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Appetitlosigkeit: So macht Ihnen das Essen endlich wieder Freude

Gelegentliche Appetitlosigkeit (z. B. bei Stress oder einem grippalen Infekt) ist vollkommen normal und geht von alleine wieder vorbei. Doch wenn das Essen dauerhaft einfach nicht mehr schmeckt und die Lust zu essen regelrecht vergangen ist, wird es Zeit, etwas zu unternehmen.

Das trifft besonders häufig auf Senioren zu. Denn im fortgeschrittenen Alter nimmt das Hungergefühl ab, das Geruchs- und Geschmacksempfinden verändert sich und der Magen entleert sich langsamer. Dadurch fehlen die Sinnesreize, die den Appetit anlocken und das Sättigungsgefühl setzt schneller ein. Hinzu kommen häufig noch weitere den Appetit verderbende Faktoren.

Senioren kann das Essen verleidet werden durch:

  • Kauprobleme
  • Druckstellen am Zahnersatz
  • verschlechtertes Sehvermögen
  • Völlegefühl aufgrund mangelhafter Verdauungsleistung
  • Einsamkeit
  • Kummer

So essen viele ältere Menschen einfach zu wenig und leiden in der Folge an einer echten Mangelernährung, die sich gesundheitlich niederschlägt. Die Betroffenen fühlen sich dann schwach, müde und kraftlos. Fast immer bringen sie diese Probleme jedoch nicht mit ihrer Appetitlosigkeit in Verbindung.

Bitteres macht hungrig

Appetitlosigkeit ist besonders gut mit Heilkräutern sowie Obst und Gemüse, die Bitterstoffe enthalten, in den Griff zu bekommen. Bitterstoffe sind Pflanzenbestandteile, die anregend auf den Appetit und die Verdauung wirken. Deshalb sind die entsprechenden Heilpflanzen und Kräuter auch Bestandteil von Magenbittern und Verdauungslikören. Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an und sorgen dadurch für ein gesundes Hungergefühl. Gleichzeitig reizen sie die Geschmacksrezeptoren auf der Zunge und lösen dadurch ein Verlangen nach Essen aus. Wenn Sie öfter unter Appetitmangel leiden oder Ihnen das Essen einfach schwer im Magen liegt, sollten Sie bitterstoffhaltige Salate und Gemüse häufig auf Ihren Speiseplan setzen.

Reich an Bitterstoffen sind beispielsweise Chicoree, Rucola oder Radicchio, die Sie daher häufig auf Ihren Speiseplan bringen sollten. Ein kleiner Salat mit diesen bitterstoffhaltigen Blättern ist zum Beispiel die perfekte appetitanregende Vorspeise. Dadurch werden der Magen, die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse zur Produktion ihrer Verdauungssäfte angeregt, was den Appetit fördert und die anschließende Verdauung erleichtert. Brokkoli und Artischocken sind weitere Gemüse voller Bitterstoffe. Auch Grapefruits sind geeignet, den Hunger zu wecken. Trinken Sie öfter mal zum Frühstück ein Glas frisch gepressten Saft.

Diese Kräuter enthalten appetitanregende Bitterstoffe

Diese Heilkräuter nehmen Sie am besten als Tee zu sich. Entsprechende Fertigpräparate erhalten Sie in der Apotheke.

Natürliche Aromen stimulieren den Appetit über die Nase

Einige Speisen wirken schon alleine dadurch appetitanregend, dass Sie ihren Duft einatmen. Besonders die ätherischen Öle frischer Kräuter wie Koriander, Schnittlauch oder Zwiebeln fördern die Lust, zu essen. Das ätherische Öl der Bergamotte können Sie nicht nur einatmen, es wirkt auch innerlich angewendet. Am besten nehmen Sie dazu ein bis zwei Tropfen des Öls mit einem Teelöffel Honig ein. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Sie ausschließlich naturreines ätherisches Öl (Apotheke) und kein Duftöl verwenden.

So kommt der Appetit wieder: 10 Tipps

  1. Das Auge isst auch mit. Decken Sie Ihren Estisch daher liebevoll mit einer farbigen Decke, Blumen und hübschem Geschirr.
  2. Bringen Sie Farbe auf den Teller mit nur kurz gegartem Gemüse und frischem Obst.
  3. Bewegen Sie sich täglich, möglichst an der frischen Luft.
  4. Laden Sie sich öfter Freunde oder Bekannte zum Essen ein, denn gemeinsam schmeckt es besser.
  5. Nehmen Sie lieber fünf kleine als drei große Mahlzeiten zu sich.
  6. Bereiten Sie sich als Zwischenmahlzeit öfter mal einen Smoothie aus püriertem Obst und Gemüse zu.
  7. Wenn Ihnen das Einkaufen schwer fällt und Sie sich deshalb nur eintönige Mahlzeiten zubereiten, sollten Sie den Lieferservice der Supermärkte nutzen.
  8. Haben Sie Kauprobleme weil Ihr Zahnersatz schlecht sitzt? Dann sollten Sie das Problem unbedingt von einem Zahnarzt korrigieren lassen.
  9. Würzen Sie Ihre Speisen kräftig mit Kräutern, um Ihre Geschmacksnerven zu aktivieren.
  10. Halten Sie feste Essenszeiten ein, dadurch wird die regelmäßige Nahrungsaufnahme wieder selbstverständlich.
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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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