Light-Produkte: Süßstoff regt Appetit an
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Süßstoff macht schlank – doch das ist ein Irrtum. In der Viehzucht werden Süßstoffe sogar zur Mast eingesetzt! Genuß ohne Reue erhoffen sich die Naschkatzen. Aber dieser Genuß hat Tücken. Patientinnen und Patienten mit Bulimie (Eß-Brechsucht) lernen im Zuge der Therapie, auf Süßstoff zu verzichten, weil er ihre ständigen Eßgelüste nur noch weiter anheizt. Aus diesem Grunde gibt man Tieren Süßstoff ins Futter, um möglichst schnell das erwünschte Gewicht zu erreichen. Zwar gehört Süßstoff vermutlich zu den für die Verbraucher weniger schädlichen Zusatzstoffen – nur schlank macht er nicht, weder Tiere noch Menschen.
Süßstoff hat kaum oder gar keine Kalorien. Aber Kalorienarmut ist in einer Diät nicht alles. Was zählt, ist der Effekt, den ein Nahrungsmittel im Körper erzielt. Unser Verdauungssystem, auf chemisch hergestellten Süßstoff nicht eingerichtet, reagiert darauf, als ob es Zucker bekäme.
Sobald die Zunge „süß“ schmeckt, antworten die Speicheldrüsen mit stärkerer Produktion. Der vermehrte Speichel gibt über verschiedene Schaltwege im Gehirn der Bauchspeicheldrüse das Signal, sich auf eine Anflutung von Zucker vorzubereiten: Sie produziert Insulin, welches den ankommenden Zucker verarbeiten soll. Doch Fehlanzeige! Das Insulin kann mit der ihm fremden Substanz nichts anfangen; so baut es den vorhandenen Blutzucker ab.
Die Folge? Heißhunger oder zumindest Appetit (auf Süßes), um den Blutzucker wieder auf normale Werte zu bringen. Was für Diabetikerinnen ein Vorteil ist, kann für Frauen, die abnehmen wollen, zur Falle werden.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hans Hartung (15.04. 2012 22:03 Uhr):
genau auf den Punkt gebracht. Danke ich predige das schon Jahrzehnte...hören tut da fast keiner drauf. Es gab an der Mayo Clinik in den 70igern eine umfassende Studie die sauber belegt, dass diese Stoffe -aus mehreren Gründen- dick machen. Einen haben Sie genannt, der zweite ist schlicht -Psychologischer Natur. (Selbstbetrug) Der dritte ist sehr viel komplexer, bindet 1 u. 2 mit ein und ist sensorischer Natur. Meine Beobachtungen zeigen, das die Sinne (gesamte Sensorik (Zunge-Nase-Augen-Ohren-Tastsinn-(Textur) einem stetigen Lernprozess unterliegt. Das wissen, vermute ich, auch die Lebensmittelhersteller. Ich bin überzeugt davon, das wir einer Geschmack -Erziehung zum Wohle der Lebensmittelindustrie ausgesetzt sind. I
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