. Setzen Sie sich zur Gedankenstütze am besten einen regelmäßigen Termin. Dann ist zum Beispiel Samstags Kefir-Badetag.

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