Mangelernährung: Die Risiken eines Eiweißmangels
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„Wir essen alle zuviel Eiweiß“, so lautet eine folgenschwere Falschaussage der Ernährungsmedizin. Denn viele Menschen haben heute leider eher zu wenig als zu viel Eiweiß im Blut. Und wenn die Versorgung mit diesem essenziellen Baustein des Lebens nicht gewährleistet ist, läuft der ganze Organismus auf Sparflamme: Die Muskeln werden schlaff, die Knochen brüchig, das Immunsystem schwächelt und wichtige Glückshormone können nicht produziert werden.
Das Missverständnis liegt darin, dass wir häufig zu viel tierisches Eiweiß essen. Zwar ist das tierische Eiweiß an sich sehr hochwertig und wertvoll für den Körper, aber das mitgegessene Cholesterin, die Triglyceride und Harnsäure machen uns krank.
Ist das Glas halb voll oder halb leer?
Leider haben wir häufig zu viel Cholesterin, aber zu wenig Eiweiß im Blut. Interdisziplinäre Verbindungen zwischen Psychologie, Hirnforschung, Präventivmedizin und Ernährungswissenschaft zeigen, dass das Denken und Fühlen ganz entscheidend von unserer täglichen Nahrung beeinflusst werden. Besonders wichtig für den Kopfarbeiter sind die gehirnaktiven Eiweißbausteine, im Fachjargon „psychotrophe Aminosäuren“ genannt. Aus dem essenziellen gehirnaktiven Eiweißbaustein Tryptophan beispielsweise bildet der Körper das Hormon Serotonin, welches als Garant für gute Laune gilt. Umgekehrt geht ein Mangel an Serotonin häufig mit Depressionen einher, und dann verschreibt der Arzt Serotonin per Rezept. In vielen Fällen wäre durch eine simple Eiweißgabe das Problem schon behoben.
So steigern Sie Ihr „Chefhormon“!
Menschen mit einem tiefen Serotonin-Spiegel denken mehr in Problemen. Wäre er hoch, würden Sie in Lösungen denken. Eben diese Fähigkeit zum schnellen lösungsorientierten Denken hat dem Serotonin den Beinamen „Chefhormon“ gebracht. Und nur, wenn unsere Nahrung ausreichend Tryptophan enthält, kann genügend Serotonin produziert werden! Tryptophan f im mageren Fisch und Fleisch, in Kombinationen wie Pellkart Quark.
Nutzen Sie den Tausendsassa Phenylalanin
Die Aminosäure Phenylalanin bildet die Grundlage für gleich drei Hormone, die unmittelbar auf unser Gehirn wirken. Noradrenalin macht uns belastbar und optimistisch, ACTH hellwach und kreativ, und das Beta-Endorphin verleiht uns eine leicht euphorische Grundstimmung. Überall wo neue Ideen begeistert aufgenommen und weiterentwickelt werden, sind diese drei „Musketiere“ mit am Werk.
Darum ist es nicht verwunderlich, dass größere Eiweißmengen stimulierend wirken und die Arbeits- und Lebensfreude erhöhen. Leider ist aber durch den geringen Kalorienbedarf heute eine ausreichende Eiweißzufuhr nicht automatisch gewährleistet. Noch vor 100 Jahren wurden allein bei Arbeiten im Haushalt 4.000 Kalorien täglich verbrannt, und mit diesen Kalorien wurde auch Eiweiß wieder aufgefüllt. Heute ist der Kalorienbedarf im Haushalt jedoch geschrumpft auf läppische 1.700 Kalorien – Waschmaschine und Geschirrspüler sei Dank! –, und reine Schreibtischtäter verbrennen noch weniger! Wen wundert da unsere Mangelversorgung mit gehirnaktiven Aminosäuren?
Darum empfehle ich meinen Patienten, anfangs ein Eiweißpulver zu nehmen, um die bestehenden Defizite schneller auszugleichen. Aber bitte nehmen Sie kein Eiweißpulver für Bodybuilder, weil daimmer so wenige gehirnaktive Aminosäuren drin sind! Beste Ergebnisse erzielt man mit dem aminosäurenoptimierten Eiweiß der Firma Cadion. Und immer dran denken: Bei der Eiweißaufnahme heißt es klotzen und nicht kleckern, also mindestens einmal täglich drei Esslöffel einnehmen!
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