Diät: Dickmacher 4 bis 6
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Dickmacher Nummer 4: Essen als Beschäftigungstherapie. Viele Menschen essen heute, ohne tatsächlich hungrig zu sein. Hier einen Schokoriegel, dort ein Dessert: aus Langeweile oder Frust. Nahrungsmittel dienen heute mehr denn je der Kompensation von Gefühlen – bei einer Befragung in Großbritannien gaben 60 % der Teilnehmer an, bei Frust zu Schokolade zu greifen.
Meine Strategie: Gehören Sie zu den Frustessern, sollten Sie sich auf jeden Fall bei den Mahlzeiten sattessen. Untersuchungen haben gezeigt: Menschen, die regelmäßig essen und dann satt sind, werden seltener Frustesser als solche, die sich bei den Mahlzeiten zurückhalten. Zudem sollten Sie sich jeden Tag eine Pflichtsüßigkeit gönnen. Teilen Sie sich eine kleine Tagesration zu, die sie auch nicht aufsparen können. Verbinden Sie mit Süßigkeiten das Gefühl „Ich muss das hier heute noch essen", dann sind es negative Gefühle – Sie laufen nicht so schnell Gefahr, dem Fress-Reiz zu erliegen und Schokolade tafelweise zu futtern.
Dickmacher Nummer 5: Geiz ist geil. Die meisten Menschen sparen – unglaublich, aber wahr – beim Essen. Auf teure, aber dafür gesunde Zutaten wie mageres Fleisch, Gemüse, Obst und Vollkornprodukte wird verzichtet. Das Weißbrot gibt es für noch nicht einmal 40 Cent, fettige Wurst im Vorratspack für knapp 1 Euro, Cornflakes kosten auch keine 2 Euro. Enthalten sind reichlich Fett, Zucker und Kalorien. Ebenfalls herrlich für sparsame Menschen, aber schlecht für jede Figur: die beliebten All-you-can-eat-Buffets, Kostenpunkt um 10 Euro. Damit sich die Ausgabe richtig lohnt, wird natürlich zugeschlagen. Jede Menge Kalorien landen so auf dem Teller.
Meine Strategie: Überdenken Sie Ihre Einkäufe – und kochen Sie wie zu Omas Zeiten. Früher war Geld ebenfalls knapp – das Essen aber viel gesünder. Es gab kaum fettiges Fleisch, dafür Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Gemüse. Wenn Sie saisonal kaufen, bekommen Sie Obst und Gemüse wirklich günstig und können bis zu 50 % sparen. Pilze, Spargel oder Beeren können Sie einfrieren – so haben Sie auch noch etwas von diesen vitaminreichen, gesunden Lebensmitteln, wenn die Saison vorbei ist.
Dickmacher Nummer 6: Ballaststoffe? Fehlanzeige. Wir wissen, was die Nahrung von dicken und schlanken Menschen unterscheidet. Es ist nicht die Portionsgröße, es ist die Zusammensetzung. Vor allem fehlen bei dicken Menschen die Ballaststoffe auf dem Teller. Sie sind in der Lage, die Kalorienaufnahme zu senken, denn sie erhöhen das Nahrungsvolumen. So machen sie eher satt, aber die Taille bleibt schlank. Zudem hemmen Ballaststoffe die Fettspeicherung und beeinflussen den Insulinspiegel positiv. Das Sättigungsgefühl hält länger an.
Meine Strategie: Essen Sie mindestens 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Das tun die wenigsten Menschen – viele wissen einfach nicht, wie es geht. Dabei ist es wirklich leicht. Starten Sie Ihren Tag mit einem gemischten Müsli aus Vollkornflocken, Weizenkleie und Leinsamen. Tauschen Sie Weißbrot gegen Vollkornprodukte und essen Sie jeden Tag einen Salatteller. Denken Sie aber daran, viel zu trinken. So quellen die Ballaststoffe auf, der Sättigungseffekt wird gefördert und die Ausscheidung verbessert.
Ich empfehle Ihnen daher, rund zwei Liter pro Tag zu trinken. Je ein großes Glas Wasser sollten Sie zusammen mit der ballaststoffreichen Nahrung zu sich nehmen.
Wenn Sie diese sechs Punkte beherzigen, brauchen Sie keine Wunderdiät – die Pfunde purzeln von allein und bleiben auch unten.
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