Stark beworben wird derzeit "Himalaya-Salz". Durch den hohen Druck des Himalaya-Gebirges seien die Elemente in diesem Salz besonders fein und könnten von den Zellen besser aufgenommen werden. Außerdem enthalte es alle 84 Elemente des Urmeeres, aus dem einst alles Leben hervorging. Für diesen vermeintlichen "gesundheitlichen Zusatznutzen" müssen Sie jedoch tief in die Tasche greifen. Bis zu 80 € verlangen die Händler für ein Kilo Salz.

 

Doch chemische Analysen haben gezeigt: Himalaya-Salz besteht wie andere Steinsalze auch zu 97 % aus Natriumchlorid. Die angeblichen 84 „Elemente“ lassen sich nicht nachweisen. Ein Löffel des „Himalaya-Salzes“ deckt gerade einmal 0,5 % Ihres täglichen Magnesium- oder 0,2 % des täglichen Eisenbedarfs. Der Mineralgehalt von Lebensmitteln ist um ein Vielfaches höher. So kommt denn auch die „Unabhängige Verbraucherberatung“ (UGB) in Gießen zu dem Schluss: „Besondere Wirkungen auf den Körper sind bislang nicht wissenschaftlich belegt.“ Und aus ökologischen Gründen sei es völlig unsinnig, ein Lebensmittel, das es hier zu Lande im Überfluss gebe, über Tausende von Kilometern zu transportieren.

 

Seriöse Kritiker bezweifeln sogar, dass das Salz überhaupt aus dem Himalaya kommt. Denn dort finden sich keine Lagerstätten für Steinsalze. Vermutlich kommt das „Himalaya-Salz“ eher aus der so genannten „Salt-Range“, einem Hügelland in Nordpakistan. In den dortigen Minen wird ein Steinsalz gewonnen, das unter anderem für „Salzlampen“ weltweit Verwendung findet. Das teure Salz könnte also in Wahrheit nur das Abfallprodukt dieser Lampenproduktion sein.

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