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Low-Carb-Diät - wie wirksam ist der Trend aus den USA?

Der aus den USA importierte Abspeck-Trend sei zwar zunächst Erfolg versprechend, denn man nähme zu Beginn der Diät tatsächlich ab, langfristige gesundheitliche Folgen dieser Fehlernährung seien nicht erforscht. Zudem setze rasch der gefürchtete Jo-Jo-Effekt ein.

In den USA hat die Low-Carb Welle in einigen Industriebereichen wie etwa bei Brot-und Backwaren zu enormen Einbussen geführt. Deswegen laufen jetzt massive Werbekampagnen an, die beispielsweise Brot wieder salonfähig machen sollen.

Leider wird – so Kritiker – das Kind dabei mit dem Bade ausgeschüttet, denn auch gesundheitlich nicht wertvolles Weißbrot wird als Wundermittel für die Gesundheit angepriesen. Während bei uns die Low-Carb-Welle gerade erst richtig ins Rollen kommt, haben die Amerikaner aber ohnehin schon wieder „die Schnauze voll“ davon.

Der Trend zu weniger Kohlenhydraten auf dem Teller zugunsten von mehr Fett und Eiweiß schmeckt ihnen ganz offenbar auf Dauer nicht. Sie hängen die Atkins- oder South-Beach-Diät wieder an den Nagel und kaufen auch viel weniger „Low-carb“-Produkte.

Der Verzicht auf Spaghetti, Kartoffeln oder Brot scheint langfristig ebenso wenig durchzuhalten zu sein wie ein Übermaß an Fleisch, Wurst, Käse und anderen fetten Lebensmitteln. Auch die Ernährungsexperten, die die Low-Carb Welle losgetreten hatten, rudern inzwischen wieder zurück.

Entscheidend sei die Qualität dessen, was auf den Tisch kommt – etwa gutes Pflanzenöl, Obst, Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte, Vollkorn.

Empfehlung: Bevorzugen Sie die Kohlenhydrate, die gut für Sie sind. Nicht alle werden von Ihrem Körper gleich gut verwertet. Die verarbeiteten Kohlenhydrate wie Weißmehlprodukte, geschälter Reis, Weizenbrot und Süßigkeiten lassen Ihren Blutzuckerspiegel rasch ansteigen, so dass zu viel Insulin ausgeschüttet wird.

Dieser Insulinüberschuss löst im Körper einen Mechanismus aus, der letztlich zu Übergewicht führt. Vollkornbrot, Müsli und gekochte Getreidekörner lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen.