Ernährungsirrtümer: Weitere Irrtümer
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Alkoholfreies Bier ist alkoholfrei.
Beliebt bei Autofahrern und leider auch bei Schwangeren, wenn sie der Durst auf Bier überkommt: alkoholfreies Bier. Der Name sagt ja schon, dass es unschädlich ist, oder? Falsch! Alkoholfreies Bier enthält bis zu 0,5 % Alkohol. Das erlaubt der Gesetzgeber, weil diese Alkoholmenge auch in vielen Fruchtsäften enthalten ist, die grundsätzlich als „harmlos“ gelten. Für Alkoholkranke oder Kinder heißt es also auch beim so genannten „alkoholfreien Bier“: Finger weg!
Zitrusfrüchte sind die Vitamin-C-reichsten Obstsorten.
Wer eine dicke Schale aufweisen kann, muss noch lange nicht dicke innere Werte haben! Orangen, Pampelmusen und Zitronen enthalten durchschnittlich etwa 50 mg Vitamin C pro 100 g Fruchtfleisch. Kiwis bringen es dagegen auf 70 mg, Erdbeeren immerhin auf 62 mg und Spitzenreiter sind schwarze Johannisbeeren mit 189 mg!
Eier fördern die Potenz.
Eier sind zwar kleine Kraftwerke, die Power zeigt sich aber eher am Blutfettspiegel als bei der Potenz. Denn ein Eigelb enthält stolze sechs Gramm Fett, das ist ein ganzer Teelöffel voll. Auch der Begleiter Cholesterin, den jedes Eigelb im Schlepptau mit sich zieht, ist mit 240 mg nicht ohne! Und Fett macht bekanntlich schlapp statt fit.
Ballaststoffe sind ohne Wasser gesund.
Es stimmt schon, dass viele Ballaststoffe für eine gute Verdauung unerlässlich sind. Aber da es sich bei ihnen um unverdauliche Nahrungsreste handelt, bleiben sie im Darm liegen, wenn ihnen nicht genug Flüssigkeit zugeführt wird. Fazit: Verstopfung!
Wenn Sie reichlich Ballaststoffe essen, dann müssen Sie auch viel trinken: 2 Liter Flüssigkeit pro Tag und wenn möglich sogar mehr, sonst kehrt sich die gesunde Wirkung der Ballaststoffe ins ungesunde Gegenteil um.
Magerprodukte alleine machen schlank.
Die Menschen sind bereit, für die schlanke Linie viel Geld auf den Ladentisch zu legen. Aber Achtung: Ihr Körper lässt sich nicht so leicht um seine Kalorien betrügen! Wird er mit fettarmen oder gar fettlosen und kalorienarmen Produkten (Light-Produkten) gefüttert, dann meldet er sich schnell zu Wort: Er signalisiert Hunger – und das mit allem Nachdruck. Dazu bedient der Körper sich eines verzögerten Sättigungsgefühles. Vielfach essen Sie dann über den Tag verteilt vom LightProdukt doppelt so viel, als Sie eigentlich wollten und sollten – und der Körper hat sich genau das erschwindelt, was man ihm vorenthalten wollte. Wenn Sie sich zu den Light-Produkten nicht auch gleich einen eisernen Willen zulegen, sollten Sie lieber auf die bewährte FdH-Methode umsteigen und normal aber eben nur die Hälfte von allem essen. Das wirkt auf Dauer gesehen effektiver – und ist billiger.
Spinat strotzt vor Eisen.
Wie schon erwähnt: Die Berechnung stammt aus dem 19. Jahrhundert und beruht nicht auf frischem, sondern auf getrocknetem Spinat, also Spinatpulver und damit einem Konzentrat.
Aber wer isst schon ein Konzentrat? Legt man die Berechnung auf frischen,also wasserhaltigen Spinat um, dann schrumpft der Eisengehalt auf magere 3,5 Milligramm. Demnach liefert der Spinat dem Körper kaum mehr Eisen als etwa eine Portion Pommes Frites.
Regelmäßige Massage macht schlank.
Leider nicht, denn bei der Massage verbraucht nur der Masseur zusätzlich Kalorien (Energie), nicht der Massierte. Ihr Körperfett können Sie so nicht beseitigen – auch wenn Ihre Muskeln durch Reibung während der Massage warm werden. Das geht nur durch bewusste Ernährung und regelmäßigen Sport.
Margarine hat weniger Kalorien/Fett als Butter.
Kalorien-Geizhälse aufgepasst: Der Kaloriengehalt dieser beiden Fette ist fast identisch: 100 g Butter enthalten 754 Kalorien, 100 g Margarine 722 Kalorien. Der Unterschied ist unbedeutend, lassen Sie sich also nicht die Butter vom Brot nehmen!
Kartoffeln machen dick.
Als Dickmacher verschrien, muss sich das Kellerkind immer wieder hartnäckig gegen sein schlechtes Image wehren. Eine Portion gekochte Kartoffeln (150 g) enthält lediglich 105 Kalorien. Nicht die unscheinbare Knolle macht dick, sondernihr „fettiges Make up“ (bei einer Zubereitung mit zuviel Fett).
Joghurt macht schlank.
Joghurt sonnt sich in dem Ruf, ein kalorienarmer Schlankmacher zu sein. Aber wo Sonne ist, da gibt’s auch Schatten: Ein Becher Naturjoghurt mit 1,5 % Fett enthält 66 Kalorien. Die gleiche Menge mit gleicher Fettgehaltsstufe und Früchten dagegen 117 Kalorien. Also bleiben Sie bitte immer streng beim Naturjoghurt.
Bonbons mit Vitaminzusätzen sind gesund.
Auch mit Vitaminen angereicherte Bonbons enthalten in erster Linie Zucker. Bei einigen Produkten wird angegeben, dass etwa sechs Bonbons den Bedarf der aufgeführten Vitamine decken. Gleichzeitig werden jedoch 30 g Zucker (A sechs TL) gelutscht. Saure Erkenntnis für Süßschnäbel: Vitaminierte Bonbons sind keineswegs gesünder, greifen Sie leiber zum süßen Obst.
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