Fertigprodukte: So kam die Chemie in Ihr Essen
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Der Siegeszug dieses bequemen, aber auch schnellen Essens begann ganz langsam zu Zeiten der Industrialisierung. Als die Menschen in den Fabriken bis zu 14 Stunden pro Tag arbeiten mussten, blieb kaum Zeit, selbst etwas zu kochen – die ersten Imbissbuden entstanden. Hier konnten die Arbeiter sich rasch mit Nahrung versorgen. Aber immer noch handelte es sich um handgemachte Gerichte. Dann geschah 1874 etwas, was die Nahrungsmittel bis heute entscheidend verändern sollte: Wilhelm Haarmann erfand die synthetische Vanille. Ihr Vorteil: Sie war günstiger als echte Vanille und schneller verfügbar. Der Grundstein für die chemische Lebensmittelproduktion war gelegt – und heute stehen rund 7.000 verschiedene künstlich hergestellte Geschmäcker zur Verfügung, mit denen die Lebensmittel-Ingenieure fast jede Nahrung „verfeinern" können.
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