Ernährungsirrtümer: Ernährungsmärchen 5
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Ernährungsirrtümer
GNL5356
5. Ernährungsmärchen:
Die natürlichen Nahrungsmittel werden immer schlechter!
Durch die moderne Landwirtschaft geht der Nährstoffreichtum der Ackerböden und damit auch unserer Lebensmittel verloren. Obst und Gemüse sind infolgedessen arm dran, was ihre Inhaltsstoffe angeht. Diese pessimistische Einstellung hört man heute recht häufig. Sie stammt zumeist von notorischen Umweltnörglern und ist - so die Stiftung Warentest - „schlicht und ergreifend Humbug“. Zudem wurde früher mit anderen Methoden gearbeitet, so dass frühere Werte in Tabellen ungenauer ermittelt wurden.
Noch nie wurden so viele verschiedene und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel angeboten, noch nie hatte der Verbraucher eine so große Auswahl, aus der er sich eine bunte und gesunde Mischung zusammenstellen konnte, noch nie konnte er das ganze Jahr über Obst und Gemüse einkaufen. Entscheidend für die Qualität von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sind die Sorte, der Standort und der Zeitpunkt der Ernte. Hier nehmen Sie Einfluss, indem Sie regionales Obst und Gemüse der Saison kaufen und dabei biologisch angebaute Ware bevorzugen. Was bei der Qualität negativ zu Buche schlägt, sind vor allem eine zu frühe Ernte, zu lange Transportzeiten sowie lange und falsche Lagerung. Auch ein hoher Verarbeitungsgrad wirkt sich mindernd aus - je mehr ein Nahrungsmittel industriell verarbeitet wird, umso weniger wertvoll ist es am Ende. Stutzig machen sollte es Sie übrigens auch, dass diese negative Aussage zumeist einhergeht mit der Empfehlung, der drohenden Mangelversorgung durch die Einnahme von Nahrungsergänzüngsmitteln wie Vitamin- und Mineralstoffpillen vorzubeugen.