Diät: Warum Diäten Sie dick machen
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Raus aus der Ernährungs-Falle
Haben Sie sie schon gesehen? Sie sind aus dem Winterschlaf erwacht: all die fetten Überschriften auf den Zeitungen. Ihre Versprechen sind wunderbar: Drei Kilo weniger in vier Tagen, rasch zur Bikinifigur und dauerhaft schlank. Die Realität sieht in 99 % der Fälle aber anders aus – meist haben Sie am Ende der Diät mindestens drei Kilo mehr drauf als vorher. Also Schluss mit den Diäten! Ich zeige Ihnen, was wirklich hilft, wenn Sie dauerhaft Pfunde verlieren wollen.
Jedes Jahr gibt es eine neue Diät: Mal ist die Ananas in Mode, dann sollen Sie sich tagelang nur von Kartoffeln oder Eiern ernähren. Das Ergebnis zeigt sich aber nur selten auf Ihrer Waage, sondern lässt sich vielmehr an Ihrer Laune ablesen. Das ewige Einerlei wird Ihnen bald zuwider, selbst wenn am Anfang schnell ein bis zwei Kilo gepurzelt sind. Sie brechen die Diät ab – und wundern sich sicher bald darauf, wieso nicht nur die abgespeckten Kilos wieder auf Ihren Hüften sind, sondern noch drei bis vier mehr.
Ihr Körper hat in den letzten Tagen, als Sie Diät gehalten haben, gemerkt, dass er weniger Nahrung bekommt. Also hat er sich auf die verringerte Energiezufuhr eingestellt und verbraucht nun auch einfach weniger.
Hier droht Ihnen der Jo-Jo-Effekt
Stellen Sie Ihre Ernährung jetzt wieder auf Normalmaß um, behält Ihr Körper seinen verringerten Energieverbrauch bei. Er erhält nun aber viel mehr Energie von Ihnen, als er tatsächlich braucht – diese überflüssige Energie finden Sie bald als Hüftgold an Ihrem Körper wieder. Der Jo-Jo-Effekt hat zugeschlagen. Also, Ananas- und Kartoffelschnelldiät bringen Ihnen nichts – außer einem gesteigerten Gewicht. Es gibt noch andere Diätformen: Was ist mit denen?
Trennkost – auf Dauer ohne Ergebnis für Sie
Ein Klassiker unter den Diäten ist die Trennkost. Bei ihr werden Lebensmittel in Gruppen eingeordnet: Sie sind entweder eiweißhaltig, kohlenhydrathaltig oder neutral. Darüber hinaus gibt es noch Basen- und Säurebildner. Letztere sind natürlich zu vermeiden. Generell dürfen die kohlenhydrathaltigen Lebensmittel oder die der Eiweißgruppe nie miteinander kombiniert werden. Sie dürfen diese nur in Zusammenstellung mit den neutralen Lebensmitteln essen.
Der Erfolg der Trennkost ist schon deshalb fraglich, weil die Zuordnung der Lebensmittel sehr unklar ist. Oder ist es für Sie nachvollziehbar, dass der eiweißreiche Quark zu den neutralen Lebensmitteln gehört?
Trennkost hat einen ganz klaren Vorteil gegenüber anderen Diäten: Sie verbietet Ihnen keine vitalstoffreichen Lebensmittel. Sie dürfen weiterhin alles essen. So bleiben „Fressanfälle“ aus, weil Sie auf nichts verzichten müssen. Andererseits nehmen viele Menschen gerade dadurch auch nichts ab. Sie stellen nur ihre Mahlzeiten um, ernähren sich aber genauso übermäßig weiter wie vorher. Hier werden dann auch keine Kilos purzeln.
Blutgruppendiät – reiner Unsinn und wissenschaftlich nicht haltbar
Ich bekomme immer wieder Anfragen von Ihnen zu der Blutgruppendiät nach Peter J. D'Adamo, wie sinnvoll sie sei und was ich davon halte. Kurz gesagt: nichts!
Die Idee, die hinter dieser Ernährungsform steckt, geht davon aus, dass es nicht eine einzige Ernährung geben kann, die für alle Menschen gleich gut geeignet ist. D'Adamo ist stattdessen der Meinung, dass für jeden Menschen eine andere Ernährung gesund ist, abhängig von seiner Blutgruppe. Schuld daran, so die Theorie dieser Ernährungsform, sind die so genannten Lektine der Nahrungsmittel. Lektine sind Eiweißstoffe. Sie können dafür sorgen, dass die roten Blutkörperchen verklumpen.
Nicht alle Lektine verklumpen aber bei jeder Blutgruppe. Wenn Sie Blutgruppe 0 haben, sollen Getreidelektine für Sie gefährlich sein. Fleisch dürfen Sie aber gefahrlos essen. Anders ist es, wenn Sie Blutgruppe A haben. Dann sollten Sie sich vegetarisch ernähren.
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