Eiweiß
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Gesund durch Glutamin
Das nasskalte Herbst- und Winterwetter, das Ihnen in den kommenden Monaten begegnen wird, sorgt schnell für eine Erkältung. Die Folge: Sie sind einige Tage nicht ganz auf der Höhe, fühlen sich schlapp und kraftlos. Ich zeige Ihnen, wie Sie in solchen Fällen schnell wieder voll leistungsfähig werden – und Ihr Immunsystem robust machen. Lassen Sie die anderen niesen – und erfreuen Sie sich in Zukunft einer stabileren Gesundheit.
Dr. Spitzbart berichtet beim ZDF Mittagsmagazin
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Um das Video jetzt anzusehen, klicken Sie bitte hier!Wir brauchen alle mehr Eiweiß“– diesen Satz kennen Sie schon und haben ihn sicher auch schon mehrfach von mir gehört. Gerade jetzt in der Erkältungszeit ist Eiweiß besonders wichtig für Sie. Denn Eiweiß ist Ihr Schlüssel zu einem gesunden, starken Immunsystem. Nur mit ausreichend Eiweiß werden Sie nach einem Infekt schnell wieder fit. Dazu müssen Sie im Krankheitsfall für eine hohe Eiweißzufuhr sorgen. Dann werden Sie schnell wieder leistungsfähig: Bei jeder Erkältung, jedem Schnupfen oder Hustensteigt der Eiweißbedarf Ihres Körpers noch einmal um 30 bis 40 % an. Wenn Sie diesen gesteigerten Bedarf nicht decken können, kann das unangenehme Konsequenzen für Sie haben.
Warum werden Ihre Muskeln bei einem Infekt so schlapp?
Zurzeit können Sie sich überall mit einem Erkältungsvirus infizieren. Sind Sie einmal mit ihm in Kontakt gekommen, kann er sich in den nächsten Stunden milliardenfach in Ihrem Körper vervielfältigen. Nun kommt es auf Ihr Immunsystem an. Die zur Abwehr notwendigen Millionen von Immunzellen müssen jetzt rasch aus Aminosäuren zusammengestellt werden. Diese Aminosäuren sind aber nicht „frei“ in Ihrem Körper vorhanden – zumindest nicht bei den meisten Menschen mit einem durchschnittlichen Eiweißspiegel. Sie sind eingelagert, unter anderem in den Muskeln.
Ihr Körper schüttet daher das Stresshormon Cortisol aus. Dieses ist in der Lage, an die Muskeln anzudocken, ihnen die Aminosäuren zu entziehen und sie in die Blutbahn zu leiten. Dadurch steht Ihrem Immunsystem die Kraftquelle zur Verfügung, die es braucht. Der Nachteil: Sie verlieren an Muskelkraft. Das ist der Grund, warum Sie nach einem Infekt so schlapp sind und erst einmal wieder langsam „auf die Beine kommen müssen“.
Glutamin – der Power-Stoff für Ihre Immunzellen
Es gibt eine Aminosäure, die besonders wichtig für Ihr Immunsystem ist. Es ist das Glutamin, das in den Muskeln selbst hergestellt wird. Nicht nur, dass Ihre Immunzellen daraus bestehen – sie brauchen diesen Stoff auch als Brennstoff. Denn im Gegensatz zu anderen Körperzellen verbrennen die Zellen Ihres Immunsystems keinen Zucker. Sie benötigen Glutamin zur Energiegewinnung.
Leiden Sie unter einem Infekt, braucht Ihr Körper rund 5-mal so viel Glutamin aus Ihren Muskeln, das dann Ihren Immunzellen zur Verfügung gestellt wird. Leider übersteigt bei den meisten Menschen die Glutamin-Nachfrage im Krankheitsfall die Menge der Aminosäure, die im Körper vorhanden ist. Dann sinkt die Aktivität der Immunzellen. Killer- und Fresszellen sind nicht mehr in der Lage, Viren oder Bakterien zu vernichten.
Glutamin schützt Sie auch vor freien Radikalen
Ausreichend Glutamin durch eine Extraportion Eiweiß hilft Ihnen aber nicht nur in den Tagen, an denen Sie sich einen Infekt zugezogen haben. Ihr Körper ist jeden Tag, jede Stunde, jede Minute Angriffen von schädlichen Stoffen ausgesetzt, unter anderem durch freie Radikale. Sie verursachen Zellschäden und können dadurch sogar das Entstehen von Krebs fördern. Ihr eigener Körper entwickelt sogar selbst freie Radikale – sie werden von Ihrem Immunsystem dazu genutzt, Viren und Bakterien zu zerstören.
Leider können sich diese freien Radikale auch schnell gegen die Immunzellen selbst wenden. Damit dies nicht geschieht und Ihre Immunzellen nicht von ihren eigenen Helfern vernichtet werden, brauchen sie Antioxidantien, die so genannten Radikalenfänger. Diese werden unter anderem aus der Aminosäure Glutathion gebildet. Damit Ihnen hiervon immer genügend zur Verfügung steht, müssen Sie ausreichend Aminosäuren zu sich nehmen, aus denen Glutathion gebildet wird: Cystein und eben wieder Glutamin.
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