Fasten: Von der Diätetik zum Fasten
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Die Lehre des Heilfastens entspringt der Diätetiklehre, die sich zwanglos bis in die griechische Antike des Hippokrates zurückverfolgen lässt. Hippokrates verstand unter Diätetik die gesamte Lebensführung eines Menschen und deren Zusammenhang mit Krankheit und Gesundheit. Als Teil der hippokratischen Gesundheitslehre diente die Diätetik im Sinne des Erzielens von Ausgewogenheit bei Essen und Trinken als Ergänzung seiner Lehre über das ausgewogene Gleichmaß bei Arbeiten und Ruhen, Schlafen oder Wachen, Liebesleben und Enthaltsamkeit. In der heutigen Zeit gibt es jedoch nicht die hippokratische Lehre der »Diata« alleine, sondern vielmehr eine Vielzahl unterschiedlich strenger Diätenlehren, die von allgemeinen Ernährungstips (jahreszeitlich erhöhter Konsum von frischem Obst und Gemüse) über ausschließliche Roh- oder Frischkostdiäten bis hin zur strengsten Form – der harten Fastenkur.
- Heilfasten:
Strengste Form der Diätetik. Auf feste Nahrung wird komplett verzichtet. Es wird aber reichlich Flüssigkeit (Wasser, Kräutertees, Molke, Saft, Gemüsebrühe) eingenommen.
- Buchinger/Lützner-Methode:
Es gibt verschiedenste Tees, viel Wasser und einmal am Tag einen Obst oder Gemüsesaft. Mittags ist eine Gemüsebrühe erlaubt, natürlich ohne Gemüse und Salz. Damit wird einem Mineralstoffmangel vorgebeugt. Erlaubt ist auch, vor allem bei Kreislaufschwäche, ein Teelöffel Honig in den Tee – im Gegensatz zum Heilfasten.
- Rohkost/Frischkost:
Es werden unzerstörte Pflanzenfermente, Vitamine und niederkalorische Nahrungsmittel in hohen Mengen zugeführt.
- Franz-Xaver-Mayr-Kur:
Sie beginnt mit einem Teefasten, danach erfolgt eine Milch-Semmel-Kur. Kennzeichnend ist eine Kauschulung und die Darmpflege mit Einläufen.
- Schroth-Kur:
Sie zeichnet sich durch Trocken- und Trinktage aus. Es wird Trockengebäck verzehrt und Schwitzpackungen werden eingesetzt.
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