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Hybrid Food: So profitieren Sie vom interkulturellen Ernährungstrend

Die Bezeichnung „hybrid“ kennen Sie vielleicht aus der Automobilindustrie: Umschrieben wird auf diese Weise die Verknüpfung verschiedener Antriebstechnologien; ein Zusammenspiel von Strom und Benzin beispielsweise.

Seit 2015 gibt es ein ähnliches Phänomen in der Lebensmittelindustrie: Hybrid Food heißt der Trend, bei dem unterschiedliche Nahrungsmittel miteinander kombiniert werden. Im Vordergrund steht dabei das Mixen von Zutaten verschiedener Kulturen: So werden der amerikanische Bagel und das französische Croissant zum Cragel. Ein Cronut wiederum ist eine Kreuzung aus Croissant und Donut. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, denn beim Hybrid Food gilt: Erlaubt ist, was schmeckt.

Greifen Sie zu gesunden Versionen

Wollen Sie mehr Abwechslung in Ihren Speiseplan bringen, dann profitieren auch Sie von den ganz neuen Geschmackserlebnissen, die Hybrid Food mitsichbringt. Achten Sie dabei allerdings auf Ihre Gesundheit: Die Kombination aus Bagel und Croissant klingt zwar verführerisch, ist aufgrund des hohen Zuckergehaltes aber alles andere als gesundheitsfördernd: Regelmäßig konsumiert entsteht Übergewicht und die Folgen sind dann beispielsweise Bluthochdruck oder Diabetes mellitus.

Greifen Sie deshalb vorzugsweise zu gesundem Hybrid Food. Mischen Sie beispielsweise heimische Obstsorten mit exotischen Früchten: Zerschneiden Sie einen Apfel in feine Stücke, geben Sie eine in Scheiben geschnittene Kiwi hinzu und ein paar geviertelte Zitronenscheiben. Mischen Sie alles und schon haben Sie einen leckeren und vitaminreichen Hybrid-Obstsalat.

Pseudo-Getreide für selbst gemachtes Hybrid Food

Neben exotischen Früchten können Sie viele weitere ausländische Lebensmitteln nutzen, die immer häufiger in unseren Supermärkten oder Drogerien angeboten werden. Als ausgesprochen gesunder Bestandteil von Hybrid Food empfehlen sich die aus Mittel- und Südamerika stammenden Pseudo-Getreidesorten.

Zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe

  • Chia-Samen (z. B. Omega-3-Fettsäuren, Kalzium, Magnesium, Eisen, hoher Eiweißgehalt)
  • Amaranth (Lecithin, Lysin, hoher Eiweißgehalt)
  • Quinoa (Vitamin B2, zahlreiche Antioxidantien, hoher Eiweißgehalt)
  • Kaniwa (zahlreiche Mineralstoffe, z. B. Eisen und Kalzium, hoher Eiweißgehalt)

Chia-Samen, die heutzutage hauptsächlich in Mittelamerika angebaut werden, enthalten hohe Mengen an Omega-3-Fettsäuren (100 Gramm Körner bringen es auf 17,8 Gramm alpha-Linolensäure).

Besonders interessant fürVegetarier: Pseudo-Getreidesorten sind eine ideale pflanzliche Proteinquelle: 100 Gramm Kaniwa-Körner enthalten 15,7 Gramm Eiweiß. Amaranth verfügt über einen Proteingehalt von etwa 15 bis 18 Gramm und Quinoa bringt es auf etwa 14 Gramm pro 100 Gramm. Bedenken Sie: Damit Stoffwechselprozesse korrekt ablaufen können, sollten Sie täglich 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen.

Gesunder Tipp

Mischen Sie einen Esslöffel der Körner doch ganz einfach unter einen einheimischen Salat (z. B. Spinat oder Rauke) und produzieren Sie sich so Ihr ganz eigenes, gesundes Hybrid Food. Weiterer Vorteil von Pseudo-Getreide: Die Körner sind frei von Gluten und können deshalb problemlos bei einer Unverträglichkeit verzehrt werden. Lassen Sie es sich schmecken!

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Christine Pauli
Über den Autor Christine Pauli

Beim FID Fachverlag für Gesundheitswissen ist sie Chefredakteurin des Informationsdienstes "Food Inspector" und des E-Mail-Newsletters „Ernährungstipps“.

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