Kaffee: Wie er Ihren Denkprozess in Schwung bringt
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An der Tasse Kaffee zum Frühstück scheiden sich die Geister. Geht es ohne wirklich nicht? Oder ist Kaffee komplett zu verteufeln, weil er sich negativ auf Ihren Körper auswirkt? Keines von beidem stimmt – die Wahrheit ist, wie sooft, in der Mitte zu suchen. Das Koffein im Kaffee macht wach, so der Volksmund, und daher starten viele Menschen den Tag erst einmal mit zwei großen Tassen des schwarzen Gebräus.
Aber wie macht Kaffee das genau? Indem er Ihre Nervenzellen überlistet. Wenn Sie nämlich müde sind, dann befinden sich so genannte Adenosinmoleküle zwischen Ihren Nervenzellen. Sie docken an den Nervenenden an und haben zur Folge, dass sich Ihre Nerven entspannen und ausruhen. Sie werden träge und müde, die Konzentration lässt nach.
Koffein aber hat eine ganz ähnliche Struktur wie die Adenosinmoleküle und kann sich auch an den Nervenzellen-Enden andocken. Die Folge: Die Synapsen sind mit Koffeinmolekülen blockiert, die Ihre Nerven aber nicht entspannen. Sie denken einfach weiter und werden eben nicht so schnell müde.
Von der Rush University aus Chicago stammt die Erkenntnis, dass Kaffee rund 30 Minuten braucht, bis das Koffein anfängt, gegen die Müdigkeit zu wirken. Die Forscher entdeckten aber auch, dass Kaffee Sie dann am besten wach hält, wenn das Koffein parallel zur Menge der im Körper gebildeten Adenosinmoleküle ansteigt.
Daher sollten Sie nicht schon zum Frühstück Ihre Tagesration von zwei Tassen Kaffee „verpulvern“. Starten Sie den Tag lieber mit frisch gepresstem Saft – und trinken Sie den Kaffee in kleinen Portionen über den Tag verteilt. So kann er Ihnen tatsächlich zu geistiger Frische verhelfen.
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