Kaffee: Freund oder Feind?
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Zu kaum einem anderen Thema gibt es in letzter Zeit so viele Untersuchungen wie zum Kaffee. Fakt ist: Kaffee weckt Ihr Gehirn. Denn er schickt mehr Sauerstoff zu den grauen Zellen, erhöht so Ihre Aufmerksamkeit, weckt das Sprachzentrum und verringert Ihre Reaktionszeit. Zudem puscht Koffein Sie auf. Wenn Sie in Ihr Morgentief kommen, befinden sich zwischen den Nervenzellen im Gehirn Adenosinmoleküle. Das sind Nervenbotenstoffe, die an Rezeptoren andocken und dafür sorgen, dass sich Ihre Nervenzellen in Abständen ausruhen: Sie werden müde. Koffein aber sieht in seiner molekularen Struktur so ähnlich aus wie Adenosin, kann deshalb an seine Stelle treten und das Adenosin ersetzen. Das Ergebnis: Die Nervenzellen erhalten keinen Impuls, sich auszuruhen – und Sie können denken, denken, denken.
Aber Achtung: Nutzen Sie diese Wirkung nicht zu sehr aus! Sie funktioniert nicht mehr, wenn Sie sich mit einem starken Kaffee nach dem anderen wach halten wollen. Dann nämlich bildet das Gehirn mehr Andockstellen für das Adenosin. Plötzlich haben beide Platz, das Koffein und das Adenosin. Nichts kann Sie dann mehr wach halten.
Wach und leistungsfähig macht Sie der Kaffee nur in der richtigen Dosis. Trinken Sie drei bis vier Tassen über den Tag verteilt. Und genießen Sie ruhig Ihren Morgenkaffee, langsam und in kleinen Schlucken. Dann kann er Sie auch durch das 11-Uhr-Tief bringen.