Fasten: Allgemeines
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Fasten
Nicht nur in den großen Religionen hat das Fasten seinen Platz im Jahreslauf. Viele Menschen, die nicht religiös sind, fasten mindestens einmal im Jahr, um Körper und Geist zu reinigen und sich selber eine Zeit für eine Selbstbesinnung zu gönnen.
Sie können kleine Fastenkuren bis zu einer Dauer von fünf Tagen durchaus alleine durchführen. Bei längeren Fastenzeiten – meistens bis zu 20 Tagen – sollten Sie sich unbedingt in ärztliche Betreuung begeben oder sich in einer Fastenklinik anmelden. Nur dann kann Ihnen bei gesundheitlichen Schwierigkeiten schnell geholfen werden.
Jede Jahreszeit hat ihren Reiz
Sie sollten nicht auf starre Vorschriften hören, die Ihnen »den besten« Zeitpunkt für eine Fastenkur vorgeben.
Die meisten dieser Kuren beginnen im Frühjahr. Dies hat zweierlei Gründe: Zum einen beginnt im Frühjahr auch die christliche Fastenzeit. Zum anderen aber ist es ein rein psychologischer Grund. Es ist Frühling, das Leben erwacht, und die meisten Menschen fühlen sich beschwingt und gut. Wenn Sie auch dazu gehören, dann halten Sie sich ruhig an diese weitverbreitete Regel.
Aber es geht auch anders. Sind Sie ein Kältetyp, lieben Sie den Winter mit seinen kurzen Tagen, blühen Sie richtig auf, wenn Schnee fällt und es draußen friert, dann ist die Zeit von Dezember bis Februar die richtige Fastenzeit für Sie. Und so sind Sommer und Herbst sicherlich genau so zum Fasten geeignet, wenn Sie sich in dieser Jahreszeit am wohlsten und kräftigsten fühlen.
Zwar war auch in der Vergangenheit das Frühjahr die traditionelle Fastenzeit: am Ende des Winters waren die Vorräte fast aufgebraucht, so dass es nur wenig zu Essen gab. Andererseits war aber der Umstand, längere Zeit keine flüssige oder feste Nahrung zu sich nehmen zu können, für den menschlichen Organismus zu jeder Zeit eine Normalität. Erst in neuerer Zeit, und dies auch nur in den entwickelten Ländern und nicht in mit Kriegen oder gewalttätigen Auseinandersetzungen überzogenen Gebieten, spielt das Ernährungs- und Hungerproblem eine zunehmend geringere Rolle.
Bei uns ist die Ernährungslage so gut, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung sogar an Übergewicht leidet. Setzen Sie Ihren Organismus dagegen auf eine Nulldiät und gewährleisten stets eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, Vitaminen und Mineralien, ist der Körper gezwungen, seinen täglichen Energiebedarf durch Anzapfen körpereigener Reserven zu decken. Dies ermöglicht Ihnen, einen intensiven Zugang zu Körper und Seele zu finden – die Gewichtsreduktion sollte immer nur Nebenaspekt des Fastens bleiben.
ähnliche Beiträge
- Wenn Sie abnehmen wollen, sind Sie beim Fasten falsch
- So geht es nach dem Fasten weiter
- Startschuss in den Frühling: So fasten Sie erfolgreich
- Fasten und Sport: Verträgt sich das?
- Wählen Sie aus, welche Fastenmethode am besten zu Ihnen passt
- Wann Sie nicht auf eigene Faust fasten sollten Sie
- Fasten ist nicht immer gut für Sie