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Grüne Smoothies für Ihre Gesundheit

Ein grüner Smoothie ist eine vollwertige und äußerst vitalstoffreiche Mahlzeit. Dadurch, dass die Zutaten nicht erhitzt werden, bleiben die Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe in vollem Umfang erhalten.

Basis-Rezept für einen grünen Smoothie

  • 100 bis 150 g Obst
  • 100 bis 150 g Blattgrün, Salaten oder Gemüse
  • 100 bis 150 ml Wasser

Das Wasser benötigen Sie, damit sich der Inhalt leicht mixen lässt und das Getränk seine samtige (engl.: smooth) Konsistenz erhält. Die ausgezeichnete Wirkung auf die Gesundheit verdanken die Smoothies den Bitterstoffen. Sie schaffen eine gesunde Darmflora, entsäuern den Organismus und stärken das Immunsystem. Gleichzeitig helfen sie beim Abnehmen, denn sie dämpfen den Heißhunger auf Süßes und fördern die Fetverbrennung.

Die besten bitterstoffhaltigen Smoothie-Zutaten

  • Gemüse: Radicchio, Rucola, Endivien, Artischocken
  • Zitrusfrüchte: Pampelmusen, Orangen, Zitronen
  • Kräuter: Rosmarin, Estragon, Sauerampfer, Thymian
  • Heilkräuter: Löwenzahn, Engelwurz, Wermukraut, Gänseblümchen

Häufig enthalten die grünen Blätter der Gemüsesorten mehr Vitalstoffe als das Gemüse selbst. So ist unter anderem der Kalziumgehalt im Möhrengrün besonders hoch. Außerdem enthalten die grünen Blätter generell viel Chlorophyll. Dieser auch Blattgrün genannte Stoff wirkt blutbildend, stark basisch und entgiftet den gesamten Organismus.

Lauern in grünen Smoothies Gefahren?

Natürlich ist Gemüse gesund: Essen Sie aber extrem viele Gemüse, Blätter und Kräuter, belasten Sie Ihren Körper mit schädlichen Stoffen. Dazu gehört die Oxalsäure. Sie steckt beispielsweise in Rhabarber, Mangold und Spinat. Sie begünstigt die Entwicklung von Nierensteinen bei Ihnen. Oxalsäure kann auch Ihre Nährstoffbilanz verschlechtern: Sie behindert Ihre Aufnahme von Eisen, Kalzium und Magnesium aus der Nahrung.

Nicht ganz unbedenklich sind außerdem die goitrogenen Substanzen (englisch: „goiter“, also „Kropf“). Das sind beispielsweise Thioglykoside, die unter anderem in Meerrettich, Radieschen und Kohl vorkommen. Sie verhindern die Bildung von Schilddrüsenhormonen. Ein Kropf entsteht. Allerdings ist es unter Wissenschaftlern umstritten, ob grüne Smoothies deshalb gesundheitsschädlich sind. Die meisten schädlichen Stoffe scheidet Ihr Körper vermutlich wieder aus. Zurzeit gibt es noch keine Studien, die Ihnen Entwarnung geben könnten.

Feste Kost macht länger satt

Obst und Gemüse sind eine gute Basis für Ihre Ernährung, wenn Sie ein paar Kilo abspecken möchten: Ideal sind drei Portionen Gemüse und zwei Portion frisches Obst pro Tag. Der Konsum in flüssiger Form hat durchaus Nachteile: Die Sättigungswirkung ist deutlich geringer als bei fester Kost. Außerdem muss Ihr Verdauungstrakt weniger arbeiten, als wenn er eine harte Möhre oder einen Apfel knackt. Weniger Verdauungsarbeit heißt auch: Ihr Körper verbraucht weniger Energie (Kalorien). Wenn Sie nur weiches Essen zu sich nehmen, verkümmert Ihre Kaumuskulatur. Und die braucht wie jeder Muskel Training.

Natürlich brauchen Sie auf einen grünen Smoothie nicht zu verzichten: Bei einem Glas pro Tag (200 bis 250 Milliliter) überwiegt die Wirkung der Vitamine gegenüber möglichen Gesundheitsrisiken, darin sind sich Ernährungswissenschaftler einig. Zudem liefern Ihnen die grünen Blätter verdauungsfördernde Ballast-und Bitterstoffe. So kann Ihnen ein Glas gegen Völlegefühl oder bei Darmträgheit helfen.

Smoothie-Rezepte für Einsteiger

Wenn Sie sich zum ersten Mal einen grünen Smoothie zubereiten kann der bittere Geschmack zunächst ungewöhnlich sein. Daher ist es empfehlenswert, am Anfang den Obstanteil etwas höher zu wählen, sodass der Mix etwas süßlicher wird. Empfehlenswert ist hier ein Obstanteil von 60 Prozent und ein Gemüseanteil von 40 Prozent. Ein solcher Smoothie könnte zum Beispiel aus einer großen Banane und 100 g Salat bestehen. Mit der Zeit werden Sie weniger Obst benötigen und den bitteren Geschmack als lecker empfinden. Das folgende Rezept eignet sich gut für den Einstieg:

Zutaten:

  • 3 Handvoll Spinat
  • 2 Äpfel Sorte Elstar
  • 1 kleine Banane
  • ¼ reife Avocado
  • Saft von ½ Zitrone

Zutaten:

  • Grün von 3 Möhren
  • 150 g Römersalat
  • 1 geschälte Mango
  • 1 geschälte Orange

Probieren Sie es einfach einmal aus. Vielleicht sind auch Sie dann schon bald ein Smoothie-Fan!

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Ingo Peter schrieb am 17.06.2014, 11:39 Uhr

    Sehr geehrte Frau Rossbach, seit langem lese ich mit Freude und Gewinn Ihren Newsletter. Er ist beispielsweise ein schönes und valides Gegengewicht zu der unmöglichen und mangelhaften Einstellung der Stiftung Warentest zur alternativen Medizin und Homöopathie. Das Thema Smoothies ist m.E. schon lange für die Volksgesundheit wichtig und wird in den Medien leider nur sehr zögerlich bedient. Wieviel besser wäre unsere Welt, wenn die "Führer" - egal welcher Couleur - weniger Fleisch essen und damit ihre Körper entsäuert und ihre Gedanken positiver werden würden. Deshalb zum Abschluß mein Vorschlag für einen der nächsten Newsletter: Gourmet-Rohkost. Dafür gibt es bereits ein Spezialkochschule in New York, wenn auh die Bewegung wie so vieles Gutes aus San Franzisko kommt. Dabei ist besonders auf die Bewahrung der Enzyme als Lebensquell hinzuweisen, die eben bei schnellen Kochen alle verloren gehen wie beim Brotbacken auf kleiner Flamme bzw. im nur 40 Grad heissen Wüstensand bei den alten Essenern. Ausserdem passt es in die heutige Zeit, deren zukunftsorientierte Jugendliche bzw. Halberwachsene mir(:75jähriger)auch immer wieder sagen: Quickie ist out, langsam macht alles viel mehr Spaß.# Also recht so weiter so sagt der dankbare Leser Ingo Peter

    • Gabriele Schildberger antwortete am 18.06.2014, 19:52 Uhr

      Entschleunigung - ist heute allgemein angesagt. Die Menschen merken in ihrer Hektik kaum mehr, was um sie herum vorgeht - sie nehmen sich wenig Zeit zur Aufnahme ihrer Speisen - "fast food" ist noch immer "in". Daher liegt es an den Älteren, mit gutem Beispiel voranzugehen und die Bedeutung gesunder Ernährung und ihrer frischen Zubereitung zumindest für sich selbst anzuwenden - die Enkel dürfen dabei zusehen, verkosten und lernen, sich für gesündere Alternativen ihres Speisezettels zu begeistern. Man sollte allerdings nicht vergessen, grundsätzlich Mischkost zu propagieren, damit nicht einseitige Mangelkost, z.B. durch ein Zuviel an Rohkost und ein Zuwenig an gekochter Grundnahrung entstehen kann. Für ausgewogene Ernährung steht ein reiches Spektrum an Nahrungsmitteln und phantasievollen Möglichkeiten zur schmackhaften Zubereitung zur Auswahl. Weiterhin also: Gutes Gelingen, lieber Ingo!

  • Eva Gräbe schrieb am 17.06.2014, 13:37 Uhr

    Im Grunde genommen mag ich grüne Smoothies, sie schmecken, sind gesund und sollten in der Regel auch gut verträglich sein. Ich habe sie einige male ausprobiert, jedoch gehöre ich wohl zu der Sorte Mensch, die sie leider nicht verträgt. Obwohl ich mich bei der Zubereitung genau nach Anleitung gehalten habe, bekam ich üble Magenkrämpfe. Auch von meinen eigenen Kreationen. Ich wurde direkt krank davon, deshalb mußte ich sie aus meinem Speiseplan streichen. Smoothies, die ich nur aus Früchten zubereite, sind für mich besser verträglich, aber auch hier muss ich vorsichtig sein und darf es mit der Menge nicht übertreiben.

  • Kathi Selig schrieb am 18.06.2014, 18:00 Uhr

    Es fehlt der Hinweis auf den Mixer und die Mixzeit. Es sollte schon ein leistungsfähiger Mixer sein, mind. 600 W und möglichst viele Umdrehungen. Bei 18000 U/min tun es dann i.d.R. 60-90 sec. Je schlechter der Mixer, umso länger muss man mixen, damit die Grünen Zellen möglichst zahlreich zerschlagen werden und die Antioxidanzien frei werden (was auch immer das dann ist...), was man daran erkennt, dass der Smoothie auch bei Zimmertemperatur über Stunden sich nicht (oder kaum) verfärbt und sich im Kühlschrank sogar einige Tage hält (ohne zu gären oder zu verfärben). Ein Pürierstab, der für Frucht-Shakes noch reicht, bringt bei Grünzeug sicher eher Misserfolge. Und wenn man allzu feste Blätter wie Wirsing im Ganzen unten rein tun, können die sich schon mal um die Messer wickeln und das ganze (teure) Gerät schrotten (ist mir leider passiert...).