Fleisch: Vorteil von weißem Fleisch nicht nachgewiesen
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Die Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder hat die wichtigsten Studien bewertet:
- Wie eine klinische Studie ergab, lassen sich die Blutfettwerte durch rotes (Rind, Schwein, Lamm) und weißes Fleisch (Geflügel, Fisch) gleichermaßen senken. Bei allen gängigen Fleischarten besteht die Hälfte des Fettes im Muskel aus ungesättigten Fettsäuren, die einen positiven Einfluss auf die Blutfette haben.
- Kürzlich wurde der Zusammenhang von rotem Fleisch und Endometriose (Wucherungen der Gebärmutter-Schleimhaut) anhand einer einzelnen Studie vermutet. Hier wurden jedoch ungewöhnlich hohe Verzehrmengen angesetzt (7-mal pro Woche). Zudem handelte es sich um eine so genannte Fall-Kontroll-Studie, einen Studien-Typ, der besonders anfällig für systematische Fehler ist.
Was Sie aus diesen einzelnen Erkenntnissen für sich selbst als Schluss ziehen können: Es gibt kein natürliches Nahrungsmittel, das für sich gesehen schädlich ist. Es ist die gesamte Zusammenstellung Ihrer Ernährung, die sich als günstig oder ungünstig erweisen kann. Nährwert und Energiegehalt hängen nicht von der Farbe des Fleisches ab, sondern vom jeweilig verzehrten Stück - beispielsweise Brust oder Bein - und von seiner Zubereitung. Grundsätzlich sollten Sie jedes Fleisch zu seinem Recht kommen lassen, es frisch aus der natürlichen Haltung einkaufen, es selbst zubereiten und mit passenden pflanzlichen Gerichten kombinieren.