Frühstück: Greifen Sie zu
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Der leckere Duft eines frisch gekochten Kaffees, der Geruch von soeben gebackenen Brötchen und Eiern mit Speck, dazu Müsli, Säfte und gute Konfitüren - das riecht nach einem schönen, ausgiebigen Frühstück. Doch viele Menschen verzichten heute gänzlich auf eine Mahlzeit am Beginn des Tages. Ungesund ist das nicht. Doch mit einem leichten Frühstück kommen Körper und Gehirn besser auf Touren.
Frühstücke wie ein Kaiser, iss mittag wie ein König und abends wie ein Bettelmann - so lautet die tradi- tionelle Empfehlung des Volksmundes zur über den Tag verteilten Nahrungsaufnahme. Das herkömmliche Frühstück zu Hause wird aber immer häufiger durch die erste Zwischenmahlzeit unterwegs am späten Morgen abgelöst.
Ein Plastikbecher mit Kaffee und ein pappiges Wurst- oder Käsebrötchen - so sieht die Vormittagsrealität vieler Bundesbürger heute aus. Die meisten nehmen sich morgens nicht mehr die Zeit, um in Ruhe zu frühstücken. Insbesondere Kinder werden ohne etwas im Magen in den Tag entlassen. Viele haben nicht mal ein Schulbrot und etwas Obst dabei, sondern lediglich ein paar Euro für Süßigkeiten in der Tasche. Ge- frühstückt wird in etlichen Familien nur noch am Sonntag - sofern genügend Zeit dafür ist.
Der Mensch sollte aber jeden Morgen mit einem Frühstück in den Tag starten, weil er nachts seine Energie- speicher leert, sagen viele Ernährungs- wissenschaftler. Muss nicht mehr sein, sagen andere Forscher, denn die meisten Menschen arbeiten nicht mehr schwer. In manchen Ländern wie Ita- lien oder Frankreich trinken die meisten Menschen nur schnell einen klei- nen Espresso oder einen Milchkaffee.
Eine Tasse Milchkaffee kann für Sie durchaus ausreichend sein
Was ist nun richtig: Sollen Sie ausgiebig frühstücken oder nicht? Die neu- esten wissenschaftlichen Erkenntnisse sagen: Sie dürfen sich hier ruhig nach Ihren eigenen Bedürfnissen richten.
Haben Sie körperlich schwer zu arbeiten, wird es Sie instinktiv nach einem üppigeren Frühstück verlangen - nach Wurst- oder Käsebrot, nach Eiern, vielleicht sogar mit Speck oder Lachs. In einer Zeit, in der körperlich schwer ge- arbeitet wurde, war es eine sinnvolle Empfehlung, sich morgens mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Doch wenn sich die äußeren Bedingungen ändern, dürfen sich dem durchaus auch die Ernährungsgewohnheiten anpassen.
Da die meisten von uns nicht mehr körperlich arbeiten, können eine Tasse Milchkaffee und ein trockenes Brötchen am Morgen durchaus ausreichen. Wenn Ihnen morgens nur der Milchkaffee oder ein Glas Saft schmecken, ist das völlig in Ordnung für Sie. Sie sollten dann allerdings ein Auge darauf halten, dass Sie Ihre erste Mahlzeit besonders hochwertig bestücken.
Damit die Zeit bis zum Mittagessen nicht zu lang wird, sollten Sie sich für zwischendurch unbedingt etwas mitnehmen - ein Stück Vollkornbrot mit Käse, ein belegtes Vollkornbrötchen, ein Müsli, einen Salat, etwas Obst oder ein Glas selbst gemachten Kräuterquark.
Generelle Ausnahme bei der neuen Frühstücksregel: Kinder und Jugend liche sollten immer in Ruhe frühstücken und etwas Gesundes für tagsüber von zu Hause mitnehmen. Gerade für Kinder, die zu spät geweckt werden oder aufstehen, geht es morgens oft zu hektisch zu.
Das ist Stress für sie, der ihnen auf den Magen schlagen, sie appetitlos machen und sich negativ auf ihr Wachstum auswirken kann. Kinder sollten deshalb morgens so rechtzeitig aufstehen, dass genügend Zeit fürs Frühstück bleibt.
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