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Antioxidantien gegen Alzheimer

Die Ursachen der Alzheimer-Erkrankung sind noch nicht geklärt. Die vielen Studien zum Thema zeigten, dass ein dauerhafter Mangel an Vitaminen entscheidend zur Erkrankung beiträgt.

Fertigprodukte stellen heutzutage gern gekaufte Lebensmittel dar. Nichts erscheint einfacher, als einen Doseneintopf zu erhitzen oder eine Tütensuppe mit Wasser aufzugießen.

Diese Ernährung führt dem Körper zwar die nötigen Kalorien zu, doch die täglicheEinnahme von Vitaminen fehlt. Vor allem die wichtigen und antioxidativ wirkenden Vitamine A, C und E nimmt der menschliche Körper über diese Mahlzeiten nicht ausreichend zu sich.

Beta-Amyloid

Die Vitamine A, C und E sowie alle anderen Antioxidantien (Glutathion oder Coenzym Q10) verhindern Zellschäden durch freie Radikale. Außerdem bewahren sie den Proteinbestandteil Beta-Amyloid, der zu Alzheimer führen kann, vor Verklumpungen.

Wenn die Antioxidantien fehlen, kommt es zu Beta-Amyloid-Klumpen und folglich zu Hirnschäden, zum Vergessen, zur Alzheimer-Erkrankung. Forscher entdeckten, dass Alzheimer-Patienten einen deutlichen Mangel an den Vitaminen A, C und E aufweisen.

Wenn man diese Vitamine frühzeitig zuführt, sinkt das Alzheimer-Risiko. Wissenschaftler wiesen nach, dass eine regelmäßige Vitamin E- und C-Aufnahme das Risiko für Demenzerkrankungen um bis zu 70% senkt.

Gesundheits-Netzwerk

Antioxidantien arbeiten nicht einseitig, sondern bilden ein wahres Netzwerk im Körper. Alle unterstützen sich gegenseitig, nur gemeinsam arbeiten sie aktiv. Findet das Vitamin E ein freies Radikal im Körper, dann entschärft es dieses durch Abgabe eines Elektrons.

Dadurch macht es sich selbst zu einem aggressiven Stoff. Dieser bekommt vom Vitamin C ein Elektron zurück und arbeitet als Zellschützer. Vitamin C bekommt dann von einem anderen Antioxidanz ein Elektron zurück. Das stellt den Grund dar, warum eine ausgewogene Ernährung so wichtig ist. Nur so können Sie alle Antioxidantien zu sich nehmen.

In Amerika misst man mittlerweile die antioxidative Kapazität von Lebensmitteln. Zur optimalen Gehirnnahrung gehören Dörrpflaumen, Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Avocados, Knoblauch und Beeren.

Rohkost entschärft freie Radikale

Wer sich ausreichend mit Antioxidantien versorgen möchte, macht Obst und Gemüse zum Hauptbestandteil der Ernährung. Keine anderen Nahrungsmittel versorgen den Körper mit so vielen Antioxidantien in einer durchmischten Kombination und optimalen Wirkung. Obst und Gemüse gelten als Spitzenreiter bei der Entschärfung von Radikalen.

Es kommt nicht nur auf die richtige Ernährung an, auch die Zubereitung spielt eine Rolle. Obst und Gemüse sollte man so oft wie möglich roh essen. Eine Erhitzung von Gemüse sollte auf die schonende Art im Wasserdampf oder kurz im Wok geschehen. Brokkoli beispielsweise verliert beim Aufwärmen in der Mikrowelle rund 85 % seiner Antioxidantien.

Essen Sie bunt!

Als Faustegel gilt: Jedes Gemüse, das eine knallige Farbe besitzt, enthält viele Antioxidantien. Tee und Traubensaft erhöhen die antioxidative Kapazität des Körpers. Will man ein Vitalstoff-Depot im Körper auftanken, dauert dies in der Regel einige Monate.

Anders sieht es mit Antioxidantien aus. Mit ausreichend Obst und Gemüse erhöht man innerhalb einer Woche die antioxidative Kapazität des Körpers. Bereits mit einem Schälchen voller Beeren und einer Portion Spinat nimmt der Körper die Tagesdosis der Gehirn- und Zellschützer auf.

Fisch und Fleisch

Fisch, gerade fetter Seefisch, liefert Antioxidantien in großer Zahl. Dazu bringt er viele Omega-3-Fettsäuren, die die Gehirnzellen vor Schäden durch freie Radikale schützen. Das stellten Forscher der Universität Kalifornien fest. Sie beobachteten Mäuse, die eine Art von Demenz entwickelt hatten, die der menschlichen Alzheimer-Erkrankung gleicht.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass Omega-3-Fettsäuren die Nervenzerstörung im Gehirn verlangsamten. Vor allem Leistungssportler nehmen Alpha-Liponsäure als Nahrungsergänzungsmittel ein, weil sie den Energiestoffwechsel deutlich verbessert. Körper und Geist können mehr Leistung bringen.

Alpha-Liponsäure gilt als mächtiges Antioxidanz. Wenn diese Säure fehlt, funktioniert der Zuckerstoffwechsel nicht richtig und die Zellen (vor allem die Nervenzellen) sterben ab. Diese Säure findet sich nur in rotem Fleisch und tierischem Fett.

Daher sollte man ein- bis zweimal pro Woche mageres Fleisch essen. Vegetarier sollten dieses Antioxidanz ergänzen. Alpha-Liponsäure wird in Deutschland dem Tierfutter zugesetzt, um Tiere vor grauem Star zu schützen. Die gleiche Schutzwirkung besteht für Menschen.

Vitamin E-Zufuhr

Bei der heutigen Ernährungsweise verbraucht der Körper vom Antioxidanz Vitamin E mehr, als man über die Nahrung zuführen kann. Daher sollte man es als Nahrungsergänzungsmittel zuführen. Vitamin E schützt die Omega-3-Fettsäuren im Gehirn und in den Nervenzellen. Es arbeitet als Leibwächter für die Zellen, indem es dafür sorgt, dass freie Radikale nicht eindringen und das Erbgut schädigen.

Olivenöl enthält Vitamin E, aber es dient hier dazu, die ungesättigten Fettsäuren vor freien Radikalen zu schützen. Daher steht es als Schutzvitamin für den Körper nicht mehr zur Verfügung. Möglich ist eine ergänzende Vitamin E-Einnahme über Vitaminpräparate, die 500 oder 600 Internationale Einheiten enthalten (z. B. Optovit E fortissimum von Hermes Arzneimittel).

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