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Richtiger Umgang mit unterschiedlichen Nahrungsmitteln

Der Kühlschrank ist Ihre Sicherheitsgarantie, sofern Sie ihn richtig nutzen. Doch das tun die wenigsten. Falsches Einräumen, falsche Verpackungen und zu hohe Temperaturen verderben Ihr Essen im Kühlschrank schneller als nötig und gefährden Ihre Gesundheit.

Milchprodukte, Obst und Gemüse im Kühlschrank© flashpics - Fotolia

So benutzen Sie Ihren Kühlschrank richtig

Wenn Sie vom Einkauf nach Hause kommen, sollten Sie Ihre Lebensmittel zügig in den Kühlschrank verfrachten. Dafür überprüfen Sie als Erstes die Verpackung der Ware auf ihre Kühlschranktauglichkeit. Können Sie die bereits vorhandene Verpackung verwenden oder muss das Lebensmittel neu verpackt werden? Denn die Ware muss gut geschützt sein, damit sie ihren Geschmack nicht verändert, nicht den Geruch anderer Lebensmittel annimmt oder vorzeitig verdirbt. Unverpackte Ware wird mit geeigneten Verpackungen (z. B. Kunststoffbeutel, Plastikdosen, Frischhalte- oder Alufolie, Papiertüten, Glas- oder Porzellangefäßen) geschützt.

Wenn Sie die Lebensmittel nicht verpacken, trocknen sie schnell aus. Ist die Luftfeuchtigkeit allerdings erhöht, steigt auch die Gefahr von Schimmelpilz und Fäulnis. Die Temperatur Ihres Kühlschranks sollte um 5 °C liegen, denn die gefährlichen Mikroorganismen wachsen bei niedrigen Temperaturen schlecht.

Nutzen Sie die unterschiedlichen Kältezonen sinnvoll

  • Käse, Geräuchertes und zubereitete Speisen gehören abgedeckt nach oben in den Kühlschrank.
  • Darunter befinden sich Milchprodukte wie Quark und Joghurt.
  • Leicht verderbliche Speisen wie Fisch, Fleisch und Wurst kommen in den kältesten Bereich auf der untersten Glasplatte.
  • In die Schubladen darunter gehören Obst und Gemüse, denn hier ist die Temperatur etwas höher.
  • Butter und Eier finden oben in der Tür ihren Platz.
  • Darunter können Sie Tuben, Mayonnaisen, Dressings, Saucen und Marmelade lagern.
  • Getränke werden unten in der Tür kühl gelagert.

Ein grundsätzlicher Tipp: Stellen Sie Ihre frische Ware immer nach hinten in den Kühlschrank und verbrauchen Sie die älteren Lebensmittel zuerst.

So lange halten sich Lebensmittel im Kühlschrank

  • Manche Lebensmittel halten selbst im Kühlschrank nur einen Tag, so zum Beispiel roher Fisch oder Hackfleisch. Andere (z. B. Eier) sind im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar.
  • Fleisch und Aufschnitt bleiben kühl gelagert zwei bis drei Tage frisch.
  • Milch hält sich je nach Sorte drei Tage, „länger frische Milch“ bis zu drei Wochen, Hart- und Schnittkäse eine bis knapp zwei Wochen.
  • Beachten Sie immer das Mindesthaltbarkeitsdatum beziehungsweise das Verbrauchsdatum.
  • Einige Lebensmittel sind nicht für den Kühlschrank geeignet, etwa kälteempfindliche Obst- und Gemüsesorten. Wurzel- und Kohlgemüse beispielsweise sollten kühl und feucht außerhalb des Kühlschranks gelagert werden. Auch Brot ist außerhalb des Kühlschranks besser aufgehoben.

Tipp: In einem überfüllten Kühlschrank steigt die Temperatur an, weil die Luft nicht mehr zirkulieren kann. Um dies besonders nach dem Einlagern von viel frischer Ware zu verhindern, lässt sich bei einigen neuen Geräten durch eine Spezialeinstellung die Temperatur ein wenig absenken. Bei herkömmlichen Geräten sollten Sie die Temperatur per Hand ein paar Stunden um einige Grad absenken.

Grundsätzliche Tipps zum Umgang mit Nahrungsmitteln

  • Kaufen Sie keine Nahrungsmittel in Dosen oder in Gläsern mit eingebeultem oder gewölbtem Deckel.
  • Waschen Sie Naturerzeugnisse gründlich bzw. entfernen Sie die Schale. Spülen Sie die benutzten Messer und Schneideunterlagen nach der Zubereitung von rohem Fleisch und bevor Sie andere Lebensmittel zubereiten, die zum Verzehr im Rohzustand gedacht sind.
  • Waschen Sie Ihre Spüllappen und Geschirrtücher häufig.
  • Benutzen Sie ein Bratenthermometer. Erhitzen Sie rotes Fleisch so stark, dass die Temperatur im Innern mindestens 70 °C beträgt. Bei Geflügel sollte diese 80 °C nicht unterschreiten. Garen Sie Fisch so lange, bis er flockig auf der Gabel zerfällt.
  • Meiden Sie unzureichend gekochte Eier mit geronnenem Eigelb. Verzehren Sie keine Gerichte mit Sauce Hollandaise und keinen Caesar-Salat, da diese Speisen in der Regel rohes Ei enthalten.
  • Überprüfen Sie immer das Haltbarkeitsdatum. Frisches Fleisch sollten Sie innerhalb von drei bis fünf Tagen verbrauchen oder einfrieren.
  • Frisches Geflügel, frischer Fisch und Hackfleisch sollte innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht sein.
  • Speisereste innerhalb von ein bis zwei Stunden nach der Mahlzeit in den Kühlschrank geben oder einfrieren.
  • Bestellen Sie Rindfleischgerichte „medium“ oder „gut durchgebraten“. Bitten Sie um das richtige Durchgaren von Meeresfrüchten.

Eine große Auswahl an Gemüse-Sorten

So beugen Sie Vitaminverlust vor

Durch fehlerhaftes Lagern von Obst kann sich dessen Vitamingehalt deutlich verringern. Damit Sie sich vor einem Vitaminverlust nicht mehr fürchten müssen, beachten Sie folgende Tipps:

  • Greifen Sie zu reifem Obst. Vitamine bilden sich nur solange das Obst noch an der Pflanze hängt. Eine ganze Menge an Vitaminen fehlt also in zu früh gepflückten Obst.
  • Bevorzugen Sie Obst und Gemüse aus heimischer Umgebung. Denn jeder zusätzliche Transporttag lässt die Vitamine schwinden.
  • Bei kühler Lagerung halten sich Vitamine länger.
  • Verzichten Sie darauf, Lebensmittel lange in Wasser einzuweichen. So schwemmen Sie die Vitamine raus. Kaufen Sie sich eine Bürste, die Sie nur für Obst verwenden.
  • Essen Sie mehr roh. Zwischen 50 und 70 Prozent aller Vitamine gehen beim Erhitzen von Obst und Gemüse verloren.
  • Geben Sie Zitrone über Ihren Salat und Obstsalat. So verhindern Sie, dass der Sauerstoff der Luft die Vitamine zerstört.
  • Kartoffeln sollten Sie mit Schale kochen. Denn Kartoffeln, die Sie ohne Schale kochen, verlieren doppelt so viel Vitamin C wie die, die erst gekocht und dann gepellt werden.
  • Kaufen Sie Milch in dunklen Flaschen oder Tetrapacks. In durchsichtigen Glasflaschen hat die Milch schon innerhalb on zwei Stunden 85 Prozent des enthaltenen Vitamin B2 verloren. Und nach einem Tag hat sich der Gehalt von Vitamin B6 um 50 Prozent verringert. Verzichten Sie außerdem auf H-Milch. Dort ist fast der gesamt Vitamin-B6-Gehalt bei dem Herstellungsprozess verloren gegangen.
  • Kaufen Sie Öl, das in dunklen Glasflaschen angeboten wird, und lagern Sie dieses dann auch zu Hause im Dunklen.
  • Tiefkühlkost kann im Winter Ihre Alternative sein. Diese werden direkt nach der Ernte eingefroren und damit bleibt der Großteil der Vitamine erhalten. Das ist der entscheidende Unterschied zum selbst eingefrorenen Gemüse.

Vermeiden Sie giftige Kunststoffe

BPA beziehungsweise die Art des verwendeten Kunststoffs muss nicht gekennzeichnet sein. Hin und wieder findet sich jedoch ein Recyclinghinweis auf der Verpackung. Die Ziffer 1 steht für PET (Polyethylenterephtalat), die Ziffer 2 oder 4 für PE (Polyethylen), 3 bedeutet PVC (Polyvenylchlorid), hinter der Ziffer 5 steckt PP (Polyypropylen), die Ziffer 7 steht für „andere Kunststoffe“ und dahinter verbirgt sich oft BPA.

  • Bevorzugen Sie beim Aufbewahren von Lebensmitteln Glas, Keramik oder Edelstahl. Frischhaltefolien stellen in der Regel ebenfalls kein Problem dar, so das Umweltbundesamt. Erhitzen Sie Lebensmittel nicht in Kunststoffbehältern und stellen Sie Kunststoffgeschirr niemals in die Mikrowelle.
  • Füllen Sie keine heißen oder kochenden Lebensmittel in Kunststoffbehälter, denn dadurch erhöht sich die Menge des austretenden BPA.
  • Wenn Sie Lebensmittel aus beschichteten Dosen erhitzen wollen, füllen sie diese vor dem Erhitzen um in ein anderes Gefäß aus feuerfestem Glas, aus Keramik oder Edelstahl. Versuchen Sie am besten, Konserven- und Getränkedosen ganz zu vermeiden.
  • Kaufen Sie möglichst wenig in Plastik abgepackte Lebensmittel. Das gilt auch für eingeschweißtes Obst und Gemüse.
  • Die Weichmacher „Phtalate“ lösen sich besonders gut, wenn sie mit Fett in Berührung kommen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, dass Beschichtungen, Folien und Tuben, die Phtalate enthalten, nicht mit fetthaltigen Lebensmitteln in Berührung kommen sollten. Doch auch andere Kunststoffe lösen sich leicht im Kontakt mit fetthaltigen Lebensmitteln. Der Weichmacher DEHA (Diethylhexyladipat) ist beispielsweise häufig in Käse nachweisbar. Er wird meist auch für Fleischverpackungen verwendet.
  • Vermeiden Sie Fertigprodukte, wo es nur geht. Denn Phtalate sind hauptsächlich in Fertigprodukten in hoher Konzentration zu finden. Bei der Lebensmittelproduktion kommen die Nahrungsmittel schon bei der Herstellung häufig (durch Geräte, Schläuche und dergleichen) mit Kunststoffen in Berührung.
  • Kaufen Sie Milch in der Glasflasche, diese enthält keine Weichmacher.
  • Nehmen Sie Ihr Büroessen nicht in einer Plastikschale, sondern in einem Edelstahl- oder Glasbehältnis mit.
  • Servieren Sie kein Essen (insbesondere kein fetthaltiges Essen) in Plastikschalen.
  • Babys sollten ihre Milch aus Glasflaschen bekommen.
  • Erkundigen Sie sich bei Ihrem Zahnarzt, ob in den Klebstoffen oder Zahnversiegelungen, die er verwendet, BPA steckt.
  • Auch Arzneimittel können Weichmacher enthalten. Besonders häufig finden diese sich in freiverkäuflichen Präparaten. Fragen Sie Ihren Apotheker, welche Arzneimittel Phthalate enthalten. Das kann er über die ABDA-Datenbank (www.abda.de) ermitteln.

Schimmel auf Lebensmitteln

Auf Käse ist er häufig erwünscht, auf Brot und Obst dagegen gar nicht: Schimmel. Sind Brotscheiben, Äpfel oder Wurst betroffen, dann ist die erste Frage: Reicht es, eine Scheibe zu entfernen bzw. die betroffene Stelle großzügig herauszuschneiden oder muss das ganze Lebensmittel in den Müll? Etwa 300 verschiedene Schimmelpilze haben Wissenschaftler in unserer Umgebung ausgemacht. Giftig für den Menschen sind vor allem die Sporen, mit denen sich der Pilz vermehrt, und die Gifte, die Schimmelpilze entwickeln können. Die Schimmelpilze können auf fast jedem Lebensmittel wachsen, vor allem aber lieben sie Feuchtigkeit und Wärme.

Da sie für ihr Wachstum Sauerstoff brauchen, entstehen sie zunächst immer an der Oberfläche von Lebensmitteln. Dort bilden sie den Pilzrasen. In Flüssigkeiten ziehen sie an der Oberfläche Schlieren. Je mehr Feuchtigkeit ein Lebensmittel enthält, umso weiter kann der Pilz wandern, ohne dass man ihn sieht. Besonders gern siedelt sich der Schimmelpilz auf Nüssen, Brot, Trockenfrüchten, Gewürzen, Milchprodukten, Obst und Gemüse an. Viele Schimmelpilze entwickeln Stoffwechselprodukte, die außerordentlich giftig sind. In der Wissenschaft werden sie als Mykotoxine bezeichnet, die bekanntesten sind die Aflatoxine. Sie werden in aller Regel weder durch Desinfizieren noch Backen oder Kochen vertrieben.

Schimmel auf Lebensmittel© Adobe Stock

Verhalten Sie sich der Situation entsprechend

Generell sind Schimmelsporen giftig. Eingeatmet können sie zu allergischen Reaktionen führen und dauerhaft Leber und Niere schädigen. Aber welche Lebensmittel können Sie zumindest teilweise noch genießen, wenn sie vom Schimmel befallen sind? Eine Faustregel: Je wasserhaltiger die Lebensmittel sind, desto eher gehören sie in den Müll, wenn sie schimmelig sind. Saft oder weiches Obst müssen Sie daher wegwerfen. Denn der Schimmel kann sich bereits im ganzen Lebensmittel ausgebreitet haben, auch wenn er noch nicht zu sehen ist.

Tritt der Schimmel dagegen an der Oberfläche eines harten Lebensmittels auf, dann können Sie diese betroffene Stelle großzügig entfernen. Geschnittenes Brot sollten Sie komplett wegschmeißen, ist ein ganzer Laib an einer Stelle oberflächlich betroffen, dann können Sie auch hier die schimmelige Stelle großzügig wegschneiden. Wollen Sie Brot über mehrere Tage im Brotkasten lagern, dann kaufen Sie vorzugsweise einen Brotlaib: Ganze Brote schimmeln nicht so schnell wie bereits geschnittene Scheiben.

Krankheitskeime: Vorsicht bei diesen Lebensmitteln

Besonders häufig sind Krankheitskeimen wie Salmonellen in Lebensmitteln zu finden, die auch allfällig für andere Keime sind:

  • Geflügel
  • rohe Eier
  • Spiegeleier
  • weich gekochte Eier
  • Eiprodukte
  • Mayonnaisen
  • Kartoffel- und Mayonnaisesalate
  • frische Eierspeisen, die mit rohen Eiern zubereitet wurden (z. B. Zabaione oder Tiramisu)
  • Enteneier (sind besonders häufig infiziert)
  • Speiseeis
  • Milcherzeugnisse (das passiert nur sehr selten, wenn die Milchkuh infiziert war)
  • Hackfleisch, Schweinefleisch, Kalbfleisch, Wild

Einfrieren mit Verstand

Nichts schmeckt so gut wie frisch geerntetes Gemüse oder ein eben erst gefangener Fisch. Doch der hektische Alltag erlaubt es nicht immer, dass wir uns (ernte-)frisch ernähren. Einfrieren ist deshalb eine hilfreiche Lagerungsmethode, bei der Nährstoffe erhalten bleiben. Doch Vorsicht: Die gesundheitliche Wirkung von Lebensmitteln hält nicht unendlich lange an. Obst und Gemüse büßt an wertvollem Inhalt ein: Nach vier Monaten etwa sind 15 Prozent der Vitamine verloren gegangen, nach einem Jahr bereits über 50 Prozent.

Frieren Sie deshalb immer nur Lebensmittel ein, von denen Sie wissen, dass Sie sie innerhalb der nächsten Wochen verzehren werden. Überlegen Sie sich vor dem Einfrieren, welche Mengen Sie später auftauen wollen. Stellen Sie Gefrierbeutel in entsprechenden Portionen zusammen. So vermeiden Sie es, dass Sie überschüssige Mengen wiederholt einfrieren müssen. Denn darunter würde der Geschmack leiden.

Richtig einfrieren: Minimieren Sie Ihr Infektionsrisiko

Damit gefrorene Lebensmittel nicht austrocknen, sollte die Verpackung luft- und feuchtigkeitsdicht sein. Verpackungen sollten immer als „gefriergeeignet“ deklariert sein. Streichen Sie überschüssige Luft aus einem befüllten Gefrierbeutel heraus. Frieren Sie nur sauberes, gewaschenes Obst ein. So minimieren Sie den Anteil möglicher Keime, die sich kurz nach dem Auftauen sofort wieder vermehren würden. Benutzen Sie zum Einfrieren außerdem nur saubere Behälter und gebrauchen Sie einen Gefrierbeutel immer nur einmal.

Nicht einfrieren sollten Sie wasserreiches Gemüse: Dazu zählen Blattsalate, Rettich, Radieschen und Tomaten. Diese Produkte verlieren an Konsistenz und würden nach dem Auftauen sehr fade schmecken. Andere Gemüsesorten wie Bohnen, Erbsen, Möhren, Paprika und Kohl lassen sich indes problemlos einfrieren.

So frieren Sie Pilze richtig ein

Wenn Sie in der Pilzsaison Pilze konservieren wollen, geht das am einfachsten, wenn Sie diese einfrieren. Trocknen ist auch wunderbar, aber wesentlich aufwändiger. Tiefgefroren halten sich Pilze bis zu sechs Monate lang. So wird es gemacht:

  • Pilze reinigen, gebrauchsfertig aufschneiden, nicht würzen und portionsweise verpacken.
  • Einige Pilzarten sollten vor dem Einfrieren kurz blanchiert werden, sonst werden sie bitter. Dazu gehören Pfifferling, Hallimasch und Semmelpilz.
  • Zum Blanchieren geben Sie die Pilze drei Minuten lang in kochendes Wasser, dann abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Leider gehen dabei einige Aromastoffe verloren.
  • Die Gefriertruhe sollten Sie rechtzeitig vorher auf Schockgefrieren stellen. Die Pilzbeutel sollten möglichst keine Luft mehr enthalten. Legen Sie diese flach in die Truhe, dann frieren Sie schneller ein und tauen später schneller wieder auf.
  • Die Pilze zur Zubereitung immer gefroren in den Topf geben.
  • Haben die Pilze sich im Geschmack verändert, werfen Sie sie gleich weg. Sie sind zwar nicht giftig, aber Sie können sich damit doch den Magen ziemlich verderben.
  • Gerichte aus tiefgefrorenen Gerichten sollten Sie gleich aufessen und nicht wieder aufwärmen, denn dann sind sie zu schwer verdaulich.

Auftauen: Planen Sie genug Zeit ein

Auch beim Auftauen gilt es einiges zu beachten. Zwar lässt sich eingefrorenes Gemüse problemlos von der Tiefkühltruhe direkt in den Kochtopf geben. Das gilt jedoch nicht für FischFleisch oder Geflügel. Diese Lebensmittel müssen einige Zeit auftauen. Und zwar keinesfalls bei Zimmertemperatur und schon gar nicht auf der Heizung oder in der Mikrowelle. Darunter würde die Qualität des Nahrungsmittels erheblich leiden: Bei warmen Temperaturen vermehren sich verstärkt Mikroorganismen am Fleisch, Zersetzungsprozesse beginnen.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Fleisch, Fisch oder Geflügel langsam im Kühlschrank auftaut, beispielsweise über Nacht. Das dauert zwar länger, Sie halten jedoch die Anzahl möglicher Keime auf ein Minimum und damit bleiben auch Konsistenz und Geschmack des Lebensmittels erhalten. Legen Sie Fleisch, Geflügel oder Fisch während des Auftauens auf einen Teller. So können Sie das Tauwasser auffangen. Decken Sie das Lebensmittel während des Auftauens ab, sodass es keine fremden Kühlschrankgerüche annimmt. Tupfen Sie es nach dem Auftauen außerdem mit saugstarken Tüchern trocken (Tücher nur einmal verwenden).

Achtung Salmonellen!

Ist das Lebensmittel aufgetaut, dann entfernen Sie unbedingt das Tauwasser. Denn darin könnten sich Salmonellen tummeln. Diese Erreger sind häufig Verursacher einer Magen-Darm-Erkrankung. Reinigen Sie zudem Gegenstände, Messer und Flächen wie das Spülbecken, die mit dem Auftauwasser in Berührung gekommen sind.

Waschen Sie sich die Hände, nachdem Sie rohes Fleisch, Geflügel oder Fisch angefasst haben. Selbst wenn ein Fleischstück mehrere Tage oder gar Wochen tiefgefroren war, können Salmonellen darin überlebt haben. Übrigens: Braten, Kochen oder Grillen tötet die Erreger ab. Sie können also beruhigt sein: Von heiß verarbeiteten Fleischstücken geht keine Gefahr mehr aus.

Brot

Wollen Sie Brot einfrieren, dann sollten Sie es geschnitten verpacken. So können Sie später problemlos einzelne Scheiben aus dem Gefrierfach herausnehmen. Beim Einfrieren sollten Sie Brotscheiben oder auch Brötchen fest mit Folie umwickeln oder in einen Gefrierbeutel verpacken. Drücken Sie die Luft so gut wie möglich aus dem Beutel heraus. Je frischer Sie das Brot einfrieren (es sollte allerdings nicht mehr warm sein), desto besser schmeckt es nach dem Auftauen. Bedenken Sie: Eingefrorene Brote und Brötchen sind maximal sechs Monate haltbar.

Beim Auftauen sollten Sie die Brötchen oder das Brot nicht direkt in den heißen Ofen schieben. Sonst werden die Backwaren außen hart und möglicherweise ungenießbar. Tauen Sie die Backwaren vielmehr bei Zimmertemperatur eine bis drei Stunden auf, anschließend mit kaltem Wasser etwas anfeuchten und im vorgeheizten Ofen bei 125 °C für fünf bis acht Minuten aufbacken.

Fisch und Fleisch

Beim Kauf von Fisch oder Fleisch sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie die Kühlkette nicht unterbrechen. Nehmen Sie am besten eine Kühltasche mit zum Einkauf. Tiefgefrorene Fische sollten Sie zu Hause sofort in die Tiefkühltruhe legen. Frischen Fisch bewahren Sie im Kühlschrank am besten in einem Glas- oder Porzellanbehälter auf und decken diesen mit Frischhaltefolie ab.

Stellen Sie den Behälter auf die unterste Ebene im Kühlschrank (über dem Gemüsefach), denn hier herrschen die idealen Lagertemperaturen von 2 bis 5 °C. Allerdings: Frischer Fisch hält sich im Kühlschrank maximal einen Tag, geräuchert Fisch zwei bis vier Tage. Auch Fleisch ist bei Kühlschranktemperaturen nur kurz haltbar. Insbesondere Hackfleisch sollten Sie am besten noch am selben Tag verzehren.

Rohfleischauswahl mit Knoblauch und Kräutern© yamix - Fotolia

So lange ist Fleisch bei Kühlschranktemperaturen haltbar

  • Rindfleisch: 3 bis 4 Tage
  • Kalb- und Schweinefleisch: 2 bis 3 Tage
  • Geflügelfleisch: 1 bis 2 Tage

Wollen Sie Fleisch einfrieren, dann achten Sie auch hier darauf, dass es luftdicht in einem Gefrierbeutel verpackt ist. So verhindern Sie Gefrierbrand.

Milchprodukte

Käsestücke können Sie bis zu drei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Damit ganze Käsestücke saftig bleiben und nicht austrocknen, schlagen Sie diese in ein sauberes, in Salzwasser getränktes Geschirrtuch ein. Achtung: Tuch vorher gut auswringen. Das Tuch etwa alle zwei bis drei Tage erneuern. Unterschiedliche Käsesorten verpacken Sie am besten einzeln, damit sich die Gerüche nicht vermischen.

Grundsätzlich lassen sich auch Milchprodukte einfrieren. Geeignet sind vor allem Produkte wie Butter, Frisch-, Weich- und Hartkäse mit hohem Fettgehalt. Tauen Sie diese Lebensmittel dann aber nur langsam auf. Legen Sie sie dazu für einige Stunden in den Kühlschrank. Auf keinen Fall in der Mikrowelle oder im Kochtopf aufwärmen. Hartkäse sollte Sie nicht noch einmal einfrieren, denn das schadet der Struktur. Hartkäse am besten nur in kleinen Portionen einfrieren und diese dann einzeln, je nach Bedarf, auftauen.

So lange ist Eingefrorenes haltbar

  • Gemüse: bis zu 12 Monate
  • Kräuter: bis zu 4 Monate
  • Obst: 9 bis 12 Monate
  • Fleisch oder Fisch: bis zu 12 Monate
  • Wurst: bis zu 6 Monate
  • Backwaren: bis zu 6 Monate
  • Milchprodukte: bis zu 6 Monate
  • Selbstgekochtes: 1 bis 3 Monate

Was sollten Sie nicht einfrieren?

  • Butter- oder Dickmilch
  • Joghurt
  • Kefir
  • Quark

Quark oder Joghurt sollten Sie vom Gefrierschrank fernhalten. Die Konsistenz würde sich verändern: Die Molke setzt sich ab, der Joghurt wird körnig und wirkt geronnen. Einige Produkte also kaufen Sie besser nicht auf Vorrat.

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