MenüMenü

Kaffee kann mehr als munter machen

Die meisten unter uns trinken Kaffee, um munter zu werden. Doch das schwarze Heißgetränk kann viel mehr. Das liegt daran, dass in Kaffeebohnen nicht nur Koffein enthalten ist sondern viele gesundheitlich wertvolle Inhaltsstoffe wie Antioxidantien, Gerb- und Bitterstoffe sowie Flavonoide.

Es gibt Menschen, die sind regelrechte „Kaffeetanten“. Ohne das schwarze Gebräu läuft bei ihnen gar nichts. Und dann gibt es diejenigen, die trinken vielleicht mal „ein Tässchen“. Auf einem Geburtstag, wenn es sich nicht anders vermeiden lässt. Weil sie keinen Kaffee mögen. Oder aber, weil sie genau zu wissen meinen, dass er nicht gut für die Gesundheit ist.

Schützen Sie Ihr Herz

Eine neue Studie der Harvard School of Public Health befasste sich nun damit, ob Kaffee gesund ist, gerade was die Herzgesundheit betrifft. Die Forscher teilten die Probanten aufgrund ihres Konsums ein und fanden heraus: Bis zu fünf Tassentäglich verringern die Sterblichkeit aufgrund von Herzerkrankungen. Im Vergleich zu Nichtkaffeetrinkern sterben Kaffeetrinker seltener an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Bestätigt wurde diese Studie vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung. Die dortigen Wissenschaftler lieferten auch gleich die Erklärung für diesen Effekt mit: Sie konnten bei den Menschen, die Kaffee trinken, bestimmte Marker im Blut nachweisen. Diese sind ein Zeichen für Abläufe im Körper, die Entzündungen hemmen und andererseits die Zellen schützen.

Die gesundheitlichen Vorteile auf einen Blick

Studien bewiesen, dass Kaffee Sie unter anderem vor diesen Krankheiten schützen kann:

  • Prostatakrebs
  • Gallen- und Nierensteinen
  • Asthma
  • Demenzerkrankungen
  • Krebserkrankungen (v. a. Brust-, Darm-, Gebärmutterkrebs)
  • Herzinfarkt
  • Typ-II-Diabetes

Die gesundheitlich zuträglichste tägliche Kaffeeration liegt dabei bei drei bis vier Tassen. Übrigens: Um Ihr Diabetes-Risiko zu verringern, benötigen Sie kein Koffein. Wie eine australische Studie belegt, senkt auch koffeinfreier Kaffee dieses Risiko um 25 Prozent.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den AutorBeate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

Regelmäßig Informationen über Ernährung erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Beate Rossbach. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

Alte Kommentare
  • Lanz Arnold schrieb am08.08.2012, 08:20 Uhr

    Kaffee-Studien: mag ja sein, nur leider ist Kaffee auch sehr sauer. Viele unserer "Zivilisationskrankheiten" entstehen, weil das Säure-Basen Verhältnis völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

  • Rubinka Suprinovic schrieb am08.08.2012, 10:32 Uhr

    Vielen Dank für diesen Artikel, es ist, als hätten Sie ihn mir von der Seele geschrieben, Kaffee ist mein Lieblingsgetränk, und wenn ich 4-5 Tassen davon getrunken habe, fühle ich mich lebendig, pudelwohl. Ohne Kaffee könnte ich nicht funktionieren, ich trinke ihn schwarz, ohne Mlch und Zucker. Im Urlaub kaufe ich mir immer gleich eine Kaffeemaschine, wenn es dort nur Espresso gibt. Übrigens, Ihre Emails finde ich immer ineressant und lehrreich. Danke und schöne Güsse aus Zagreb.

  • Porchet Monique Rose schrieb am08.08.2012, 14:16 Uhr

    Antioxidiant? aber wie viele?? der Grüntee ist bekannt für seine antioxidianten Eigenschaften, Matcha. an der erste Stelle! aber was ist mit Kaffee?

  • Asenbauer Erwin schrieb am09.08.2012, 06:54 Uhr

    interessant zu schoen, um wahr zu sein. Heisst Ihre Mitteilung, das ich nicht an den genannten Krebsarten erkranke, wenn ich viel Kaffee trinke??? WIEVIEL?????? Bitte, schicken Sie mir infos betr. dien genannten Studien - und was verbirgt sich unter "u.a. in Ihrem Satz: Studien haben bewiesen dass Kaffee Sie u. a. vor diesen Krankheiten schützen kann: Sie haben mir Hoffnung gegeben, da ich Krebspatient bin!!! Vielen Dank fuer Ihre Antwort.

  • Marita Elbertzhagen schrieb am09.08.2012, 14:48 Uhr

    2 Tassen Kaffee sind OK, die Übersäuerung ist nicht unbedenklich. Außerdem trinken die Meisten zu wenig "leeres" Wasser um Stoffwechselabfälle abzutransportieren. Antioxidantien gibt es bessere als Kaffee, nämlich Vit.A/C/E/Zn/Se und vieles mehr, und zwar in einer natürlichen Form und nicht synethetisch. Studien sind oft sehr einseitig und es wird nur aus einem Blickwinkel beurteilt. 20ml Granatapfelextrakt macht munterer als Kaffee und ist auch viel gesünder.

  • henk schrieb am11.08.2012, 11:06 Uhr

    Vergessen Sie bitte nicht zu erwähnen, dass Kaffee unsere Nebennieren unnütz antreibt und hetzt, um unnötig Hormone zu produzieren; täglich viel Kaffee zu trinken laugt die Kräfte unserer Nebennieren aus.

  • Dr Hans Haeussler schrieb am18.08.2012, 00:01 Uhr

    Kaffee (früher "Bohnenkaffee" genannt) ist das zweithäufigste internationale Handelsgut nach Erdöl/ Erdgas. D. h., es stecken gewaltige wirtschaftliche Interessen hinter diesem Produkt. Unter diesem Aspekt muß man auch alle positiven Untersuchungsergebnisse sehen, denn die sog. Wissenschaft ist alles andere als objektiv. Wer den Wissenschaftsbetrieb selbst kennt, weiß das. Wer schon einmal längere Zeit im arabischen Raum gelebt und gearbeitet hat, weiß, wie man Kaffee wirklich konsumiert, bzw. konsumieren sollte: Aus Arabien kommt der Kaffee. Die Araber waren eine der ersten Zivilisationen, die den Kaffee (vermutlich mit ihren Dhaus aus Indonesien zusammen mit den Gewürzen herüber gebracht haben) als Konsumgetränk verwendet haben. Aber: Wie macht man und wie trinkt man Kaffee in Arabien? Erstens rösten die Araber ihren Kaffee in einer eisernen Pfanne selbst,, und zwar nur braun, nie schwarz. Dann mischen sie ihn mit Gewürzen, insbesondere mit Kardamom, aber auch z. B. mit Gewürz-Nelken u.a. und mahlen beide zusammen: Die in der Pfanne nur braun gerösteten Kaffeebohnen und die beigefügten Gewürze, insbesondere die getrockneten Kardamom-Samen mit einer Handmühle kurz vor der Verwendung. Das daraus entstandene Kaffee-Gewürz-Mischpulver wird dann in die typische arabische Kaffeekanne getan und mit kochendem Wassen aufgegossen und mit mit dem Deckel verschlossen. In den Ausfüllstutzen kommt ein Luffa-Schwämmchen um beim Ausgießen den Kaffee-Gewürzpulversatz zurückzuhalten. Nach ca. 10. Min. Ziehenlassen wird dann von einem Bediensteten der Kaffee ausgeschenkt, aber nicht in große Kaffeetassen wie bei uns hier im Westen, sondern in sehr kleine Porzellan-Schälchen mit maximal 3 ccm Inhalt. Davon wird dann schlückchenweise beim Palaver genippt, wobei der Kaffeeausschenker stehend wartet bis man damit fertig ist um wieder einzuschenken, wiederum nur 2 - 3 Kubikzentimeter. Man wiederholt dies meist nur 2 - 3 mal, so daß jeder insgesamt meist nur ca. 10 ccm Kaffee getrunken hat. Unmittelbar danach bekommt jeder ein großes Glas klares, kaltes Wasser serviert von ca. 400 ccm Volumen. Dieses wird schluckweise dem Kaffee hinterher getrunken, so daß sich im Magen eine fast schon homöopathische Kaffee-Gewürz-Verdünnung ergibt, die anschließend noch mit einem stark zuckerigen Schwarztee aus kleinen Gläsern im Magen noch weiter verdünnt wird. Dieses ist die Art und Weise, wie man Kaffee wirklich trinken sollte, denn die Kaffeekultur kommt aus Arabien ! (Ein matter Abglanz davon ist das, was die Türken mit nach Wien mitgebracht haben: Den Mocca ...., und übers Mittelmeer kam der Espresso nach Italien - in beiden Fällen kleine Trinkmengen und eben nicht die Kaffeepötte, die man hierzulande oder in Nordamerika konsumiert. Kaffee ist Medizin ... und kein Konsumartikel !! Und so sollte man ihn auch verwenden. Dann macht er weder süchtig noch schadet er, er ist dann sogar gesund. Aber nur dann ! Wenn man Kaffee regelmäßig so konsumiert, wie er hier getrunken wird, macht er süchtig und langfristig krank. Der hier betriebene regelmäßige Kaffeemißbrauch ist noch heimtückischer im Krankmachen als der Massenkonsum von Zigaretten. Denn Kaffee regelmäßig (!!), in einer Art und Weise genossen wie hier üblich, schwächt den Herzmuskel. Deshalb hat der berühmte "Wasserdoktor" Pfarrer Sebastian Kneipp schon vor ca. 150 Jahren seine Patienten vor dem Konsum des Bohnenkaffees eindringlich und immer wieder gewarnt. In seinen berühmten Naturheilkundebüchern "Meine Wasserkur" und "So sollt Ihr leben" warnt er deshalb die Männer davor eine "Kaffeeliesl" zu ehelichen, denn "ihnen sei alle Arbeit im Haus zu viel". Auf ihn geht auch der sog. Ersatzkaffee zurück, der aus geröstetem Getreide, gerösteten Feigen und geröstetem Chikorie besteht. Er schmeckt recht gut und ist gesundheitlich wegen seines hohen Mineralstoffgehaltes wirklich und nicht nur vermeindlich gesund. Aber auch bei ihm empfehle ich ihn selbst zu machen und nur braun anzurösten und nur hin und wieder zu trinken. Er macht garantiert nicht süchtig. In Iher wiedergegebenen Liste angeblicher gesundheitlicher Wirkungen des Bohnenkaffees kommt eine positive Wirkung auf das Herz nicht vor, weil eben das Gegenteil der Fall ist. Das Zentralorgan ist aber das Entscheidende, und nicht Peripherieorgane. Eine der Haupttodesursachen in der westlichen Welt - insbesondere in Deutschland - sind bekanntlich Herz-Kreislauferkrankungen. Der chronische Kaffeemißbrauch dürfte, meiner Meinung nach, dazu ein gehöriges Maß beitragen.