Fasten: Warum es gefährlich sein kann
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Fasten hat gerade jetzt im Frühjahr wieder Hochkonjunktur. Viele Menschen möchten ihrem Körper nun nach dem Winter eine Rundum-Kur gönnen, den alten Ballast loswerden. Aber ist es wirklich so empfehlenswert, dass Sie Ihren Körper einer Phase aussetzen, in der Sie fast keine Nahrung zu sich nehmen? Ich erkläre Ihnen, warum Sie sich in den meisten Fällen mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung mehr Gutes tun.
Bis zu 8.000 Menschen sind es jährlich, die eine der großen Fastenkliniken in Deutschland oder ein Krankenhaus für Naturheilkunde aufsuchen. Dort wird ein großes Geschäft mit den Fastenwochen gemacht, immerhin kann so ein Aufenthalt leicht mehrere Tausend Euro kosten.
Noch größer ist die Anzahl derjenigen, die in Eigenregie einige Fastentage oder sogar -wochen einlegen. Immerhin 30 Millionen, also fast ein Drittel aller Deutschen, versuchen es, meist im Februar/März, ohne Arzt, nur mit Hilfe von Büchern und Artikeln aus Zeitschriften.
Was genau passiert beim Fasten in Ihrem Körper?
Im Grunde handelt es sich um nichts anderes als um eine Crash-Diät. Sie essen sehr wenig, bei manchen Fastenarten überhaupt nichts. Dadurch nehmen Sie nicht nur zu wenige Nährstoffe zu sich. Ihr Körper stellt auch seinen Stoffwechsel um. Zunächst einmal greift er die eigenen Vorräte an. Aber diese Kohlenhydrate sind nach rund einem Tag abgebaut. Nun – so die allgemeine Meinung – startet die Fettverbrennung. Aber das ist nicht ausschließlich der Fall.
Sogar Ihr Herz kann unter dem Fasten leiden
Vielmehr greift Ihr Körper auch seine Eiweißvorräte an. Das ist der Punkt, an dem es gefährlich wird. Denn alle Ihre Muskeln bestehen aus Eiweiß – und Ihr Herz ist ebenfalls ein Muskel. Der Eiweißabbau kann so weit gehen, dass auch Ihr Herzmuskel angegriffen wird – schwere gesundheitliche Probleme drohen. Ich möchte Ihnen keine Angst machen, aber Sie sollten wissen, dass es bei Risikopatienten, z. B. Diabetes- oder Bluthochdruckkranken, beim Fasten auch zu Todesfällen kommt – und das jedes Jahr aufs Neue.
Ernähren Sie sich gesund – dann brauchen Sie keine Fastenkur
Sie merken, ich kann Fasten und Fastenkuren nur ablehnen. Die angeblichen positiven Auswirkungen auf den Körper sind nicht bewiesen. Dagegen kennen wir Mediziner zu viele Nebenwirkungen. Hierzu gehören unter anderem Kopfschmerzen und Müdigkeit, es kann sogar zu Herzrhythmusstörungen oder zum Tod kommen.
Wenn Sie langfristig etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, dann stellen Sie Ihre Ernährung dauerhaft um. Ich empfehle Ihnen eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse. So bekommen Sie alle Vitamine, Mineralstoffe und viel Eiweiß – bekämpfen ebenfalls eine eventuelle Übersäuerung und gehen wirkungsvoll gegen die Pfunde vor, die sich eventuell auf Ihrer Hüfte gebildet haben. Unterstützen Sie diese Ernährung mit einer halben Stunde Sport dreimal pro Woche, brauchen Sie niemals eine Fastenkur, die Sie teuer erkaufen müssen: mit Geld oder Ihrer eigenen Gesundheit!
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