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Quecksilber in Fisch

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Fisch

Selbstgeangelt oder in Ihrem Lieblings-restaurant serviert, kann Fisch eine leckere und fettarme Bereicherung jeder Mahlzeit sein. Doch Bedenken wegen des Quecksilbergehalts im Fisch haben Ihnen vielleicht etwas den Appetit genommen, oder Sie haben Fisch sogar von Ihrem Speisezettel gestrichen. Quecksilber im Thermometer ist eine Sache, in unserem Essen ist es eine andere.

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Allerdings kann eine genauere Kenntnis über Quecksilber und welche Mengen bei der Nahrungsaufnahme als sicher erachtet werden Sie beruhigen, wenn Sie das nächste Mal Fisch bestellen oder Ihren Köder auswerfen. In Maßen genossen, kann Fisch einen gesunden und unbedenklichen Teil Ihrer regulären Ernährung darstellen.

Die Gefahren sind real

Sorgen wegen des Quecksilbergehalts in Fisch tauchten nach Quecksilbervergiftungen nach Fischgenuß in Minima-ta/Japan in den 60er Jahren auf. 111 Personen starben. Wenn auch keine größere Anzahl von Quecksilbervergiftungen in den westlichen Industrienationen aufgetreten ist, bleiben doch begründete Sorgen um den Quecksilbergehalt in Fisch. Abhängig vom Ort des Fischfangs oder der Häufigkeit Ihres Fischverzehrs können Sie Gefahr laufen, mehr Quecksilber aufzunehmen, als gefahrlos ist.

Vor allem sollten Schwangere sich der Gefahren des Verzehrs von Fisch mit hohem Quecksilbergehalt bewußt sein.

Natürlicher und industrieller Ursprung

Die glänzend silbrige Substanz, die Sie aus Thermometern kennen, ist ein recht häufiges Element in der Umwelt. Wissenschaftler schätzen, daß die Erde jedes Jahr 30.000 Tonnen Quecksilber auf natürlichem Wege freisetzt. Der Schadstoffausstoß der Industrie ist eine andere Quelle. Eine Art von Quecksilber, anorganisches Quecksilber genannt, wird von der Industrie als Bleichmittel und Katalysator in chemischen Reaktionen verwandt.

Die giftigste Form dieses Elements heißt Methylquecksilber (organisches Quecksilber). Es wird in das Fettgewebe aufgenommen und kann Zellen schädigen.

Wenn irgendeine Sorte von Quecksilber in Wasseransammlungen gerät, können Bakterien es dort in Methylquecksilber umwandeln. Fische können das Methylquecksilber mit der Nahrung aufnehmen. Fische am oberen Ende der Nahrungskette sind höherer Quecksilberbelastung ausgesetzt, da sie kleinere Fische fressen, die bereits Quecksilber aufgenommen haben.

Auf diese Weise können Sie gesundheitsgefährdende Mengen von Quecksilber aufnehmen, wenn Sie Fisch essen.


Konzentration im Fettgewebe

Wenn Sie Quecksilber aufgenommen haben, sammelt es sich in Körperregionen, die reich an Lipiden (Fetten) sind, wie dem Gehirn. Dort kann es Ihr Nervensystem schädigen. Anzeichen und Symptome einer Quecksilbervergiftung umfassen Taubheitsgefühle in Armen und Beinen, Gangunsicherheit, Seh- und Hörstörungen, allgemeine Muskelschwäche, Kopfschmerzen und Sprachstörungen. In schweren Fällen von Quecksilbervergiftung treten Zittern oder Krämpfe bis hin zu Koma auf.

Dennoch ein Teil Ihrer Ernährung

Obwohl fast alle Fische eine kleine Menge Methylquecksilber enthalten, überschreiten nur wenige Arten den von der Food and Drug Administration (FDA, amerikanische Gesundheitsbehörde) festgelegten Grenzwert von 1 ppm (= part per million). Zu diesen Arten gehören Hai, Schwertfisch und sehr große Thunfische, die als Steaks oder Sushi verkauft werden. Im Gegensatz dazu beträgt der Durchschnittsgehalt an Methylquecksilber in den meisten handelsüblichen Meeresfischen weniger als 0,3 ppm.

Das heißt, daß der Verzehr der meisten handelsüblichen Fische für Sie kein Risiko bedeuten sollte.

Jedoch raten die Ärzte der Mayo-Clinic, daß Sie während der Schwangerschaft, in der Stillzeit oder wenn Sie planen, in den nächsten 6 Jahren schwanger zu werden, Schwertfisch oder Hai nicht essen sollten. Gegebenenfalls spre-chen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Fisch essen, der beim Sportangeln gefangen wurde. Beschränken Sie den Verzehr von handelsüblichem Meeresfisch auf 1 bis 2 Portionen pro Woche.

Angeln Sie sich Informationen

Fisch, der in Süßwasserseen oder Flüssen gefangen wurde, kann ebenfalls Methylquecksilber enthalten. Die FDA hat 1991 Proben von etlichen Arten Süß-wasserfisch auf ihren Quecksilbergehalt untersucht. Im Durchschnitt hat keiner von diesen den Grenzwert von 1 ppm überschritten.

Aber der Quecksilbergehalt in Fisch hängt von der Umwelt ab. Fische in Flüssen oder Seen in der Nähe von Industrieanlagen können einen Quecksilbergehalt aufweisen, der den Grenzwert überschreitet.

Einige Länder überwachen den Quecksilbergehalt in Fischen. Sollten Sie angeln gehen, halten Sie Rücksprache mit Gesundheitsämtern oder entsprechenden Institutionen über den Quecksilbergehalt Ihrer bevorzugten Flüsse und Seen, bevor Sie Ihren Fang essen.

Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Verdacht haben, daß Sie zuviel Fisch mit zu hohem Quecksilbergehalt verzehrt haben. Ein Bluttest kann Aufschluß über Ihre Belastung geben. Medikamente werden normalerweise nur verordnet, wenn Symptome einer Quecksilbervergiftung vorliegen.

Röntgenbild einer Lunge

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