Mangelernährung: Risiko für's Herz
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GNL5356
Ein Mangel an Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 führt zu einem erhöhten Homocysteinspiegel im Blut. Homocystein ist ein Zwischenprodukt im Eiweißstoffwechsel und benötigt diese Vitamine zu seinem Abbau. Zu hohe Homocystein-Konzentrationen können die Blutgefäße schädigen und gelten als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, Thrombose oder Herzinfarkt).
Gerade bei älteren Menschen kann die Aufnahme dieser Vitamine im Darm gestört sein. Vitamin-B12-Mangel ist in Deutschland beispielsweise der am häufigsten zu therapierende Vitaminmangel.
Ein einheitlicher Grenzwert existiert bisher jedoch nicht. Lag früher der Normalwert unter 15, so werden inzwischen erst Werte unter 10 µmol/l als unbedenklich angesehen. Ein höherer Wert kann daher auf einen Mangel an den genannten B-Vitaminen hindeuten. Der beste Folsäure-Indikator ist die Messung von Folsäure in den Erythrozyten, also den roten Blutkörperchen. Werte unter 320 nmol/l werden als Mangel gewertet.
Vitamin B12 wird am besten im Blutplasma gemessen. In der Regel gelten Werte unter 360 pmol/l als Anzeichen für ein mögliches Defizit.
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