Grüner Tee: Hilfe bei Hautentzündungen
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Forscher der Universitäten in Freiburg und Los Angeles haben in grünem Tee entzündungshemmende Substanzen entdeckt. Sie untersuchten 60 Krebspatienten, die an schweren Hautentzündungen litten, welche als Folge einer Strahlentherapie aufgetreten waren. In der Freiburger UniKlinik wurden solche Patienten schon immer mit in Tee getränkten Kompressen behandelt. Nun wollten die Mediziner herausfinden, ob sich die guten Erfahrungen, die die Pflegekräfte mit dieser Methode gemacht hatten, auch wissenschaftlich erklären ließen. Tatsächlich klangen die Hautentzündungen (die einer Verbrennung oder einem Sonnenbrand ähneln) mit schwarzem Tee nach etwa 22 Tagen ab, mit grünem Tee dagegen schon nach 16 Tagen. Die günstigen Effekte des grünen Tees erklären die Forscher mit seinem im Vergleich zu Schwarztee höheren Gehalt an Polyphenolen. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben einen antibakteriellen Effekt.
In einem zweiten Teil der Studie konnten die Wissenschaftler in Zellkulturen dann auch nachweisen, dass diese Teesubstanzen die Produktion von Entzündungsstoffen (z. B. Interleukine) hemmen. Auch hier war grüner Tee wirksamer als Schwarztee. Die Ergebnisse wurden im Dezember 2006 in der Zeitschrift BMC Medicine veröffentlicht und sind nicht nur für Krebspatienten von Bedeutung. Wenn Sie an Hautentzündungen leiden, können Sie einfach einen Teebeutel aufkochen und eine Wundkompresse mit dem Tee tränken. Diese legen Sie dann etwa 10 Minuten auf die Haut. Die Behandlung sollten Sie bis zu 3-mal täglich wiederholen.