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Anti-Krebs-Ernährung

 

Statistisch gesehen erkrankt jeder Mensch jeden Tag 4-mal an Krebs – so oft passiert bei der Reproduktion von Körperzellen ein Fehler. Ein starkes Immunsystem kann die kranken Zellen schnell vernichten. Sie können Ihren Körper beim Kampf gegen Krebs unterstützen: indem Sie wichtige Schutzstoffe in Ihrem Essen nutzen und aggressive Nahrungsbestandteile meiden. Greifen Sie zum Schutz gegen Krebs auf eine Quelle zurück, die wirklich zuverlässig ist: auf Mutter Natur.

Schutz vor Krebs, Anti-Krebs-Ernährung© kropic - Fotolia

9 Nahrungsmittel, die auf Ihrem Anti-Krebs-Speiseplan nie fehlen sollten

  • Vollkornprodukte versorgen Ihren Körper mit Phytinsäure. Bekannt ist dieser Stoff als einer der vielen Anti-Krebsstoffe der Natur. Durch die Phytinsäure werden die Krebszellen im Körper gebunden und so unschädlich gemacht.
  • Obst und Gemüse senken das Risiko, jemals an Krebs zu erkranken, übrigens um rund 30 %. Sie versorgen sich durch die 500 bis 700 Gramm Obst und Gemüse, die Sie täglich essen sollten, mit wichtigen Antioxidantien, Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen. Diese fangen die freien Radikale, kleine Zellschädiger im Körper, die auf Dauer Krebs hervorrufen können.
  • Olivenöl kann Sie vor Brustkrebs schützen. Das haben neueste Studien gezeigt. Die Ölsäure, eine ungesättigte Fettsäure, hindert ein bestimmtes krebserzeugendes Gen daran, seine schädliche Arbeit in den Körperzellen aufzunehmen.
  • Junger Brokkoli ist der Zellschutz schlechthin unter den Gemüsen. Sein Vitamin-C-Gehalt ist doppelt so hoch wie der von Zitronen, er enthält die meisten sekundären Pflanzenstoffe, außerdem viele Ballaststoffe und dann noch Sulforophans. Dieser Stoff kann Krebszellen im Körper unschädlich machen. Wissenschaftler der John-Hopkins-Universität haben übrigens entdeckt, warum Sie ausgerechnet zu jungem Brokkoli greifen sollten: Er hat eine 20- bis 50-mal so hohe Schutzwirkung, verglichen mit älterem Gemüse.
  • Ballaststoffe: Mindestens 30 Gramm täglich sollten es sein – dann regen Sie nicht nur Ihre Verdauung an. Sie senken auch Ihr Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, um rund 40 %. Denn Ballaststoffe haben eine hervorragende Eigenschaft: Sie binden sich an krebserzeugende Stoffe im Darm und schleusen diese mit dem Stuhl aus dem Körper.
  • Fisch: Gerade Lachs, Makrele oder Tunfisch kann Sie bei der Krebsvorbeugung unterstützen. Denn die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren bremsen nicht nur das Wachstum von Krebszellen, sondern können auch den „Selbstmord“ der Krebszellen, die so genannte Apoptose, hervorrufen. Essen Sie Fisch, 2- bis 3-mal pro Woche, haben Sie ein um ein Drittel geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken. Mögen Sie keinen Fisch, tauschen Sie Ihr Öl gegen Walnuss- oder Leinöl aus – auch so bekommen Sie Omega-3-Fettsäuren.
  • Zitrusfrüchte sollten Sie nicht bis aufs Fruchtfleisch schälen. Lassen Sie die weiße Haut ruhig dran und essen Sie sie mit. Denn hierin sind viele Flavonoide enthalten, die die Wirkung des Radikalenfängers Vitamin C um das 30-fache erhöhen können.
  • Milchprodukte: Gerade Kefir oder Jogurtprodukte – bitte aus Magermilch – sorgen durch die enthaltenen Milchsäurebakterien für eine gesunde Darmflora. Dadurch können schädliche Zellen gar nicht erst entstehen.
  • Eier: Sie sind zu Unrecht in Verruf geraten. Denn Eier gehören zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln überhaupt. Ihr Gehalt an den fettlöslichen Vitaminen B 2, B 12 und Folsäure ist außergewöhnlich hoch. Sowohl im Eidotter als auch im Eiklar ist leichtverdauliches hochwertiges Eiweiß vorhanden, das alle lebenswichtigen essentiellen Aminosäuren enthält und vom Körper besonders gut verwertet werden kann. Die Aminosäure Tryptophan ist unmittelbar an der Bildung von Serotonin beteiligt, dem körpereigenen Gute-Laune-Hormon. Inzwischen ist nachgewiesen, dass der größte Anteil des Cholesterins aus dem Ei im Darmtrakt gar nicht aufgenommen wird. Hühnereier enthalten nämlich auch Lecithin, das die Aufnahme des Cholesterins an der Darmwand bremst.
  • Petersilie enthält Apigenin. Das ist ein Stoff, der die Teilung, aber auch die Wanderung von Krebszellen durch den Körper verhindert. Radikalenfänger sind auch Salbei, Thymian oder Rosmarin – diese Kräuter können Sie sich sogar im Blumentopf auf dem Fensterbrett selber züchten.
  • Nüsse: Die kleinen Ernährungswunder haben zwar viele Kalorien, doch sollten sie in Maßen auf den wöchentlichen Speiseplan stehen. Sie enthalten Omega-3-Fettsäuren und haben damit eine ähnliche Wirkung wie der Seefisch. Ihr Gehalt an hochwertigem Eiweiß, B-Vitaminen, Vitamin E und Mineralstoffen ist ebenfalls beachtlich. Nüsse beugen Herz- und Kreislauf-Erkrankungen vor, wirken sich positiv auf Nerven und Gehirn aus, puffern Stresssymptome ab und fördern die Konzentration.
  • Heidelbeeren: Unter den ohnehin schon gesunden Beeren nehmen Heidelbeeren eine ganz besondere Position ein: Sie enthalten große Mengen an Anthocyanen, sekundären Pflanzenstoffen, die ihnen die intensive blau-lila Farbe bescheren. Als Antioxidanzien schützen sie Ihren Körper vor freien Radikalen und damit vor vorzeitigen Alterserscheinungen, Herzinfarkt und Krebs. Sie wirken gegen Entzündungen und beugen Erkrankungen wie Diabetes, Alzheimer und Demenz vor. Zudem haben sie reichlich Vitamin C, Eisen, Folsäure, Kalzium und Kalium zu bieten. Damit kurbeln Sie Ihren Stoffwechsel an, entschlacken und stärken die Abwehr. Das Gute: Heidelbeeren können Sie ganzjährig essen, denn die gesunden Stoffe stecken auch in Tiefkühlware.

Was nicht auf Ihren Teller gehört …

Es gibt Inhaltsstoffe in unseren Lebensmitteln, von denen wir mittlerweile wissen, dass sie die Entstehung von Krebs deutlich fördern können. Folgende 7 Stoffe sollten Sie nur in geringen Mengen verzehren oder völlig meiden:

  • Schimmelpilze: Früher hieß es immer, Schimmel in Lebensmitteln kann man großzügig herausschneiden und den Rest dann immer noch verzehren. Heute wissen wir es besser: Pilze verstreuen ihre Sporen sehr weiträumig. Und gerade die Schimmelpilze gelten als förderlich für die Entstehung von Krebs. Daher gibt es keine Gnade für angeschimmelte Lebensmittel: Werfen Sie diese in hohem Bogen auf den Müll.
  • Nitrosamine sind chemische Verbindungen.Sie entstehen aus Nitrit, und zwar immer dann, wenn im Lebensmittel nicht genug Vitamin C enthalten ist. Und auch sie gelten als krebsfördernd. Enthalten ist Nitrit in Wurst und allen gepökelten Lebensmitteln. Aber auch Gemüse ist nicht frei davon: Gerade in Spinat können sich erst Nitrit und dann Nitrosamine bilden, weil Spinat oft mit zu viel Nitrat gedüngt wird. Betroffen sind auch Blattsalate oder grünes Gemüse, sofern es nicht aus biologischem Anbau stammt.
  • Künstliche Farbstoffe: Diese Stoffe sind in erster Linie dafür da, um Lebensmittel appetitlich aussehen zu lassen. Aber nicht alle sind unbedenklich. Gerade die so genannten Azo-Farbstoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Sie verbergen sich hinter den Nummern E 102, E 110 und E 120 bis E 129 und stecken nicht nur in bunten Süßigkeiten, sondern auch in Eis, alkoholfreien Getränken oder Likören. Diese Farbstoffe müssen auf der Verpackung angegeben werden. So können Sie einfach einen Bogen darum machen.
  • Transfettsäuren: Diese Säuren sind in allen Lebensmitteln enthalten, in denen auch Fett enthalten ist und die lange haltbar sein sollen. Transfettsäuren entstehen beim Härten des Fettes während der Herstellung und gelten als krebserregend. Enthalten sind sie zum Beispiel in Schokolade oder Eis, aber auch in Fertiggerichten.
  • Acrylamid entsteht immer dann, wenn Produkte, die viele Kohlenhydrate enthalten, stark erhitzt werden – bei Temperaturen über 200 °C. Enthalten ist Acrylamid zum Beispiel in Pommes Frites, Keksen, Chips oder Cornflakes, aber auch in Knäckebrot. Jeder Mensch nimmt heute rund 1 Mikrogramm Acrylamid pro Kilo Körpergewicht mit der Nahrung auf – diesen Wert sieht die WHO gerade noch als unbedenklich an. Reduzieren Sie Ihren Verbrauch der belasteten Lebensmittel, damit Sie soweit wie möglich unter diesem Wert bleiben.
  • Lithocholsäure ist eigentlich ein körpereigenes Produkt, eine Gallensäure. Lithocholsäure entsteht, wenn Sie viel Fleisch oder Wurst essen. Um das tierische Fett in den Stoffwechsel zu bekommen, wird in Ihrem Körper viel Gallensäure produziert. Diese umhüllt dann das Fett im Darm und transportiert es in den Stoffwechsel. Im Darm werden aber die Gallensäuren in sekundäre Gallensäuren umgewandelt – dabei entsteht die Lithocholsäure. Wenn sie sich im Dickdarm anreichert, wirkt sie wie ein Gift, dass die Krebsentstehung beschleunigen kann. Dickdarmkrebspatienten haben einen hohen Lithocholsäuregehalt im Dickdarm. In Tierversuchen löst Lithocholsäure bei Mäusen Krebs aus. Daher sollten Sie Fleisch und Wurst selten auf Ihren Speiseplan setzen.
  • Alkohol: Wenn Sie Alkohol trinken, verliert Ihr Körper viele wichtige Vitamine – und verliert damit seinen Schutz für die Zellen. Forscher konnten nachweisen, dass schon ein kleines Glas Wein pro Tag ausreicht, um das Brustkrebsrisiko für Frauen um rund 10 % zu erhöhen. Nachgewiesen ist aber auch, dass Alkohol, in Mengen getrunken, Krebs in Mund, Rachen oder am Kehlkopf auslösen kann. Und die Krebsgefahr durch Alkohol setzt sich noch weiter im Körper fort: Die Abbauprodukte greifen auch in geringen Mengen die Schleimhaut im Enddarm an und erhöhen das Risiko von Dickdarmkrebs.

Salvestrole: Krebsschutz aus Obst und Gemüse

Eine große Auswahl an Gemüse-Sorten© sarsmis - Fotolia

Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag, so lautet die Empfehlung für eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Diese schützt Sie nicht nur – weitestgehend – vor Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes, sie kann auch Ihr Krebsrisiko um rund die Hälfte verringern.

Der Grund dafür sind zum einen enthaltene Vital- und Ballaststoffe sowie Antioxidantien. Aber auch sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Inhaltsstoffen, die Ihre Gesundheit schützen. Besonders konzentrieren sich die Wissenschaftler in den letzten Jahren auf die sogenannten Salvestrole. Auch diese Stoffe gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen – im menschlichen Körper haben sie sich als potente Krebsvorbeuger erwiesen.

Salvestrole – der Pflanzenschutz vor Schädlingen

Eigentlich sind Salvestrole gar nicht für uns Menschen gedacht, sondern wichtig für die Pflanzen – seien es Obst- oder Gemüsepflanzen. Denn sie helfen ihnen, sich zu schützen: vor Schimmelpilzen, Bakterien, Viren und Insekten.

Die Stoffe werden nicht nur in den Schalen von Obst gebildet, sondern auch in Samen und Wurzelbereichen. Sie sorgen dafür, dass sich zum Beispiel braune Flecken auf dem Obst bilden – und dieses dadurch nicht mehr interessant und lecker für Fraßfeinde aussieht.Die Auswahl der Obst- und Gemüsesorten, die Salvestrole bilden können, ist groß. Hierzu gehören

  • Auberginen, Kohl, Oliven, Rauke, Salate, Sellerie, Spargel, Spinat, Zucchini
  • Äpfel, Erdbeeren, Hagebutten, Johannisbeeren, Weintrauben
  • Basilikum, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Thymian

So decken Sie Ihren Salvestrolbedarf

 

  • Die Qualität macht’s: Achten Sie darauf, dass Sie eben KEIN Obst und Gemüse kaufen, das  wie gemalt aussieht. Gerade die Lebensmittel, die nicht ganz ebenmäßig sind, vielleicht den ein oder anderen Fleck aufweisen, enthalten die wichtigen Stoffe. Das Obst und Gemüse darf aber natürlich nicht faul oder schimmlig sein.
  • Garen Sie richtig. Ich empfehle meinen Patienten, möglichst viel Obst und Gemüse als Rohkost zu verzehren. Vertragen Sie das nicht, oder wollen Sie eine warme Mahlzeit zubereiten, garen Sie die Lebensmittel vorsichtig und nur kurz. Dämpfen bietet sich an, auch eine kurze Zubereitungszeit im Wok. Im Gegensatz zu Vitaminen sind Salvestrole nicht hitzeempfindlich. Aber durch Kochwasser können sie aus den Lebensmitteln ausgespült werden.
  • Salvestrole gibt es bei Vital­stoffversendern auch als ­Nahrungsergänzungsmittel. Allerdings konnte noch nicht nachgewiesen werden, wie gut sie als Pille tatsächlich wirken. Und dafür sind die recht hohen Kosten (teilweise 80 Euro für eine Monatsration) zu teuer

Die asiatische Küche schützt vor Krebs, Osteoporose und Wechseljahrsbeschwerden

Studien belegen, dass sich die original asiatische Küche tatsächlich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Wir zeigen Ihnen, wo die Vorzüge dieser Ernährungsweise mit viel frischem Fisch und Sojaprodukten liegen und wie Sie selbst die Vorteile der asiatischen Zubereitungsweise nutzen können.

Zahlreiche Studien beweisen: In Asien isst man gesünder

Vor rund zehn Jahren entdeckte die westliche Medizin, dass die Menschen in Asien wesentlich gesünder essen als die Bewohner der westlichen Industrieländer. Zahlreiche Studien ergaben, dass bestimmte Krankheiten in Asien seltener auftreten oder sogar nahezu unbekannt sind.

So leiden asiatische Frauen weniger an Wechseljahrsbeschwerden als Nordamerikanerinnen und Europäerinnen, wie eine 1991 in der britischen Fachzeitschrift The Lancet erschienene große Studie ergab.

Genauso ist nach dem Technical Report 1994 der Weltgesundheitsorganisation WHO das Osteoporose-Risiko asiatischer Frauen deutlich geringer. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in den asiatischen Ländern seltener als hier zu Lande.

Und die Zahl der Neuerkrankungen an Brust-, Prostata-, Dickdarm- und Gebärmutterkrebs liegt – bezogen auf die Einwohnerzahl – ebenfalls in asiatischen Ländern erheblich niedriger als in den westlichen Industrienationen, wie die jährliche Fortschreibung der erstmals 1994 in der internationalen Fachzeitschrift Nutrition and Cancer erschienenen Zahlen belegt.

Kochen Sie wie in Asien: Frisch, schonend und abwechslungsreich

Die asiatische Küche ist reich an Kalium, Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen, denn es wird viel frisches Gemüse gegessen. Tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, tierisches Fett oder Molkereiprodukte spielen – im Gegensatz zu unseren Ernährungsgewohnheiten – nur eine untergeordnete Rolle. Rindfleisch beispielsweise ist einfach zu teuer.

Denn eine Massentierhaltung, wie wir sie aus den westlichen Ländern kennen, ist in Asien unbekannt. Der häufige Verzehr von frischem Fisch mit Omega-3-Fettsäuren und einem geringen Fettgehalt beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Seefisch spielt zudem als Jodlieferant eine wichtige Rolle.

Sojaprodukte sind besonders wertvoll für Ihre Gesundheit

Der Verzehr von Produkten aus der Sojabohne ist nicht nur unter dem Aspekt einer cholesterinfreien Eiweißzufuhr (100 g Tofu enthalten immerhin 15,7 g Eiweiß) von Bedeutung. Und wer, wie in Asien üblich, dreimal täglich Sojaprodukte verzehrt, kann seinen Blutfettspiegel (LDL-Cholesterin und Triglyzeride) signifikant senken, wie eine 1995 in der US-Fachzeitschrift New England Medical Journal veröffentlichte Studie zeigte.

Soja-Eiweiß

Starten Sie Ihre gesunde Ernährung mit der japanischen Geheimwaffe gegen Krebs: mit Soja-Eiweiß. Die in diesem Eiweiß enthaltenen Isoflavone sind nämlich Krebsabwehrstoffe sowohl für Männer als auch für Frauen. Relativ neu ist dazu die Studie des Cancer Research Center in Honolulu. Dort fanden die Forscher bereits heraus, dass die Brustkrebsrate von Frauen, die einen hohen Soja-Isoflavon-Spiegel haben, halb so hoch ist wie die von Frauen, die einen niedrigen Spiegel aufweisen.

Und auch Männern kann Soja helfen. Die Isoflavone schützen Sie nämlich vor Prostatakrebs. Wissenschaftler haben auch hier herausgefunden, dass Männer, die durch Soja-Eiweiß rund 30-mal mehr Isoflavone aufnahmen, ein 50-mal niedrigeres Prostatakrebs-Risiko hatten. Setzen Sie also Soja-Produkte auf Ihren Speiseplan. Die Auswahl ist heute reichhaltig, es gibt Jogurts, Drinks und Brotaufstriche. Achten Sie aber darauf, dass Sie täglich rund 30 bis 35 Gramm Soja-Isoflavone zu sich nehmen.

Aber Vorsicht: Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß. Soja-Eiweiß kann Sie vor Krebs schützen. Anders aber sieht es mit tierischem Eiweiß aus: Es liefert zu viel Fett. Eine gute Portion Fleisch bringt Ihnen 35 Gramm Eiweiß und mal eben 44 Gramm tierisches Fett. Davon sind 16 Gramm gesättigtes Fett, was wiederum für die Krebsentwicklung verantwortlich gemacht wird. Besser kommen Sie mit Fisch davon. Lachs, in der gleichen Menge, gibt Ihnen 34 Gramm Eiweiß, 18 Gramm Fett – davon nur 4 Gramm gesättigtes Fett.

Das sind die Pluspunkte der asiatischen Küche:

  • Verwendung sehr frischer Zutaten
  • hoher Anteil an pflanzlichen Zutaten wie Gemüse, Obst, Reis, Salat
  • Verwendung von Sojaprodukten
  • geringer Fleischkonsum
  • geringer Fettanteil
  • Verwendung pflanzlicher Fette und Öle
  • hoher Konsum von Fisch und Meeresfrüchten
  • kurze und schonende Garmethoden

Schützen Sie sich mit Phytoöstrogen vor chronischen Erkrankungen

Eine Schlüsselrolle für die Gesundheit nehmen jedoch die in Sojaprodukten hoch konzentriert enthaltenen Phytoöstrogene (Isoflavone und Lignane) ein. Sie üben hormonähnliche Wirkungen auf den menschlichen Körper aus. Zudem werden ihnen krebshemmende, antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Untersuchungen haben gezeigt, dass Japanerinnen täglich 25 bis 45 mg Isoflavone in Form von Sojaprodukten zu sich nehmen. In den westlichen Nationen sind es dagegen nur weniger als 5 mg pro Tag, wie aus einer Veröffentlichung der amerikanischen Fachzeitschrift für Lebensmittelchemie Journal of Agricultural and Food Chemistry aus dem Jahr 1993 hervorgeht. Machen Sie sich daher die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Phytoöstrogene zunutze, indem Sie ganz einfach mehr Gemüse (Hülsenfrüchte, Salat und Kohl) und insbesondere mehr Sojaprodukte essen!

Bitte beachten Sie: Falls Sie an einer Schilddrüsenerkrankung leiden, befragen Sie bitte vor dem Verzehr von Algen und Seetang Ihren Arzt. Denn deren hoher Jodgehalt könnte eine überschießende Reaktion Ihrer Schilddrüse bewirken.

Probieren Sie doch einmal, selbst asiatisch zu kochen. Sie finden hier ein schmackhaftes Rezept für eine leichte Hauptmahlzeit aus Garnelen und Kohl. Die Zutaten sollten Sie in speziellen Asia-Läden einkaufen, denn dort werden Sie umfassend und gut beraten. Verwenden Sie kein Glutamat und achten Sie beim Einkauf von asiatischen Produkten auf Glutamatfreiheit. Denn dieser Geschmacksverstärker kann bei manchen Menschen Kopfschmerzen hervorrufen.

Die asiatische Küche ist so vielfältig wie ihre Landschaften, Klimabedingungen, Kulturen und Traditionen. Es lohnt sich, auf kulinarische Entdeckungsreise zu gehen und zugleich der Gesundheit etwas Gutes zu tun!

Typisch asiatisch: Garnelen mit Kohlcurry

Probieren Sie doch einmal folgendes Rezept aus Singapur und Malaysia, das dort Kari Kubis Udang heißt:

Zutaten (für 4 bis 6 Personen):

  • 375 g China- oder Weißkohl
  • 500 g mittelgroße Garnelen in der Schale
  • 6 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Pflanzen- oder Erdnussöl
  • 1/2 TL Kurkuma-Pulver
  • 2 TL geriebene frische Galgantwurzel oder frischer Ingwer
  • 2 TL fein gehacktes Zitronengras
  • 185 ml dünne Kokosmilch (3/4 Tasse)
  • 185 ml dicke Kokosmilch (3/4 Tasse)
  • Salz

Waschen und zerschneiden Sie den Kohl in grobe Stückchen. Schälen Sie die Garnelen bis auf die Schwanzpartie. Schälen Sie die Schalotten und den Knoblauch, hacken Sie beide fein und dünsten Sie sie in einer Pfanne mit dem Öl 3 Minuten lang bei mittlerer Hitze. Fügen Sie nun Kurkuma, Ingwer und Zitronengras hinzu und braten Sie das Ganze 3 weitere Minuten unter ständigem Rühren. Gießen Sie jetzt die dünne Kokosmilch und die Hälfte der dicken dazu und bringen Sie das Ganze unter ständigem Rühren zum Kochen. Geben Sie den Kohl und die Garnelen hinzu und lassen Sie das Gericht etwa 6 Minuten leicht köcheln. Zum Schluss den Rest der dicken Kokosmilch dazugeben und mit Salz abschmecken.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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