Das hilft Ihnen beim Kampf gegen Keksdose, Chipstüte und Co.
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Ein Müsli-Riegel morgens am Schreibtisch, die Lila Pause“ zum Kaffee zwischendurch, eine Kinderschnitte nachmittags im Stehen, ein Stück Pizza an der Bushaltestelle, eine Hand voll Erdnüsse an der Bar zum Feierabend – „Snacken“ ist eine der beliebtesten Aktivitäten der Bundesbürger. Die kleine Mahlzeit zwischendurch ist zur dauerhaften Nebentätigkeit geworden, die bei vielen die Hauptmahlzeiten ersetzt. Gesund ist das – trotz aller Werbesprüche – nicht .
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Der Vorteil der gängigen Snacks ist, dass sie bequem und überall zu haben sind. Doch die meisten sind nicht nur unverhältnismäßig teuer, sondern sie verleiten generell zum hastigen Essen, zum Überessen und sind ein Feind der geruhsamen Mahlzeiten. Nebenbei-Essen bringt Ihre Nährstoff-Bilanz relativ rasch durcheinander, da es sich bei den Snacks selten um vollwertige Lebensmittel handelt. Die meisten dieser schnellen Lebensmittel enthalten viel zu viel Fett oder eine ungünstige Kombination von Fett und Zucker. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Fettzufuhr von täglich 70 bis maximal 90 Gramm kann sich durch das Snacken rasch verdoppeln. Das geht zu Lasten der Vitamin- und Mineralstoffbilanz. Das Snack-Phänomen: Sie haben das Gefühl, so gut wie nichts gegessen zu haben - war ja alles „schnell mal zwischendurch“ - und haben Ihr Kaloriensoll schon längst überschritten mit den unerwünschten schwergewichtigen Folgen.
Zudem setzen Sie mit unaufhörlichem Nebenbeiessen Ihren Genuss auf das Spiel: Wissenschaftler haben festgestellt, dass Snacken wesentlich weniger zufrieden macht als eine in Ruhe genossene Mahlzeit - am besten noch im Kreise netter Menschen. Nebenbei-Esser merken oft gar nicht richtig, was sie essen, sie „stopfen“ unbemerkt eine ganze Menge Kalorien in sich hinein. Sie müssen mehr essen, um zufrieden zu sein. Das Risiko, Übergewicht zuzulegen, steigt mit jedem Müsli-Riegel und jeder Kinderschnitte. Und am Ende des Tages, wenn vielleicht eine entspannende gemeinsame Mahlzeit auf dem Plan steht, ist im Magen kein Platz mehr für wertvolle und inhaltsreiche Speisen.
Dennoch will Ihnen keiner das Snacken verbieten. Mit einigen Tricks sollte es Ihnen gelingen, die kleinen Mahlzeiten gezielt für Ihre Gesundheit einzusetzen. Damit erhalten Sie sogar eine Extraportion an Vitalstoffen und umschiffen locker Leistungskurven und Heißhunger.
- Setzen Sie auf Snacks, die wenig Kalorien haben, dafür aber einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen. Damit sind Obst und Gemüse gemeint.
- Essen Sie vormittags und nachmittags nur einen Snack. Snacken Sie nicht ständig und ersetzen Sie keine Hauptmahlzeit durch einen Snack.
- Denken Sie an den Zucker- und Fettgehalt Ihrer Zwischenmahlzeiten, denn da kommt schnell etwas zusammen.
- Essen Sie mindestens drei- bis fünfmal täglich eine Portion Obst oder Gemüse.
- Wann immer Sie sich besonders konzentrieren müssen, setzen Sie auf Milchprodukte wie naturbelassenen Joghurt oder Quark. Süßen können Sie mit selbst gemachter Marmelade oder klein geschnittenem Obst.
- Sind Ihre Nerven besonders angespannt, bevorzugen Sie komplexe Kohlenhydrate, wie sie zum Beispiel in Vollkornprodukten stecken.
- Wenn Sie wissen, dass Sie nicht zum richtigen Essen kommen – zum Beispiel bei Konferenzen oder langen Reisen-, decken Sie sich mit gesunden Snacks ein: Trockenfrüchte, Nüsse, Äpfel, Bananen, Knäckebrot, Vollkornkekse.
- Kauen Sie langsam und genüsslich, nehmen Sie den Geschmack wahr und fühlen Sie, wie Ihnen der kleine Snack gut tut.
- Essen Sie Ihre Mahlzeiten generell nie im Stehen und im Gehen. Genießen Sie sie bewusst und ohne „Nebentätigkeit“. Unterbrechen Sie auch Ihre Arbeit dafür.
Setzen Sie auf Alternativen
Für:
- Schokolade, Schokoladiges und Eis (viel Fett und viel Zucker): Schokoküsse und Schokoreis, Frucht- und Joghurteis
- Müsliriegel, Milchschnitten (viel Zucker und fetter als man denkt): Zuckerarme Riegel und Fruchtschnitten aus Reformhaus oder Bio-Laden, Rosinen, Trockenfrüchte, Obst, zuckerfreies Müsli. Ein Müsli-Riegel aus gepufftem Korn, Trockenfrüchten und Honig ist eine ballaststoffreiche Alternative, enthält aber meist relativ viel Zucker und damit unnötige Kalorien.
- Kuchen, Kekse: (viel Fett, viel Zucker): Obstkuchen ohne Sahne, Russisch Brot, Hefekuchen
- Chips und Salznüsse (salzige Fettbomben): Salzstangen, Salzbrezeln (es sei denn, Sie haben einen erhöhten Blutdruck).