Kaffee: Allgemeines
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Kaffee
Kaffee ist der Muntermacher der Nation. Am Morgen kurbelt er den Stoffwechsel an. Im Büro hält er Sie wach und hilft beim Denken. Zum Kaffeekränzchen ermuntert er eine ganze Runde. Doch wann ist des Guten zu viel?
Durchschnittlich 1.200 Tassen Kaffee trinkt jeder Deutsche pro Jahr, zum Aufputschen oder als „Zwischenmahlzeit“, aus Langeweile oder aus Lust.
Röstkaffee und sein Rohstoff, die erdnussähnlichen Kaffeekirschen, gehören heute zu den besterforschten Substanzen weltweit. Etwa 1.000 chemische Verbindungen im Röstkaffee sind bekannt. Das Ergebnis: Wer das Verwöhnaroma liebt, braucht aus gesundheitlichen Gründen nicht darauf zu verzichten - vorausgesetzt er übertreibt es nicht und trinkt ungefilterten Brühkaffee nur ausnahmsweise. Dann, so ergab die Forschung, wird das duftende Getränk nicht schaden. Es sind die „schlechten“ Gewohnheiten wie Zigarettenkonsum oder falscher Ernährung, die oft mit dem Genuss einhergehen und die große Gesundheitsrisiken bergen - der Kaffee selbst ist besser als sein Ruf und kann sogar Krebs vorbeugen!
Greifen Sie in Maßen zur munteren Mischung
Arabica und Robusta sind die zwei wichtigsten Arten der Kaffeepflanze. Der milde Arabica wird im Hochland angebaut und dominiert in den hell gerösteten Kaffees in Deutschland. Der kräftige, koffeinreiche Tiefland-Robusta ist Basis löslicher Kaffees sowie der dunkel gerösteten Espresso-Varianten der Mittelmeerländer. In Deutschland übliche Filterkaffees sind immer blends – Mischungen aus bis zu 30 verschiedenen Sorten Robusta- und Arabica-Bohnen. Aus ihnen gewonnener Rohkaffee enthält Mineralien wie Eisen, Kalium, Magnesium und Mangan, Fettstoffe (10 bis 13 % Kaffeeöle), Kohlenhydrate (30 bis 40 %, darunter auch Zuckerstoffe), Tannine sowie Säuren (4 bis 11 %) und vor allem:
- Chlorogensäure: Sie verzögert den Abbau von Koffein und sorgt so dafür, dass dessen anregende Wirkung länger anhält. Sie kann bei empfindlichen Menschen eine vorübergehende, harmlose Reizung von Magen oder Galle hervorrufen.
- Koffein ist ein Alkaloid: ein Pflanzenstoff, der Stickstoff enthält. Koffein ist ein Nervengift und fungiert als natürliches Insektengift der Kaffeesträucher. Beim Menschen wirkt es stimulierend auf das Nervensystem. Diese Wirkung setzt bereits eine halbe bis dreiviertel Stunde nach dem Kaffeegenuss ein und hält bis zu zwei Stunden an.
Koffein regt die Durchblutung des Gehirns an und macht deshalb munter. Der Blutdruck und die Körpertemperatur steigen an, Herz und Stoffwechsel werden aktiviert, die Atmung beschleunigt sich. Ab etwa 300 mg Koffein (ca. vier Tassen starken Kaffee) kann es zu Herzrasen, Nervosität, Händezittern, Blutdruckanstieg oder Harndrang kommen. Diese Effekte sind vorübergehend und bei gesunden Menschen harmlos. Wer allerdings zu Bluthochdruck neigt, sollte keinen Kaffee trinken. Studien zeigten, dass sich das Schlaganfallrisiko durch regelmäßigen Kaffeegenuss verdoppeln kann.
Koffein stimuliert außerdem die Darmtätigkeit. Tödlich wäre Koffein erst bei einer Dosis von etwa 100 Tassen Kaffee auf einmal.
Die leicht euphorisierende Wirkung des Koffeins ist mit dem Stoffwechsel des „Glückshormons“ Serotonin verknüpft. Serotonin wirkt stimmungsaufhellend, doch nur bei Tageslicht. Bei Dämmerung geht es mit der guten Laune bergab. Hier hilft das Koffein, indem es den Abbau des Hormons stoppt. Die Folge: Die Großhirnrinde wird stimuliert, Wahrnehmungs- und Denkvermögen verbessert. Serotonin und Koffein leisten Teamarbeit: unsere Kaffeegelüste sind dann amgrößten, wenn sich das Serotonin zurückzieht. Beim Frühstück aktiviert der Kaffee das darniederliegende Serotonin, beim Kaffeekränzchen am Spätnachmittag rettet er es vor erneutem Dahinwelken.
ähnliche Beiträge
- Kaffee - wie gesund ist das schwarze Gebräu?
- Kaffee schützt Sie vor Krebs
- Kaffee wappnet Sie gegen Diabetes
- Was Sie über den Gesundheitsschutz durch Kaffee wissen sollten
- Kaffee und Tee - eine gesundheitsgefährdende Kombination
- Kaffee kann Blutdruck deutlich senken
- Kaffee senkt Ihr Prostatakrebs-Risiko deutlich
- Kaffee kann zu Angstzuständen führen