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Dick und krank durch Plastik?

Neben falscher Ernährung, Bewegungsmangel und genetischen Ursachen rückt eine weitere mögliche Ursache für Übergewicht inzwischen immer mehr ins Blickfeld: Chemikalien wie Bisphenol A (BPA), das in vielen Alltagsprodukten enthalten ist. BPA wirkt in Ihrem Körper hormonähnlich und steht im Verdacht an der Entwicklung von Unfruchtbarkeit, Brustkrebs, Prostatakrebs, Diabetes und Übergewicht beteiligt zu sein. Bis heute ist noch nicht genau bekannt, wie solche Chemikalien zu Entwicklung von Übergewicht beitragen. Forscher wissen aber heute, dass sie in den Stoffwechsel eingreifen, die Appetitkontrolle stören oder den Fettstoffwechsel aus der Bahn werfen können. Untersuchungen an Mäusen zeigen Erschreckendes: Wurden  Mäuse im Mutterleib einer geringen Dosis an Bisphenol A ausgesetzt, waren sie einige Monate später deutlich schwerer als ihre Altersgenossen, die nicht mit dem Stoff belastet wurden.

Plastikverpackungen lieber meiden?

Der Stoff wird beispielsweise für Polycarbonat, einen transparenten, harten Hochleistungskunststoff, verwendet. Dieser findet sich wiederum z.B. in Mehrweg-Getränkeflaschen, Lebensmittelverpackungen, Essgeschirr und Vorratsbehältern. Auch die Innenauskleidungen von Lebensmittel- und Getränkedosen enthalten oft  BPA. Es kann in geringen Mengen in Lebensmittel und Getränke übergehen, die in Behältern mit BPA-Materialien aufbewahrt werden. Frankreich übernimmt hier eine Vorreiterrolle – bis Mitte 2015 muss hier Bisphenol A aus allen Materialen verbannt sein, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. In Deutschland ist die Chemikalie in Trinkflaschen für Kinder inzwischen verboten.

Mein Tipp

  • Verzichten Sie auf Lebensmittel, die in Plastik eingeschweißt sind
  • Verwenden Sie nur selten Getränke und Essen aus Dosen
  • Kaufen Sie Ihre Lebensmittel öfter mal als lose Ware auf dem Wochenmarkt
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Astrid Schobert
Über den Autor Astrid Schobert

Ehemalige Chefredakteurin von „Ernährungstipps“ Astrid Schobert ist unsere Ernährungsexpertin. Sie hat in Bonn Oecotrophologie studiert und arbeitet, nach langjähriger Erfahrung […]

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Alte Kommentare
  • Ada Di Domenico schrieb am 12.09.2013, 18:27 Uhr

    Werte Astrid Schobert,guten Morgen oder guten Abend,1000 Dank fuer Ihre so formidabile Info.Schon oft habe ich mich gefragt warum muessen die grossen Holdings uns garnicht fragen wie wir unser taegliches Essen kaufen moechten. Ich selbst gehe gerne 2 mal in der Woche auf den Markt wo man sich alles selbst aussuchen darf beim Bauern,natuerlich ziehe ich immer die leichten Handschiuhe ueber damit auch andereLeute zufrieden sind Verlange immer Papiertueten was mir besser gefaellt beim Kontakt mit dem Obst,Gemuese,das Fleisch kaufe ich auch beim Metzger(weiss nicht ob es besser ist als im Supermarkt) Hoffen wir doch dass wir auch mal angfragt werden und wir unsre Meinung sagen duerfen,manchmal komme ich mir vor als ob alle aeltere Leute die doch so viel Erfahrung im Leben schon gemacht haben ,duemmer waeren als die FACHLEUTE der KONZERNS. Freundliche GRuesse