MenüMenü

Fertigprodukte

Wie einfach ist die Ernährung doch heute durch Fertigprodukte geworden. Das fängt schon bei der Nudelsuppe an. Mussten Sie früher erst ein Huhn kochen, um die Brühe zu erhalten, reicht es heute, einfach eine Tüte aufzureißen, Wasser hinzuzugeben und in fünf Minuten haben Sie eine verzehrfertige Mahlzeit, in der viele Gesundheitsgefahren lauern können.

Die meisten Lebensmittel heutzutage sind Fertigprodukte

Mittlerweile stammen rund 75 Prozent aller Lebensmittel aus den Hexenküchen der chemischen Industrie. Sie kaufen im Supermarkt Brot oder Joghurt und in Wirklichkeit landet eine Mischung aus Geschmacks-, Verdickungs- und Farbstoffen, Enzymen und Bindemitteln in Ihrem Einkaufskorb.

Der Grund dafür ist unser Wunsch nach Perfektion: Das Roggenbrot soll heute genauso schmecken wie das in der letzten Woche, der Erdbeer-Joghurt muss die schöne Farbe haben, die an Sommerfrische Erdbeeren erinnert, und das bitte auch im Winter.

Alles immer und überall verfügbar

Der gesundheitliche Preis für diesen Perfektionswahn in der Nahrung kann hoch sein. Es drohen

  • Antibiotikaresistenz
  • Lebensmittelallergien
  • Allergieschübe durch versteckte Inhaltsstoffe
  • Nährstoffmangel
  • eingeschränkte Denkfähigkeit

Zitronensäure: Ein gefährlicher Alleskönner

Der chemische Zusatzstoff Zitronensäure kann Sie gegen Antibiotika resistent werden lassen. Die Gewinnung der Zitronensäure findet in riesigen Bakterienfarmen statt. Hier wird der Schimmelpilz Aspergillus Niger niedrigen pH-Werten ausgesetzt und ihm wird Eisen entzogen. So scheidet er vermehrt die für die Lebensmittelproduktion wichtige Zitronensäure aus. Das funktioniert aber nur so lange, wie diese Schimmelpilze gesund bleiben und nicht ihrerseits von Bakterien befallen werden. Um dies zu verhindern, werden dem Nährboden, von dem sich der Pilz ernährt, Antibiotika beigefügt, oft sogar Penicillin. Überreste dieser Antibiotika befinden sich auch dann noch in der Zitronensäure, wenn Sie diese mit der Nahrung aufnehmen.

Die schlimme Folge: Sie können gegen bestimmte Antibiotika resistent werden. Sind Sie dann im Krankheitsfall auf Antibiotika angewiesen, wirken diese eventuell nicht mehr und können die Krankheitserreger in Ihrem Körper nicht mehr bekämpfen. Dadurch sind auch Infektionskrankheiten, die Mediziner längst für ausgerottet gehalten haben, wieder auf dem Vormarsch (z. B. Diphtherie).

Die Zitronensäure ist überall!

Ist Ihnen aber schon einmal aufgefallen, wie oft Ihnen das Wort „Zitronensäure“ im Zusammenhang mit Lebensmitteln begegnet? Zitronensäure wird:

  • manchem Konservenobst beigegeben und sorgt dafür, dass es bissfest bleibt.
  • bei der Herstellung von Cola verwendet, denn so bleibt die Kohlensäure möglichst lange erhalten.
  • Schmelzkäse zugesetzt, denn erst dadurch wird er so herrlich streichfähig wie Butter.
  • in der Rotweinproduktion benutzt, um Schwermetallrückstände zu binden, damit Blei und Zink, die den Trauben anhaften können, die rote Farbe nicht blasser erscheinen lassen.
  • in der Süßigkeitenindustrie als Säuerungsmittel verwendet.

Ob Zitronensäure verwendet wird, können Sie in der Zutatenliste erkennen. Entweder sie wird hier direkt aufgeführt oder sie verbirgt sich hinter dem Code E 330. Lebensmittel mit diesem Inhaltsstoff sollten Sie meiden, so oft es geht.

Spinat, Matjes & Co: Zu viel Salz im Fertiggericht

Auch wenn Salz sich nicht bei jedem Menschen auf den Blutdruck auswirkt, ist eine zu große Aufnahme dieses Stoffs über die Nahrung ungesund. Daher sollten wir nicht mehr als 6 Gramm hiervon täglich zu uns nehmen. Und diese Menge scheint schon viel, entspricht sie doch einem gestrichenen Teelöffel voll. Versuchen Sie einmal, so eine Menge Salz auf einmal zu verzehren. Schon der Gedanke sorgt bei den meisten Menschen für Unwohlsein. Allerdings nehmen wir häufig eine deutlich größere Menge Salz pro Tag zu uns, ohne es zu merken. Lieferanten für diese zusätzliche Salzmenge sind verarbeitete Lebensmittel, die viel zu viel Salz enthalten, dabei aber gar nicht salzig schmecken. Sie merken also noch nicht einmal, wenn Sie Ihre Salzaufnahme drastisch erhöhen.

Stiftung Warentest hat nun untersucht, inwieweit Sie Salz über verarbeitete Lebensmittel zu sich nehmen und fand heraus, dass nicht nur die Lebensmittel, von denen wir es „erwarten“, reich an Salz sind. Dass Wurst, aber auch manche Fischprodukte viel Salz liefern, erklärt sich fast von selbst. So enthalten zwei Scheiben Schinken rund 1,5 Gramm Salz. Aber auch das Aufbackbrötchen schlägt mit fast zwei Gramm Salz zu Buche. Deutlich überschritten haben Sie Ihren Tagesbedarf dann, wenn Sie sich zum Beispiel zum Mittagessen ein Matjesfilet nach nordischer Art gönnen. Dieses enthält pro Portion unglaubliche 8 Gramm Salz. Auch Rahmspinat liefert so viel Salz, dass er nicht mehr unbedingt gesund ist. Ähnliches gilt für andere vorbereitete Gemüse, die Sie nur noch warm machen müssen. Übrigens: Auf die Inhaltsangaben auf den Verpackungen der Lebensmittel können Sie sich nicht unbedingt verlassen. Hier muss nur der Natriumanteil angegeben sein. Erst wenn Sie diesen mit 2,5 multiplizieren, wissen Sie, wie viel Salz im jeweiligen Lebensmittel enthalten ist.

„Zuckerfrei“ bedeutet nicht frei von Zucker

Zuckerfreie Produkte sind nicht wirklich frei von Zucker. Hier wurde nur auf Haushaltszucker verzichtet. Andere vergleichbare einfache Zucker (z. B. Fructose) können hier durchaus enthalten sein. Wirklich verlassen können Sie sich nur auf die Zutatenliste: Schauen Sie nach, ob Zucker aufgeführt ist. Wenn nicht, ist das sehr gut. Wenn doch, sollte er so weit wie möglich hinten stehen; dann ist die verwendete Menge sehr gering.

Eine andere Alternative ist, auf den Zucker, den Sie wissentlich essen, so weit wie möglich zu verzichten. Aber Achtung: Die clevere Industrie hat sich da einige nette Packungsaufschriften einfallen lassen, die Sie in die Irre führen und Ihren Zuckerkonsum garantiert nicht mindern werden. Lesen Sie auf einem Produkt nämlich „ohne Zuckerzusatz“, heißt das nur, dass am Ende kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wurde. Wie viel Zucker die einzelnen Bestandteile des Produkts mit sich bringen, wird nicht gesagt. Auch wenn Sie lesen „gesüßt mit Süßstoff‘, enthält das Produkt wahrscheinlich schon normalen Zucker, es ist lediglich mit Süßstoff „nachgesüßt“ worden.

Es gibt genügend Alternativen!

Aber halt: Es gibt auch gesundes Fast Food. Schnell bedeutet nicht immer auch schädlich. Denken Sie nur einmal an den frischen Salat, den Sie im Bistro um die Ecke bekommen. Der ist schnell zubereitet, lecker und dennoch gesund. Und so gibt es einige weitere Mahlzeiten, die zwar schnell zubereitet und verzehrt sind, aber auch sehr gesund sind für Sie:

  • In vielen Naturkostläden gibt es heute auch eine Speisetheke. Haben Sie schon einmal eine Tofu-Frikadelle oder einen Tofu-Burger probiert? Es schmeckt etwas anders als die übliche Imbiss-Mahlzeit, aber dennoch gut. Meist sind diese Gerichte auch nicht frittiert, sondern gebraten. Das vermindert den Fettgebrauch. Zudem enthalten sie keine tierischen Fette.
  • Kaufen Sie sich auf dem Markt eineTüte Obst. Am besten wählen Sie dazu einen Stand, der biologische Produkte anbietet. Wenn Sie jetzt zwei Birnen und einen Apfel essen, dann sind Sie ebenfalls satt und haben sich richtig gesund ernährt.
  • Salate sind immer gut. Mittlerweile gibt es sie schon verzehrfertig in der Supermarkttheke. Hier empfiehlt es sich aber doch, sich lieber im Restaurant oder Bistro einen frischen Salat zusammenstellen zu lassen. Sie sind dann sicher, dass er nicht schon zwei Tage in der Kühlung liegt und sind so vor verdorbenen Zutaten und Bakterien besser geschützt.
  • Eine rasche Zwischenmahlzeit gefällig? Schneiden Sie sich Paprika, Möhren, Kohlrabi oder Äpfel in Streifen. Ab damit in eine Tupperdose und Sie können sich diesen Snack für Zwischendurch überallhin mitnehmen.
  • Es gibt Läden, in denen Sie sich Baguettes selbst zusammenstellen können. Warum nicht? Wählen Sie aber immer das Vollkornbrot, dann einen Belag aus Truthahn oder Pute, viel Salat und eine magere Soße, zum Beispiel Joghurt. Auch das kann eine schnelle, gesunde Mahlzeit sein.
  • Gelungene Alternative zum Döner: eine Salattasche mit wenig Soße.
  • Auch Brathähnchen sind ein Fast-Food-Gericht. Aber Sie müssen es nicht ganz von Ihrem Speiseplan streichen. Ziehen Sie einfach die Haut ab und schon haben Sie einen Großteil des Fettes vermieden.
  • Wenn es mal nicht anders geht, weil zum Beispiel auf der Fahrt in den Urlaub die Kinder quengeln: Es darf auch einmal ein klassisches Fast-Food-Restaurant sein. Diese haben ihr Angebot mittlerweile um Salate erweitert, die sehr lecker sind. Aber Vorsicht: Verzichten Sie auf die Angebote mit frittiertem Hähnchenfleisch und schauen Sie vorher in die ausliegenden Kalorientabellen, bevor Sie sich für eine Soße entscheiden. Wählen Sie möglichst eine Light-Variante, denn die normalen Soßen haben so viel Fett, dass Sie stattdessen einen Burger mit Cola und Pommes hätten essen können.
  • Greifen Sie statt zur Konserve lieber zum frischen Obst, so bekommt Ihr Körper auch viele Vitamine und Ballaststoffe.
  • Wenn Sie Wein trinken wollen, sollten Sie bei einem Öko-Winzer kaufen. Er verwendet keine chemischen Zutaten.
  • Auch Süßigkeiten gibt es ohne Zitronensäure, zum Beispiel echte Fruchtgummi-Bärchen. Diese schmecken auch gleich viel besser.
  • Zitronensäure in der Marmelade können Sie umgehen, indem Sie zu Großmutters Rezeptbuch greifen und wieder selbst Marmelade herstellen. Das lohnt sich auch für kleine Mengen und der Geschmack wird Sie für die Mühe belohnen.
  • Schmelzkäse enthält nicht nur Zitronensäure, sondern ist durch das enthaltene Phosphat ein echter Knochenschädiger. Greifen Sie lieber zu Frisch- oder Schnittkäse.
  • Hand aufs Herz: Muss es unbedingt süße Brause sein? Mixen Sie sich lieber eine Apfelschorle aus einem Teil Saft und zwei Teilen Wasser.

Eine Banane ist ebenfalls cleveres Fast Food …

… mit wichtigen Inhaltsstoffen und einer praktischen Verpackung. Falls Sie die Bananen lieber essen, wenn sie schon etwas weicher sind: Spezielle Bananenboxen verhindern, dass die Bananen in Ihrer Tasche matschen. Sie erhalten diese praktischen Aufbewahrungsbehälter in vielen Geschäften, etwa bei Baby-Walz oder Globetrotter.

Fertigprodukte Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Wie gesund sind Smoothies wirklich?

Können Ernährungssünden mit den Smoothies tatsächlich ausgeglichen werden? Oder tut diese Erfindung nur den Herstellerkonten gut? Erfahren Sie es hier!

Fertigprodukte Astrid Schobert Sind Tütensuppen ein Dickmacher?

Das Schreckgespenst in Ihrer Tütensuppe heißt „Glutaminsäure“ bzw. ihre Salze, die Glutamate. Diese Stoffe kommen auch natürlicherweise in vielen Lebensmitteln […]

Gratis PDF

Die besten
7 Rezepte
mit Ingwer